Song Yadong hat in Shanghai den größten Sieg seiner bisherigen UFC-Karriere gefeiert. Der Chinese schlug Umar Nurmagomedov im Hauptkampf von UFC Fight Night 286 bei 1:48 Minuten der zweiten Runde k.o. – obwohl er als Beinahe-5:1-Außenseiter in den Kampf gegangen war. Nurmagomedov galt als einer der führenden Titelanwärter im Bantamgewicht.
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Der Überraschungssieg bringt Song mitten in die Diskussion um den nächsten Titelkampf. Automatisch ist ihm der Zuschlag aber nicht sicher: Sean O’Malley pocht weiterhin auf einen Rückkampf gegen Petr Yan, außerdem steht die geplante Trilogie zwischen Yan und Merab Dvalishvili im Raum.
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So kam es zum K.-o.
Nurmagomedov setzte Song in der Anfangsrunde immer wieder mit seinem Ringen unter Druck und suchte nach Takedowns. Song verteidigte die Ansätze jedoch. Die entscheidende Szene folgte in der zweiten Runde, als Nurmagomedov für einen weiteren Level Change nach unten ging.
Song traf ihn mit einem kurzen rechten Uppercut beziehungsweise einer rechten Innenhand seitlich am Kopf nahe dem Ohr. Nurmagomedov verlor sofort das Bewusstsein und fiel zu Boden. Song setzte mit mehreren Schlägen nach, ehe der Ringrichter den Kampf bei 1:48 Minuten der zweiten Runde abbrach.
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Es war der erste K.-o.-Verlust in Nurmagomedovs Profikarriere. Seine Bilanz steht nun bei 20 Siegen und zwei Niederlagen.
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Emotionale Rückkehr in Shanghai
Nach dem Abbruch sprintete Song unter dem Jubel der Zuschauer durch das Octagon. Berichte bezeichneten den Erfolg als den größten Moment seiner fast neun Jahre langen UFC-Zeit – und als Meilenstein für einen chinesischen Kämpfer vor heimischem Publikum.
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Anschließend forderte Song seine Chance auf den UFC-Titel. Sein Ziel sei es, Chinas erster männlicher UFC-Champion zu werden. Außerdem betonte er, dass er und sein Team fest an den Sieg geglaubt und sich entsprechend vorbereitet hätten.
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Die UFC belohnte den Auftritt mit einem Performance-of-the-Night-Bonus von 100.000 US-Dollar.
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Aufregung nach dem Kampf
Die Feierlichkeiten wurden kurzzeitig angespannt, als Song an der Ecke von Nurmagomedov vorbeikam. Auf Videoaufnahmen schien Umar Nurmagomedovs Bruder Usman Nurmagomedov eine Rückwärts-Ellenbogenbewegung in Richtung Song zu machen. Die Bewegung traf nicht. Berichten zufolge hielt Khabib Nurmagomedov Usman zurück und half dabei, eine weitere Eskalation zu verhindern.
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Die vorliegenden Berichte belegen jedoch keine offizielle Feststellung, dass Usman Song absichtlich schlagen wollte. Die vorsichtigste Einordnung lautet daher: eine offenbar drohende oder möglicherweise als Schlag gedachte Bewegung in einer chaotischen Szene nach dem Kampf – kein bestätigter Angriff und kein bekanntes offizielles Disziplinarurteil.
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Bekommt Song den nächsten Titelkampf?
Song hat nun ein außergewöhnlich starkes Argument: Er stoppte einen hoch angesehenen Anwärter eindrucksvoll, schaffte das als großer Außenseiter und bietet der UFC zugleich einen besonders vermarktbaren Herausforderer für den chinesischen Markt. Eine Titelchance ist trotzdem nicht automatisch garantiert.
Song verlor zuvor nach Punkten gegen Petr Yan und Sean O’Malley – zwei Namen, die weiterhin im Zentrum des Titelbildes stehen. O’Malley argumentierte, ein Rückkampf gegen Yan müsse Vorrang haben. Schon vor dem Shanghai-Kampf wurde er als führende Option gehandelt, falls Yan seinen Titel behalten sollte.
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Ein weiterer entscheidender Faktor ist die geplante Trilogie zwischen Yan und Merab Dvalishvili bei UFC 333. Sollte Dvalishvili gewinnen, wäre Songs Anspruch auf einen Kampf gegen den neuen Champion besonders überzeugend. Behält Yan den Gürtel, könnte O’Malley wegen seines früheren Sieges über Yan und der offenen Vorgeschichte weiterhin vor Song in der Warteschlange stehen. Falls die UFC Song nicht direkt um den Titel kämpfen lässt, wäre auch ein Duell zwischen Song und O’Malley um die nächste Herausforderung denkbar.
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Die klare Schlussfolgerung lautet deshalb: Song hat sich mit Nachdruck in die Titeldebatte gezwungen. Ob daraus tatsächlich ein Vertrag für einen Titelkampf wird, hängt vom Ausgang des nächsten Titelduells und von der Entscheidung der UFC über einen möglichen Rückkampf ab.
Was die Niederlage für Umar bedeutet
Für Umar Nurmagomedov ist die Niederlage ein schwerer Rückschlag, aber kein Karriereende. Es war erst die zweite Niederlage seiner Profikarriere; zuvor hatte er gegen Merab Dvalishvili nach Punkten verloren.
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Der klare K.-o.-Verlust dürfte ihn zunächst aus dem unmittelbaren Titelrennen nehmen. Wahrscheinlich benötigt Nurmagomedov mindestens einen weiteren hochkarätigen Sieg, um sich erneut für einen Titelkampf zu empfehlen. Das ist eine Einschätzung der möglichen Matchmaking-Folgen, keine offiziell verkündete Entscheidung der UFC.
Für Song ist die Bedeutung des Abends dagegen unmissverständlich: ein K.-o. vor heimischem Publikum, ein sechsstelliger Bonus und die bislang stärkste Forderung nach einer UFC-Titelchance.