Sergio Pérez wird auch in der Formel-1-Saison 2027 für Cadillac antreten. Damit beendet der Mexikaner die Spekulationen über einen möglichen Wechsel zu Williams oder einem anderen Konkurrenten. Pérez erklärte, dass bei seinem Einstieg bereits ein Vertrag über zwei Jahre vereinbart worden sei. Seine persönliche Bindung an das Projekt gehe jedoch darüber hinaus: Cadillac sei sein Projekt, an dessen langfristigem Aufbau er mitwirken wolle.
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Seine Zusage kommt in einer schwierigen Debütsaison. Nach den ersten elf Rennen hatte Cadillac noch keinen Punkt gesammelt und lag auf dem elften und damit letzten Platz der Konstrukteurswertung. Wiederkehrende technische Probleme – darunter überhitzende Bremsen – bremsten die Entwicklung zusätzlich aus.
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Pérez sieht Cadillac als Aufbauprojekt – nicht als schnelle Lösung
Bei Pérez’ Entscheidung geht es weniger darum, die aktuellen Ergebnisse schönzureden. Ihn reizt vor allem die Möglichkeit, die Grundlagen eines neuen Formel-1-Teams mitzugestalten. Der 36-Jährige beschrieb Cadillac als den Beginn einer neuen Ära und sich selbst als Teil dieses Aufbaus – nicht bloß als Fahrer auf der Durchreise.
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Das macht seinen Verbleib trotz der ernüchternden sportlichen Bilanz nachvollziehbar. Cadillac bietet Pérez die Chance, seine Erfahrung in den Aufbau einer von General Motors unterstützten Formel-1-Operation einzubringen. Zugleich wurde seine Rückkehr in die Formel 1 als Möglichkeit dargestellt, nach dem schwierigen Ende seiner Zeit bei Red Bull wieder Freude am Rennsport zu finden.
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Pérez hat eingeräumt, dass die jüngsten Rennen enttäuschend gewesen seien. Dennoch glaubt er, dass Cadillac spürbare Fortschritte machen kann. Motorsport.com zufolge sieht der Mexikaner für sich möglicherweise noch rund drei weitere Jahre in der Formel 1 und möchte diese Zeit nutzen, um Cadillac voranzubringen.
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Was Cadillacs schwieriger Einstand gezeigt hat
Cadillacs Probleme beschränkten sich nicht auf fehlende Geschwindigkeit. Sky Sports berichtete, dass das Team in den sieben Rennen vor der Sommerpause nur einen einzigen Doppelfinish erreicht hatte. Zu den Zuverlässigkeitsproblemen gehörten auch überhitzende Bremsen.
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Beim Großen Preis von Monaco war Cadillac außerdem kurz davor, den ersten WM-Punkt zu holen. Eine Strafe warf Pérez jedoch aus den Punkterängen zurück. Dieses knapp verpasste Ergebnis und die wiederkehrenden technischen Schwierigkeiten zeigen, dass die bisherige Bilanz nicht zwangsläufig das gesamte Potenzial des Autos widerspiegelt.
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Die Berichte sprechen von typischen „Kinderkrankheiten“. Unwichtig sind sie deshalb nicht. Für ein neues Formel-1-Team bildet zuverlässiger Betrieb die Grundlage jeder weiteren Entwicklung: Nur bei konstanten Rennteilnahmen lassen sich Updates bewerten, Daten sammeln und gute Ansätze in Punkte umwandeln. Cadillacs unmittelbare Aufgabe besteht deshalb darin, Erfahrung zunächst in Zuverlässigkeit zu übersetzen, bevor sich die sportliche Position dauerhaft verbessern kann.
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Warum Marcin Budkowski eine wichtige Rolle spielt
Während der Saison 2026 ersetzte Cadillac den Gründungsteamchef Graeme Lowdon durch Marcin Budkowski, einen früheren Alpine-Manager. Lowdon hatte maßgeblich dabei geholfen, das Team aufzubauen und an den Start zu bringen. Budkowski übernimmt nun, während Cadillac in die nächste Phase seiner organisatorischen Entwicklung eintritt.
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Teamchef Dan Towriss erklärte, der Wechsel solle das Tempo der Fortschritte stärker an die Ambitionen der Eigentümer und an eine klarere langfristige Vision anpassen. Er wies zugleich die Vorstellung zurück, die Entscheidung sei lediglich eine Reaktion auf die jüngsten Probleme auf der Rennstrecke gewesen.
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Die praktische Priorität bleibt dennoch eindeutig: Cadillac muss Zuverlässigkeit und Abläufe verbessern. Budkowski bringt die Erfahrung aus einer etablierten Formel-1-Organisation mit, während Pérez für Kontinuität im Fahrerkader und technisches Feedback sorgt. Cadillacs Führung hat den Mexikaner zudem öffentlich als wichtigen Bestandteil des Projekts bezeichnet.
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Was die Aussage von TWG Global bedeutet
Neben der sportlichen Entwicklung hatte auch die Eigentümerfrage für Unsicherheit gesorgt. TWG Global erklärte daraufhin, weder das Cadillac-Team noch einen anderen Teil von TWG Motorsport verkaufen zu wollen.
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Diese Aussage garantiert keinen sportlichen Erfolg. Sie nimmt dem Projekt aber zumindest kurzfristig die Gefahr, dass ein Eigentümerwechsel den Aufbau stören könnte. Zusammen mit dem Führungswechsel und Pérez’ bestätigtem Platz für 2027 deutet sie darauf hin, dass Cadillac weiter in den Rennstall investieren will, statt die Schwierigkeiten der ersten Saison zum Anlass für einen Neustart oder Rückzug zu nehmen.
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Was bestätigt ist – und was nicht
Klar bestätigt ist Pérez’ Sitz für die Saison 2027. Seine Aussagen zeigen außerdem, dass er sich auch darüber hinaus eine Rolle bei Cadillac vorstellen kann. Er hat von mehreren weiteren Jahren Motivation in der Formel 1 gesprochen. Eine endgültige Vertragsverlängerung über 2027 hinaus ist in den verfügbaren Berichten jedoch nicht bestätigt.
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Cadilacs Plan lässt sich derzeit am besten als dreiteiliger Neuaufbau verstehen: ein erfahrener Spitzenfahrer bleibt an Bord, mit Budkowski wird die Führung verstärkt, und die Zuverlässigkeitsprobleme sollen behoben werden, die den Einstand des Teams bislang begrenzt haben. Pérez’ Entscheidung ist ein Vertrauensbeweis in diesen Prozess – aber keineswegs die Behauptung, Cadillac sei bereits konkurrenzfähig.
Die Saison 2027 wird deshalb zu einem wichtigen Prüfstein. Cadillac muss zeigen, dass die organisatorischen Veränderungen zu zuverlässigeren Rennwochenenden führen, knappe verpasste Chancen in Punkte verwandeln und das langfristige Projekt, das Pérez mitgestalten möchte, auch auf den Zeitenmonitoren glaubwürdig machen.