Tadej Pogačar, fünffacher Tour de France Sieger, wurde vom belgischen Sender Sporza als anonymer „Freund“ seiner Verlobten Urška Žigart an der Strecke der Tour de France Femmes interviewt. Der Rollentausch sorgte für Lacher: Pogačar spielte den ahnungslosen Partner mit Sätzen wie „Ich fahre nur zum Kaffeetrinken mit...
Forschungsantwort

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Die Tour de France Femmes 2026 bescherte der Radsportwelt einen der bezauberndsten viralen Momente der letzten Jahre. Der fünffache Tour-de-France-Sieger Tadej Pogačar, gerade selbst mit einem Rekord in Paris gefeiert, tauschte das Siegerpodest gegen einen Campingbus auf dem Col d'Èze. Dort interviewte ihn der belgische Sender Sporza – nicht als Überflieger, sondern als den anonymen „Freund“ seiner Verlobten Urška Žigart (AG Insurance-Soudal) . Das Video sprengte alle Rekorde: über 2,2 Millionen Aufrufe und 140.000 Likes auf Instagram
. Doch der Sketch ist nur die eine Seite der Medaille – die andere ist eine Geschichte von Rollentausch, Widerstandskraft und einem Comeback nach einem Kieferbruch
.
Die Idee stammte von Sporza-Reporterin Linde Merckpoel und ihrer Kollegin Marijn de Vries. Sie wollten die klassische „WAG“-Erzählung (Wives and Girlfriends) auf den Kopf stellen: Statt der Partnerinnen männlicher Athleten sollten die männlichen Partner der Fahrerinnen der Tour de France Femmes im Mittelpunkt stehen . Als das Team hörte, dass Pogačar zur Unterstützung von Žigart vor Ort sein würde, kontaktierten sie Matteo, den Pressesprecher von AG Insurance-Soudal, der sofort begeistert war
.
Am Abend vor der letzten Etappe lag die Wahrscheinlichkeit für Pogačars Teilnahme bei „55 Prozent“. Am Sonntagmorgen kam die Zusage. Das Sporza-Team fuhr zur Strecke und erhielt um 14:15 Uhr eine Standort-Pin: Pogačar würde an einer Ecke der Col-d'Èze-Steigung am Familien-Camper stehen .
Pogačar war zunächst nicht da – er war trainieren. Nach einer bangen Stunde tauchte er „wie aus dem Nichts“ auf, mit einem albernen Karnevalshut auf dem Kopf und auf seinem Regenbogen-Weltmeisterrad. Sofort umringten ihn Fans . Merckpoel fasste sich ein Herz, sprach ihn an, und als er „Sporza“ hörte, nickte er wissend und schlug vor, leise hinter dem Camper zu filmen
. Selbst dort sorgten Fans für Unterbrechungen; Žigarts Vater musste die Leute auf Abstand halten, damit das Team filmen konnte
.
Merckpoel erklärte ihm das Konzept in einer Minute: Er würde wie jeder andere anonyme Freund behandelt werden, der im Schatten seiner Partnerin steht. Pogačar „sah sofort, worauf wir hinauswollten“ . Das resultierende Interview ist ein Meisterstück trockener Komik.
Hier die Schlüsselszenen:
Auf die Frage „Fährst du auch Rad?“ antwortete Pogačar: „Ich fahre mit ihr. Manchmal setzt sie mich ab, und manchmal muss ich sie ziehen lassen. Hauptsächlich fahre ich gerne nur zum Kaffeetrinken.“
Gefragt, wie es sei, im Schatten von Žigart zu leben, sagte er: „Es ist manchmal schwierig, ‚der Freund von‘ zu sein. Ich versuche, sie so gut wie möglich zu unterstützen und ein guter Freund zu sein, aber sie ist die bessere Partnerin.“
Ganz am Ende liefert Merckpoel die Pointe: „Entschuldigung, ich habe vergessen, nach deinem Namen zu fragen?“ Der fünffache Tour-de-France-Sieger lächelt nur . Merckpoel nannte ihn „den perfekten Gegenspieler“ und betonte, dass der Ton und das Timing entscheidend waren: „Sonst ist es nur peinlich. Aber ich hatte den perfekten Gegenspieler.“
Was Pogačar nicht wusste: Sporza hatte als Überraschung ein spezielles T-Shirt vorbereitet. Auf der Vorderseite stand „HAB“ – kurz für „Husbands and Boyfriends“ – mit einem blauen Pfeil nach oben und einer Collage auf der Rückseite .
