Noch krasser ist die Lage in Ghana: In einem vielbeachteten Fall stellten sich 150 ghanaische Fans zu Visa-Interviews in der US-Botschaft in Accra. Nur drei Anträge wurden bewilligt – eine Erfolgsquote von zwei Prozent –, obwohl die Gruppe nach eigenen Angaben alle formalen Voraussetzungen erfüllte (Spieltickets, Hotelreservierungen und finanzielle Mittel) . Die geschätzte Gesamtzahl der Ablehnungen für ghanaische Staatsbürger liegt bei über 400 .
Diese Ablehnungen stehen im Kontext einer verschärften US-Einwanderungspolitik. Eine im Dezember erlassene Verfügung weitete die Liste der von Visabeschränkungen betroffenen Länder auf 39 aus, darunter die WM-Teilnehmer Haiti, Iran, die Elfenbeinküste und Senegal . Zwar enthält die Verfügung eine Ausnahmeregelung für Athleten, Trainer und deren engste Angehörige, doch einfache tickethaltende Fans aus betroffenen Ländern fallen nicht unter diese Ausnahme – sie stehen also vor erheblichen Hürden bei der Beantragung der notwendigen Nicht-Einwanderungsvisa .
Parallel dazu setzte die US-Regierung die Bearbeitung von Einwanderungsvisa für insgesamt 75 Länder aus, darunter acht WM-Teilnehmer: Brasilien, Kolumbien, Ägypten, Ghana, Jordanien, Marokko, Tunesien und Uruguay. Obwohl diese Aussetzung formell nicht für Touristenvisa gilt, führt die Kombination aus gestörten Visabüros und verschärften Sicherheitskontrollen zu weit verbreiteter Unsicherheit .
Die American Hotel & Lodging Association (AHLA) veröffentlichte im April 2026 eine Umfrage, wonach knapp 80 % der Hotelbetreiber in den elf US-Spielstädten Buchungen melden, die unter den ursprünglichen Prognosen liegen . In Kansas City berichten 85 bis 90 % der Hotels, dass die Nachfrage sogar hinter einem normalen Sommer ohne Großereignisse zurückbleibt . In Philadelphia und San Francisco liegt der Anteil bei über 70 % . Selbst in Miami, der bestperformenden US-Gastgeberstadt, rechnen noch 45 % der Hoteliers mit einem Defizit .
Die AHLA nennt als Hauptgründe die Stornierung von FIFA-Zimmerkontingenten, internationale Reisehürden und steigende Kosten . Zwischen 65 und 70 % der befragten Hoteliers sehen Visaprobleme und geopolitische Spannungen als „wesentliche Einschränkung des internationalen Interesses“ . Laut dem Analysehaus Lighthouse Intelligence fielen die Zimmerpreise an Spieltagen in Städten wie Atlanta, Dallas, Miami, Philadelphia und San Francisco um rund 30 % im Vergleich zum Jahresbeginn 2026 .
Diese Warnsignale stehen in scharfem Kontrast zu den Vorhersagen vor dem Turnier. Die Analysefirma Tourism Economics hatte Ausgaben von 6,4 Milliarden US-Dollar durch Touristen in den USA und eine Gesamtstadionbesucherzahl von über 6,5 Millionen prognostiziert – Analysten halten diese Zahlen angesichts der Buchungstrends für kaum noch erreichbar . Inzwischen gehen revidierte Schätzungen davon aus, dass die USA während des Turniers nur etwa 1,24 Millionen internationale Besucher empfangen werden – weit unter den ursprünglichen Erwartungen .
Der Streit zwischen den USA und Iran hat sich zum politisch aufgeladensten Visakonflikt des Turniers entwickelt. Die iranischen Spieler erhielten offenbar Visa, sodass die Mannschaft an ihren Gruppenphasenspielen in den USA teilnehmen kann .
Doch ein erheblicher Teil des Management-, Führungs- und Trainerstabs wurde kurz vor Turnierbeginn abgewiesen . Der iranische Staatsfernsehen berichtete von 15 abgewiesenen Delegationsmitgliedern . Zu den Abgewiesenen gehörten der Generalsekretär des iranischen Fußballverbandes, Hedayat Mombeini, und sein Vizepräsident Mehdi Mohammad Nabi. Unklar blieb, ob Verbandspräsident Mehdi Taj ein Visum erhalten hatte .
Der iranische Fußballverband verurteilte die Ablehnungen als „unsportlich, vollkommen politisch und im Widerspruch zum internationalen Sportrecht“ . Die iranische Botschaft in der Türkei bezeichnete den Schritt als „die schlimmstmögliche Form politisch voreingenommener Einmischung in den Sport“ . Iran erklärte zudem, die Beschränkungen verstießen gegen FIFA-Regeln und die Pflichten des Gastgeberlandes, und kündigte an, die Sache vor der FIFA zu verfolgen .
Sowohl das Visumverbot für Fans als auch die gezielten Beschränkungen gegen die iranische Delegation bringen die FIFA in eine schwierige Lage. Der Weltverband hatte die Spannungen bereits frühzeitig eingeräumt, indem er erklärte, dass „ein Spielticket keinen Anspruch auf Einreise in das Gastgeberland garantiert“, doch bislang gibt es keine Lösung für die wachsende Kluft zwischen der Teilnahme an der WM und dem tatsächlichen Zugang zum Turnier .
