Ubisoft hat am 14. Oktober 2026 bei seinem Studio in Singapur 70 Stellen gestrichen. Das entspricht etwa einem Fünftel der dortigen Belegschaft. Der französische Spielekonzern begründete den Schritt mit einer Anpassung an den kommenden Produktionsbedarf und betonte, dass Singapur ein wichtiger Teil des globalen Produktionsnetzwerks bleibe. Berichte ordnen die Kürzungen in einen größeren Sparkurs und eine Restrukturierung ein. Belege dafür, dass KI der Auslöser war, liegen nicht vor.
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Was Ubisoft mitteilte – und was offenbleibt
Ubisoft beschrieb die Maßnahme als Neuausrichtung der Produktion. Eine vollständige Aufschlüsselung der gestrichenen Stellen veröffentlichte das Unternehmen in den vorliegenden Berichten nicht. Laut einem Bericht waren Beschäftigte aus Design, Kunst, Produktion und Programmierung betroffen. Das ist eine journalistische Einordnung, keine von Ubisoft bestätigte Liste nach Berufsgruppen.
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Auch Auswahlkriterien, konkrete Abfindungsbedingungen und mögliche weitere Einschnitte in Singapur wurden in der zitierten Berichterstattung nicht offengelegt. Diese Punkte sind daher ungeklärt und sollten nicht als bekannt vorausgesetzt werden.
Finanzdruck als Erklärung – nicht KI
Als offiziellen Grund nannte Ubisoft die Anpassung an den Produktionsbedarf. Unabhängig davon beschreiben Medien die Stellenstreichungen als Teil der Bemühungen, Kosten zu senken und wieder profitabel zu werden. Fachleute verwiesen laut The Straits Times auf die finanzielle Lage des Unternehmens und nicht auf KI.
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Wichtig ist die Unterscheidung: Ubisoft nannte KI nicht als Grund für den Stellenabbau. Eine Auswertung fand zudem keine glaubwürdige Berichterstattung und keine namentlich genannten Analysten, die diese Kürzungsrunde mit KI in Verbindung brachten. Die belegbare Aussage lautet deshalb: Ein KI-bedingter Stellenabbau ist nicht nachgewiesen. Das bedeutet nicht, dass KI keinerlei indirekte Auswirkungen auf die Spielebranche haben kann.
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Parallel dazu schlug Ubisoft vor, sein finnisches Studio RedLynx zu schließen, das für die Trials-Reihe bekannt ist. Bis zu 52 Stellen könnten betroffen sein. Der Vorschlag unterliegt Verhandlungen vor Ort und ist deshalb nicht als bereits vollzogene Schließung zu beschreiben.
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Erfolgreicher Spielestart, trotzdem weniger Stellen
Die Kürzungen erfolgten etwa drei Monate nach dem Start von Assassin’s Creed Black Flag Resynced. Laut The Verge teilte Ubisoft mit, das Spiel habe 3,5 Millionen Exemplare verkauft und die Jahreserwartungen bereits in den ersten 14 Tagen übertroffen. Der zeitliche Zusammenhang fällt auf, erklärt aber für sich genommen nicht die Personal- oder Finanzentscheidungen des Konzerns insgesamt.
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Ubisoft zufolge bleibt das Studio in Singapur ein wichtiger Teil der globalen Produktionsorganisation. Angekündigt wurde damit ein Stellenabbau, nicht die Schließung des Standorts.
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Welche Unterstützung für Betroffene genannt wurde
Der Nationale Gewerkschaftskongress Singapurs (NTUC) erklärte, Ubisoft sei kein gewerkschaftlich organisiertes Unternehmen. Einige Beschäftigte seien jedoch Mitglied der Creative Media and Publishing Union (CMPU). Die Gewerkschaft nahm demnach Kontakt zu betroffenen Mitgliedern auf und bot über das NTUC-Netzwerk Karriereberatung und Unterstützung bei der Jobsuche an.
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Berichten zufolge arbeitete Ubisoft außerdem mit Beschäftigungs- und Arbeitsvermittlungsorganisationen in Singapur zusammen, darunter e2i, um Betroffene bei der Suche nach neuen Stellen zu unterstützen.
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35 Die vorliegenden Berichte nennen weder die individuellen Abfindungspakete noch sämtliche Teilnahmebedingungen für Unterstützungsangebote. Betroffene sollten diese Details daher direkt beim Arbeitgeber und den zuständigen Organisationen erfragen.
Fragen zu staatlicher Förderung bleiben offen
Eine parlamentarische Anfrage betraf staatliche Unterstützung für Ubisoft Singapore, mögliche Auflagen und Mechanismen zur Rückforderung von Fördermitteln. Der verfügbare Auszug belegt, dass diese Fragen gestellt wurden. Er reicht jedoch nicht aus, um konkrete Förderbedingungen festzustellen oder zu beurteilen, ob eine Auflage verletzt wurde. Der Stellenabbau allein belegt weder einen Verstoß noch eine Rückzahlungspflicht.
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Für die betroffenen Beschäftigten bleiben vor allem drei Punkte offen: welche konkreten Rollen und Teams betroffen waren, welche Leistungen einzelne Mitarbeitende erhalten und ob weitere Änderungen am Standort geplant sind. Ubisoft verweist öffentlich auf den Produktionsbedarf; die Berichterstattung stellt die Kürzungen in einen größeren finanziellen Umbau. Viele individuelle Fragen sind damit weiterhin unbeantwortet.
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