Statt eine eigene Chain zu betreiben, will Zerion künftig stärker darauf setzen, Zugang zu vielen bestehenden Blockchains über Wallet‑Tools und APIs zu ermöglichen.
Damit folgt das Unternehmen auch einem Trend im Ethereum‑Ökosystem: Nur wenige große Layer‑2‑Netzwerke ziehen den Großteil der Nutzer und Liquidität an.
Schon Anfang 2026 geriet das Netzwerk operativ unter Druck.
Zwischen Ende 2025 und Januar 2026 stellte Zero Network für mehr als drei Wochen die Blockproduktion ein.
Während dieser Zeit arbeitete das Team zusammen mit Infrastrukturpartnern wie Caldera und zkSync, um den Betrieb wiederherzustellen. Mitte Januar 2026 wurde die Chain schließlich neu gestartet. Laut Zerion waren die Nutzergelder während des gesamten Vorfalls sicher.
Monitoring‑Daten zeigten jedoch lange Zeiträume ohne Status‑Updates oder Proof‑Einreichungen – ein Hinweis darauf, wie schwerwiegend die Störung war.
Die genaue technische Ursache wurde nicht vollständig öffentlich erklärt. Der Vorfall verdeutlichte aber die operative Komplexität beim Betrieb einer Rollup‑basierten Blockchain.
Das Netzwerk befindet sich nun in der Abwicklungsphase.
Wer noch Assets auf Zero Network hält, muss sie spätestens bis zum 31. Juli 2026 von der Chain abziehen. Danach soll das Netzwerk keine neuen Blöcke mehr produzieren.
Wichtige Schritte:
Einzahlungen aus anderen Chains wurden bereits deaktiviert. Der einzige verbleibende Schritt für Nutzer ist also das Auszahlen bzw. Bridging der vorhandenen Assets.
In der Regel erfolgt das über:
Nach dem Abschalten der Blockproduktion könnte die Interaktion mit der Chain stark eingeschränkt oder gar unmöglich werden.
Die Einstellung von Zero Network ist kein Einzelfall. Sie spiegelt eine breitere Konsolidierung im Layer‑2‑Ökosystem von Ethereum wider.
In den vergangenen zwei Jahren sind dutzende Rollups gestartet, um Entwickler und Nutzer anzuziehen. In der Praxis konzentriert sich jedoch ein Großteil der Aktivität auf wenige dominante Netzwerke wie Base, Arbitrum und Optimism, die zusammen einen Großteil der Layer‑2‑Transaktionen verarbeiten.
Hinzu kommt ein struktureller Effekt: Ethereum‑Upgrades wie Proto‑Danksharding (EIP‑4844) haben die Datenkosten für Rollups drastisch reduziert. Das führte zu starkem Gebührenwettbewerb und erschwerte es kleineren Chains, ein nachhaltiges Geschäftsmodell zu erreichen.
Das Ergebnis ist eine schnelle Marktbereinigung: Während die Skalierungslösungen rund um Ethereum weiter wachsen, wird die Zahl unabhängiger Layer‑2‑Netzwerke vermutlich schrumpfen.
Wer noch Assets auf Zero Network hält, sollte sie möglichst frühzeitig übertragen – deutlich vor dem 31. Juli 2026.
Sobald das Netzwerk keine Blöcke mehr produziert, könnten Transaktionen, Auszahlungen oder Support deutlich komplizierter werden.
Für die Branche zeigt der Fall vor allem eines: In der schnelllebigen Krypto‑Infrastruktur überleben langfristig meist nur die Netzwerke, die genügend Nutzer, Liquidität und Entwickler anziehen können.
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