Noch krasser ist die Lage in Ghana: In einem vielbeachteten Fall stellten sich 150 ghanaische Fans zu Visa-Interviews in der US-Botschaft in Accra. Nur drei Anträge wurden bewilligt – eine Erfolgsquote von zwei Prozent –, obwohl die Gruppe nach eigenen Angaben alle formalen Voraussetzungen erfüllte (Spieltickets, Hotelreservierungen und finanzielle Mittel) . Die geschätzte Gesamtzahl der Ablehnungen für ghanaische Staatsbürger liegt bei über 400 .
Diese Ablehnungen stehen im Kontext einer verschärften US-Einwanderungspolitik. Eine im Dezember erlassene Verfügung weitete die Liste der von Visabeschränkungen betroffenen Länder auf 39 aus, darunter die WM-Teilnehmer Haiti, Iran, die Elfenbeinküste und Senegal . Zwar enthält die Verfügung eine Ausnahmeregelung für Athleten, Trainer und deren engste Angehörige, doch einfache tickethaltende Fans aus betroffenen Ländern fallen nicht unter diese Ausnahme – sie stehen also vor erheblichen Hürden bei der Beantragung der notwendigen Nicht-Einwanderungsvisa .
Parallel dazu setzte die US-Regierung die Bearbeitung von Einwanderungsvisa für insgesamt 75 Länder aus, darunter acht WM-Teilnehmer: Brasilien, Kolumbien, Ägypten, Ghana, Jordanien, Marokko, Tunesien und Uruguay. Obwohl diese Aussetzung formell nicht für Touristenvisa gilt, führt die Kombination aus gestörten Visabüros und verschärften Sicherheitskontrollen zu weit verbreiteter Unsicherheit .
Die American Hotel & Lodging Association (AHLA) veröffentlichte im April 2026 eine Umfrage, wonach knapp 80 % der Hotelbetreiber in den elf US-Spielstädten Buchungen melden, die unter den ursprünglichen Prognosen liegen . In Kansas City berichten 85 bis 90 % der Hotels, dass die Nachfrage sogar hinter einem normalen Sommer ohne Großereignisse zurückbleibt . In Philadelphia und San Francisco liegt der Anteil bei über 70 % . Selbst in Miami, der bestperformenden US-Gastgeberstadt, rechnen noch 45 % der Hoteliers mit einem Defizit .
Die AHLA nennt als Hauptgründe die Stornierung von FIFA-Zimmerkontingenten, internationale Reisehürden und steigende Kosten . Zwischen 65 und 70 % der befragten Hoteliers sehen Visaprobleme und geopolitische Spannungen als „wesentliche Einschränkung des internationalen Interesses“ . Laut dem Analysehaus Lighthouse Intelligence fielen die Zimmerpreise an Spieltagen in Städten wie Atlanta, Dallas, Miami, Philadelphia und San Francisco um rund 30 % im Vergleich zum Jahresbeginn 2026 .
Diese Warnsignale stehen in scharfem Kontrast zu den Vorhersagen vor dem Turnier. Die Analysefirma Tourism Economics hatte Ausgaben von 6,4 Milliarden US-Dollar durch Touristen in den USA und eine Gesamtstadionbesucherzahl von über 6,5 Millionen prognostiziert – Analysten halten diese Zahlen angesichts der Buchungstrends für kaum noch erreichbar . Inzwischen gehen revidierte Schätzungen davon aus, dass die USA während des Turniers nur etwa 1,24 Millionen internationale Besucher empfangen werden – weit unter den ursprünglichen Erwartungen .
Der Streit zwischen den USA und Iran hat sich zum politisch aufgeladensten Visakonflikt des Turniers entwickelt. Die iranischen Spieler erhielten offenbar Visa, sodass die Mannschaft an ihren Gruppenphasenspielen in den USA teilnehmen kann .
Doch ein erheblicher Teil des Management-, Führungs- und Trainerstabs wurde kurz vor Turnierbeginn abgewiesen . Der iranische Staatsfernsehen berichtete von 15 abgewiesenen Delegationsmitgliedern . Zu den Abgewiesenen gehörten der Generalsekretär des iranischen Fußballverbandes, Hedayat Mombeini, und sein Vizepräsident Mehdi Mohammad Nabi. Unklar blieb, ob Verbandspräsident Mehdi Taj ein Visum erhalten hatte .
Der iranische Fußballverband verurteilte die Ablehnungen als „unsportlich, vollkommen politisch und im Widerspruch zum internationalen Sportrecht“ . Die iranische Botschaft in der Türkei bezeichnete den Schritt als „die schlimmstmögliche Form politisch voreingenommener Einmischung in den Sport“ . Iran erklärte zudem, die Beschränkungen verstießen gegen FIFA-Regeln und die Pflichten des Gastgeberlandes, und kündigte an, die Sache vor der FIFA zu verfolgen .
Sowohl das Visumverbot für Fans als auch die gezielten Beschränkungen gegen die iranische Delegation bringen die FIFA in eine schwierige Lage. Der Weltverband hatte die Spannungen bereits frühzeitig eingeräumt, indem er erklärte, dass „ein Spielticket keinen Anspruch auf Einreise in das Gastgeberland garantiert“, doch bislang gibt es keine Lösung für die wachsende Kluft zwischen der Teilnahme an der WM und dem tatsächlichen Zugang zum Turnier .