Merckpoel gab zu, dass sie unsicher war, wie er reagieren würde – schließlich würde das Shirt die Aufmerksamkeit wieder auf ihn lenken –, aber Pogačar war sofort begeistert. Er zog es an, schickte ein Selfie an Žigart und trug es den gesamten Rest der Etappe – Fotos davon gingen in den sozialen Medien viral . „Zuerst dachten wir, er tut uns nur einen Gefallen, aber er trug das Shirt die ganze Etappe“, sagte Merckpoel. „Ich denke, das ist ein Teil seines Erfolgs. Er steht mit beiden Beinen fest auf dem Boden.“
Merckpoel bezeichnete das Video später als eines der Highlights ihrer Karriere . Das „HAB“-Shirt wurde sofort zum Sammlerstück in der Radsportwelt.
Pogačar war nicht der einzige Star von UAE Team Emirates-XRG an der Strecke. Auch sein Teamkollege Isaac del Toro – der bei der Männer-Tour Gesamtdritter wurde und das Weiße Trikot gewann – war am Wochenende an der Strecke, um seine Partnerin Romina Hinojosa (Lotto-Intermarché) anzufeuern .
Hinojosa überquerte das Ziel in Nizza völlig erschöpft und wurde in der Gesamtwertung Vorletzte, schrieb aber Geschichte als die erste mexikanische Fahrerin, die die Tour de France Femmes beendete . Del Toro empfing sie am Strand, und später gingen die beiden Pizza essen
. Sporza hielt beide UAE-Stars fest, wie sie ihre Partnerinnen unterstützten, und bemerkte, dass sie „ploegmaten bij UAE en in de Tour samen op het podium“ waren – Teamkollegen bei UAE, die gemeinsam auf dem Podium der Männer-Tour standen
.
Der virale Sketch gewinnt noch mehr Tiefe, wenn man bedenkt, unter welchen Umständen Žigart überhaupt an den Start gehen konnte.
Am 18. Juni 2026 verlor Žigart auf der 2. Etappe der Tour de Suisse Women beim Überfahren einer Temposchwelle im letzten Kilometer die Kontrolle, stürzte schwer und rutschte mehrere Meter über den Asphalt . Sie wurde bewusstlos ins Krankenhaus nach Locarno eingeliefert und mit einem Kieferbruch diagnostiziert
. Erstaunlicherweise hatte sie keine weiteren schweren Verletzungen. Teammanagerin Jolien D'hoore enthüllte später, dass Žigart bewusstlos war, als sie sie erreichte, und beschrieb den Moment als „totalen Schock“
.
Da der Bruch einfach war und die Bruchstücke noch ausgerichtet waren, war keine Operation nötig . Sie war wochenlang auf flüssige Nahrung angewiesen, konnte aber innerhalb weniger Tage wieder trainieren. Nur sechs Wochen später stand sie in Lausanne an der Startlinie der Tour de France Femmes
. „Ich hatte einen Schutzengel“, sagte sie und bezeichnete ihr Überleben als „mirakulös“
.
Angesichts der Tatsache, dass sie sich noch von einem Kieferbruch erholte, bis Mitte Juli nur Flüssignahrung zu sich nehmen konnte und kaum Wettkampfvorbereitung hatte, war ein Spitzenplatz nie realistisch. Žigart beendete die Tour auf Rang 48 der Gesamtwertung und wurde 19. der Schlussetappe nach Nizza . Zudem kämpfte sie während der 3. Etappe mit einer Magen-Darm-Erkrankung, die sie auf den vorletzten Platz zurückwarf
. Allein ihre Anwesenheit, nur sechs Wochen nach einem Sturz, der weitaus schlimmer hätte enden können, wurde als bemerkenswerte Leistung angesehen. Weniger als zwei Wochen zuvor hatte sie in Paris Pogačars fünften Tour-de-France-Sieg gefeiert; nun waren die Rollen vertauscht, und Pogačar legte seine Vorbereitung auf die Vuelta a España auf Eis, um ihr als Superfan auf dem Mont Ventoux und an der Côte d'Azur zu jubeln
.
Wie Merckpoel abschließend sagte: „Ich denke, das ist ein Teil seines Erfolgs. Er steht mit beiden Beinen fest auf dem Boden.“ Das Gleiche gilt für Žigart.
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Tadej Pogačar, fünffacher Tour de France Sieger, wurde vom belgischen Sender Sporza als anonymer „Freund“ seiner Verlobten Urška Žigart an der Strecke der Tour de France Femmes interviewt.
Tadej Pogačar, fünffacher Tour de France Sieger, wurde vom belgischen Sender Sporza als anonymer „Freund“ seiner Verlobten Urška Žigart an der Strecke der Tour de France Femmes interviewt. Der Rollentausch sorgte für Lacher: Pogačar spielte den ahnungslosen Partner mit Sätzen wie „Ich fahre nur zum Kaffeetrinken mit ihr“ und bekam ein „HAB“ Shirt (Husbands and Boyfriends) geschenkt, das er den ganzen Ta...
Das virale Video ist nur die eine Seite: Žigart kämpfte sich nach einem schweren Sturz mit Kieferbruch im Juni 2026 in nur sechs Wochen zurück an den Start der Tour de France Femmes und beendete das Rennen auf Platz 48.