Im siebten Monat des Iran-Kriegs zeichnete sich kein Durchbruch zum Frieden ab. Stattdessen verschärfte sich der Kampf um Energie- und Schifffahrtswege: Teheran wies den Eindruck zurück, es strebe dringend Verhandlungen an; Gespräche über die Straße von Hormus wurden vertagt; zugleich erhöhten Huthi-Vorstöße am Roten Meer das Risiko für die regionale Energieversorgung.
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Teheran widerspricht Erwartungen eines schnellen Deals
US-Präsident Donald Trump erklärte, er rechne mit einem Ende des Krieges nach den US-Zwischenwahlen im November und sehe Iran unter wachsendem Druck. Iran hatte dagegen erklärt, keine Wiederaufnahme von Friedensgesprächen anzustreben – ein deutlicher Gegensatz zu Trumps öffentlichem Optimismus.
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Trump brachte außerdem die Möglichkeit auf, die Vereinigten Staaten könnten nach dem Krieg im Iran bleiben und das Öl „behalten“. Dabei zog er einen Vergleich mit der von Washington angekündigten Ölvereinbarung mit Venezuela.
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Das Weiße Haus beschrieb die Venezuela-Vereinbarung als Mehrheitskontrolle der USA über mehr als 65 Milliarden Barrel nachgewiesener venezolanischer Ölreserven. Venezuela erklärte, die Vereinbarung betreffe 17 Felder und nannte erwartete Investitionen sowie Steuereinnahmen; der vollständige Vertragstext war laut Berichten jedoch nicht veröffentlicht.
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32 Öffentliche Bedingungen für eine vergleichbare Ölvereinbarung mit Iran wurden in der vorliegenden Berichterstattung nicht genannt.
Diplomatie über Hormus kommt nicht voran
Die Straße von Hormus blieb der entscheidende maritime Engpass des Konflikts. Vor dem Krieg verliefen dort rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gastransporte; Militäroperationen und Beschränkungen für die Schifffahrt haben den Transit erheblich beeinträchtigt.
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Oman sollte Gespräche zwischen Iran und den arabischen Golfstaaten über mögliche Regelungen für Hormus ausrichten. Das Treffen wurde verschoben, ein Ersatztermin wurde nicht bekannt gegeben. Damit fiel das unmittelbarste diplomatische Forum zur Zukunft der Wasserstraße vorerst aus.
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Iran erklärte zudem, die Revolutionsgarden hätten über der Meerenge eine MQ-1-Drohne zerstört. Diese Darstellung wurde in den zitierten Berichten nicht unabhängig bestätigt.
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Huthi-Gewinne eröffnen zusätzliche Front am Roten Meer
Der Druck auf den Energiehandel beschränkte sich nicht mehr auf Hormus. Iran-nahe Huthi-Kräfte nahmen nach Angaben von Reuters zitierter Militärquellen die jemenitische Hafenstadt Mokha ein und rückten auf strategische Inseln im Roten Meer vor. Dadurch verbesserten sie ihre Position nahe der Meerenge Bab al-Mandab – dem südlichen Zugang zum Roten Meer und einer wichtigen Route für saudische Exporte.
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Anschließend erklärten die Huthi, sie hätten die saudische Luftwaffenbasis Khamis Mushait mit Raketen und Drohnen angegriffen. Nach Reuters-Angaben sagte die Gruppe, sie habe Hangars, Radaranlagen, Start- und Landebahnen sowie Munitionsdepots als Reaktion auf saudische Luftangriffe im Jemen ins Visier genommen.
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Die strategische Folge liegt auf der Hand: Werden sowohl Hormus als auch Bab al-Mandab beeinträchtigt, geraten zwei zentrale Seewege zugleich unter Druck. Das verstärkte die Sorge um die Widerstandsfähigkeit regionaler Öl- und Treibstoffexporte.
Märkte reagieren auf die Eskalation
Die Rohölpreise stiegen im Zuge der Verschärfung auf mehr als 100 US-Dollar je Barrel. Nach einer Reuters-Analyse lagen die regionalen Exporte von Diesel, Benzin und Kerosin laut Schätzungen der Internationalen Energieagentur nahezu 60 % unter dem Vorkriegsniveau. Besonders anfällig waren damit raffinierte Kraftstoffe.
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Der durchschnittliche Dieselpreis in den USA überschritt nach Reuters am 10. September erstmals 6 US-Dollar je Gallone.
34 Zuvor hatte Brent bei 101,21 US-Dollar je Barrel geschlossen – der höchste Schlussstand seit dem 22. Mai. Der landesweite US-Dieseldurchschnitt erreichte laut von CNN berichteten AAA-Daten 5,94 US-Dollar je Gallone.
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Diese Preise belegen nicht eine einzelne Ursache. Die Berichte stellen den Anstieg jedoch durchgehend in Zusammenhang mit Unsicherheit über Schifffahrt, Energieinfrastruktur und die Möglichkeit weiterer Angriffe am Golf und im Roten Meer.
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Warum der siebte Monat entscheidend war
Mitte September hing die weitere Entwicklung nicht allein von direkten militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und Iran ab. Entscheidend war auch, ob Hormus wieder geöffnet werden könnte, ob Huthi-Gewinne die Schifffahrt am Roten Meer stärker gefährden und ob Energieinfrastruktur trotz Angriffen betriebsfähig bleiben würde.
Trumps Vorhersage eines Kriegsendes nach den Zwischenwahlen und deutlich sinkender Benzinpreise blieb eine Prognose, keine Vereinbarung. Die verfügbare Berichterstattung zeigte dagegen anhaltende militärische Aktivität, ein verschobenes Diplomatie-Treffen und Energiemärkte, die sich auf eine längere und volatilere Konfliktphase einstellten.
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