Ein US-Kampfjet hat nach Angaben des US-Regionalkommandos CENTCOM am 10. Oktober 2026 das unter panamaischer Flagge fahrende Frachtschiff M/V Ocean Molica, auch bekannt als Arika Sun, im Golf von Oman getroffen. Das Schiff sei zuvor aus einem iranischen Hafen ausgelaufen und habe wiederholte Warnungen missachtet, als es die US-Seeblockade zu durchbrechen versucht habe, erklärte CENTCOM. Der Treffer habe den Antrieb lahmgelegt; die Besatzung sei nicht verletzt worden. Diese Angaben stammen vom US-Militär und sind in der vorliegenden Berichterstattung nicht unabhängig bestätigt.
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Was CENTCOM zum Angriff sagt
Nach Darstellung des Kommandos traf ein US-Kampfjet mit einer Präzisionsmunition das Heck des Schiffs. Dadurch sei es nicht mehr fahrtüchtig gewesen. CENTCOM erklärte, die Ocean Molica habe nach dem Verlassen eines iranischen Hafens versucht, durch die Gewässer der Region zu fahren, und ihre Besatzung habe mehrere Warnungen ignoriert.
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Eine Stellungnahme des Schiffsbetreibers ist in den verfügbaren Quellen nicht dokumentiert. Auch die Umstände des Angriffs und der behauptete Versuch, die Blockade zu umgehen, sind nicht unabhängig belegt. Die Darstellung dazu ist daher CENTCOM zuzuschreiben.
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Wie sich die gemeldeten Blockadezahlen entwickelten
CENTCOM zufolge wurde die US-Blockade iranischer Häfen am 14. Juli wieder aufgenommen. Bis zum 25. Juli meldete das Kommando, US-Kräfte hätten zwölf Handelsschiffe umgeleitet, zwei nicht kooperierende Schiffe außer Gefecht gesetzt und zwei weitere kontrolliert.
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Die gemeldete Zahl umgeleiteter Schiffe stieg danach weiter: Für den 9. Oktober nannte CENTCOM 133. In Berichten über die Aktualisierung vom 10. und 11. Oktober war von 135 umgeleiteten und insgesamt vier seit Wiederaufnahme der Blockade außer Gefecht gesetzten Handelsschiffen die Rede.
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Dabei handelt es sich um von CENTCOM veröffentlichte Zahlen, nicht um eine unabhängig überprüfte Bilanz aller Einsätze. Die konkrete Behauptung, bis zum 5. Oktober seien 130 Schiffe zurückgeschickt worden, wird durch die vorliegenden Berichte nicht belegt.
Streit um die Schifffahrt in der Straße von Hormus
Der Vorfall mit der Ocean Molica ereignete sich vor dem Hintergrund konkurrierender Beschränkungen für die Schifffahrt in der Region: Berichte beschreiben sowohl iranische Maßnahmen zur Kontrolle des Verkehrs durch die Straße von Hormus als auch die US-Blockade iranischer Häfen.
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Am 9. Oktober erklärte die iranische Revolutionsgarde, sie habe den LPG-Tanker NV Sunshine angegriffen. Das Schiff habe eine Route südlich der Meerenge genutzt, die Iran als nicht genehmigt bezeichnete. Die Revolutionsgarde sprach von einem Brand; der Angriff wurde in der Berichterstattung als nicht unabhängig bestätigt eingeordnet.
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47 Separat wurde berichtet, dass der kommerzielle Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Monaten gefallen sei, während die Zahl der Tankerangriffe den höchsten Stand seit Kriegsbeginn erreicht habe.
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Die beiden Vorfälle betreffen unterschiedliche Schiffe und beruhen auf unterschiedlichen offiziellen Darstellungen. Im Fall der Ocean Molica erklärte CENTCOM, US-Kräfte hätten ein Schiff gestoppt, das die US-Blockade zu umgehen versucht habe. Im Fall der NV Sunshine beanspruchte Irans Revolutionsgarde einen Angriff wegen der Route des Schiffs für sich. Die verfügbaren Belege bestätigen nicht unabhängig sämtliche Angaben der beiden Militärbehörden.