Oscar Piastri fuhr im Qualifying in Monza zunächst auf Rang drei. Dieser Platz blieb jedoch nicht bestehen: Wegen einer nachträglichen Strafe wurde der McLaren-Pilot um drei Positionen zurückversetzt und startete den Großen Preis von Italien nur von Platz sechs. Auslöser war eine Behinderung von Liam Lawson in Q2.
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Warum erhielt Piastri die Strafe?
Der Zwischenfall ereignete sich spät in Q2 an der ersten Schikane von Monza. Piastri kam gerade aus der Box, als Lawson auf einer schnellen Runde auf den McLaren auflief. Lawson schaffte anschließend nicht den Einzug in Q3.
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Die Rennkommissare hörten beide Fahrer sowie Vertreter von Red Bull und McLaren an. Außerdem werteten sie Positionsdaten, Videoaufnahmen, Zeiten, Telemetrie, Funkverkehr und Onboard-Bilder aus. Ihr Urteil: Piastri hatte nur begrenzte Informationen, die Behinderung sei unbeabsichtigt gewesen – aber dennoch unnötig. Deshalb verhängten sie die übliche Rückversetzung um drei Startplätze; Strafpunkte für die Superlizenz gab es nicht.
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Entscheidend ist diese Einordnung: Piastri wurde nicht vorgeworfen, Lawson absichtlich blockiert zu haben. Nach Auffassung der Stewards erfüllte die Situation dennoch den Tatbestand einer Behinderung im Qualifying.
So änderte sich die Startaufstellung
Piastri hatte sich ursprünglich hinter Pierre Gasly und George Russell als Dritter qualifiziert. Gasly sicherte sich mit 1:21,786 Minuten seine erste Poleposition in der Formel 1 und war dabei 0,060 Sekunden schneller als Russell.
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Durch Piastris Strafe lautete die Reihenfolge an der Spitze:
- Pierre Gasly
- George Russell
- Charles Leclerc
- Lewis Hamilton
- Max Verstappen
- Oscar Piastri
Leclerc, Hamilton und Verstappen profitierten jeweils von einem Platzgewinn, während Piastri von Rang drei auf Rang sechs fiel.
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Das Rennen schrieb dann seine eigene Geschichte
Die Strafe veränderte zwar den Kampf direkt hinter Gasly und Russell, doch das Rennen am Sonntag wurde von einer noch größeren Aufholjagd geprägt. WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli startete nach einer motorbedingten Gridstrafe von Platz 19 und gewann sein Heimrennen vor seinem Mercedes-Teamkollegen Russell und Max Verstappen.
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Mit diesem Sieg vergrößerte Antonelli seinen Vorsprung auf Russell in der Fahrer-WM auf 66 Punkte.
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Für Piastri war die Strafe also spürbar: Sie kostete ihn einen Platz in der zweiten Startreihe und brachte drei Konkurrenten nach vorn. Das prägende Monza-Ergebnis lieferte letztlich aber Antonelli – mit seiner Fahrt vom 19. Startplatz zum Heimsieg.