Der Lehrplan konzentriert sich auf Entscheidungen, die darüber bestimmen, ob ein KI-Projekt tatsächlich nützlich, sicher und verantwortbar eingesetzt werden kann. Dazu gehören:
Damit geht AI.dea über eine rein technische Einführung in künstliche Intelligenz hinaus. Das Programm verbindet die Erprobung von KI mit Geschäftsplanung, betrieblichen Kontrollmechanismen und einer verantwortungsvollen Umsetzung.
Beteiligt sind Beraterinnen und Berater der SIM Academy, Fachleute des Singtel Cyber Security Institute sowie Anwältinnen und Anwälte der Kanzlei Drew & Napier.
Die Kombination soll unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen: praktische Hinweise zur Umsetzung, Expertise in der Cybersicherheit und rechtliche Einschätzungen zu den Pflichten und Risiken beim Einsatz von KI.
Die ausgewiesene Teilnahmegebühr beträgt 15.000 Singapur-Dollar (S$) pro Person. Jedes Unternehmen muss mindestens drei Teilnehmende entsenden. Förderfähige Unternehmen können bis zu 90 Prozent Unterstützung durch SkillsFuture Singapore erhalten. Dadurch sinken die Kosten auf etwa 1.500 S$ pro Person.
Der Höchstsatz wird jedoch nicht automatisch gewährt. Die Förderung hängt von den jeweils geltenden Kriterien und der Genehmigung durch SkillsFuture Singapore ab. Unternehmen sollten deshalb vor der Anmeldung die aktuelle Förderfähigkeit und die konkrete Kursgebühr bestätigen.
Nach den veröffentlichten Angaben muss ein Unternehmen:
Das Programm richtet sich somit an in Singapur ansässige KMU, die mehrere Mitarbeitende dafür einsetzen können, einen KI-Anwendungsfall von der ersten Idee über die Pilotplanung bis zur Auswertung zu entwickeln.
Beim Start des Programms im April 2026 waren sieben Unternehmen und 22 Beschäftigte geschult worden. Die erste Phase hatte im Februar begonnen.
Die Zahl zeigt zugleich, dass AI.dea zu diesem Zeitpunkt noch ein neues Programm und keine etablierte Schulungsinitiative mit großer Teilnehmerbasis war.
Die Sozialorganisation Care Corner prüft ein sprachbasiertes KI-Rollenspiel für Nachwuchskräfte in der Sozialarbeit. Damit könnten sie Situationen üben, etwa den Aufbau eines guten Gesprächskontakts zu Betreuungspersonen oder den Umgang mit Menschen in akuter seelischer Belastung.
Eine wichtige Schutzmaßnahme: Für die Übungen werden keine echten Klientendaten verwendet. Dadurch lässt sich das Risiko für Verstöße gegen die Vertraulichkeit und für den Umgang mit besonders sensiblen Daten verringern, während Mitarbeitende trotzdem ein KI-gestütztes Trainingsszenario erproben können.
Der Kern von AI.dea ist ein strukturierter Weg von „Wir sollten KI ausprobieren“ zu „Wir haben einen konkreten Anwendungsfall, einen Pilotplan und erste Ergebnisse zur Bewertung“.
Die drei Phasen setzen deshalb nicht nur auf technische Kenntnisse. Sie fragen ebenso nach dem geschäftlichen Nutzen, der praktischen Umsetzung und den Bedingungen für eine verantwortungsvolle Ausweitung.
Für ein förderfähiges Unternehmen besteht die Entscheidung daher aus mehr als dem vergünstigten Preis. Es muss einen sinnvollen Anwendungsfall auswählen, mindestens drei Beschäftigte entsenden und bereit sein, die Idee unter klaren Regeln für Daten, Governance und menschliche Aufsicht zu testen.