Über acht Stunden hinweg rückte die Hauptkette auf Block 961.690 vor – ein Vorsprung von 57 Blöcken – während der BIP-110-Zweig bei Block 961.633 feststeckte . Eine On-Chain-Analyse bestätigte, dass 99,85 % der Bitcoin-Rechenleistung auf der ursprünglichen Kette verblieben .
BIP-110, formal der „Reduced Data Temporary Soft Fork“, schlug eine einjährige Einschränkung der Einbettung beliebiger Daten in Bitcoin-Transaktionen vor. Konkret zielte er ab auf:
OP_RETURN-NutzlastenDer Vorschlag war als User-Activated Soft Fork (UASF) konzipiert – er stützte sich auf die Durchsetzung durch die Knoten, nicht auf die Mehrheit der Miner-Hashrate . Das verpflichtende Signalisierungsfenster lief von Block 961.632 bis 963.647. Zur Aktivierung benötigte BIP-110 55 % der Blöcke (1.109 von 2.016) innerhalb eines einzigen Schwierigkeitsanpassungszeitraums, mit Aktivierung bei Block 965.664 . Wären die Einschränkungen aktiviert worden, hätten sie nach 52.416 Blöcken (etwa einem Jahr) automatisch ausgesetzt .
BIP-110 gelang es nie, nennenswerte Miner-Unterstützung zu gewinnen. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache:
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Hashrate-Signalisierung vor dem Fork | ~0,42 %–2,64 % des gesamten Netzwerks |
| Hashrate im Moment des Forks | ~2,53 % des Netzwerks |
| Auf der Fork-Kette geschürfte Blöcke | 2 Blöcke |
| Netzwerkanteil der Fork-Kette | Effektiv 0,15 % der Hashrate |
Am 1. August 2026 – über eine Woche vor der Spaltung – erklärte der On-Chain-Tracking-Dienst Farside UK BIP-110 für „mathematisch erledigt“ und stellte fest, dass die 55-%-Schwelle nie mehr erreicht werden könne .
Die Spaltung war kurz und einseitig:
BIP-110 war hochgradig umstritten, die Kritik konzentrierte sich auf mehrere Kernpunkte:
In den verfügbaren Berichten wird kein spezifischer BTC-Kurssturz detailliert beschrieben. Das Ereignis war weithin erwartet worden, und das Scheitern des Forks war im Grunde besiegelt, sodass die allgemeinen Marktauswirkungen minimal gewesen zu sein scheinen. Die bedeutendste Marktreaktion könnte der Wertverfall von Ordinals-bezogenen Vermögenswerten und BRC-20-Tokens auf der Fork-Kette gewesen sein, obwohl spezifische Preisdaten in den verfügbaren Quellen nicht abgedeckt werden.
Die Minderheitenkette hat praktisch keine lebensfähige Zukunft: