Am 22. August 2026 nutzten Angreifer eine Schwachstelle in der LayerZero basierten SAND Bridge von The Sandbox auf Base und der BNB Smart Chain aus.
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What happened in The Sandbox’s SAND token bridge exploit—including how attackers used LayerZero’s approveAndCall delegate-permission vulnera. Article summary: On August 22, The Sandbox’s LayerZero-powered SAND bridge on Base and BNB Smart Chain was exploited to create unbacked SAND. The incident was contained, but the headline “$49 billion” figure refers to the notional value . Topic tags: general, general web, user generated. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with fa
Am 22. August 2026 hat The Sandbox eine Schwachstelle in seiner SAND-Cross-Chain-Bridge auf Base und der BNB Smart Chain eingedämmt. Angreifer nutzten kompromittierte Berechtigungen von LayerZero, um ungedeckte SAND-Token zu prägen. Die Schlagzeile von „knapp 49 Milliarden US-Dollar“ klingt dramatisch, darf aber nicht mit gestohlenem Geld oder tatsächlich ausgezahlten Vermögenswerten verwechselt werden.
Betroffen war die LayerZero-basierte Bereitstellung des SAND Omnichain Fungible Token auf Base und der BNB Smart Chain. Nach Angaben des Sicherheitsunternehmens Blockaid missbrauchten die Angreifer die Funktion approveAndCall, um Delegate-Berechtigungen im Zusammenhang mit der Bridge zu übernehmen. Diese Autorisierung ermöglichte wiederholte, nicht genehmigte Ausgaben der Cross-Chain-Repräsentation von SAND.
Es handelte sich damit vor allem um einen Fehler bei der Token-Ausgabe – nicht um einen gemeldeten Angriff auf die individuellen Wallets der Nutzer. Der Exploit war auf die SAND-Bereitstellungen auf Base und der BNB Smart Chain begrenzt. SAND auf Ethereum und Polygon war laut The Sandbox nicht betroffen.
Blockaid meldete, dass über mehr als 400 Transaktionen SAND-Token mit einem Nennwert von rund 49 Milliarden US-Dollar geschaffen wurden. „Nennwert“ bedeutet hier, dass die Menge der neu erzeugten Token mit dem jeweiligen Marktpreis bewertet wird. Die Zahl zeigt jedoch nicht, dass alle Token zu diesem Preis verkauft werden konnten.
Neu geschaffene Token können auf dem Papier einen enormen Wert haben, obwohl die vorhandene Liquidität nicht ausreicht, um größere Mengen ohne starken Preisverfall zu verkaufen. Nach Bekanntwerden des Exploits begrenzten zudem die Abschaltung der Bridge, Einschränkungen bei Börsen, aufgesplitterte Liquidität und das gesunkene Marktvertrauen den Betrag, den ein Angreifer möglicherweise realisieren konnte.
Andere On-Chain-Auswertungen nannten rund 14,9 Milliarden SAND auf Adressen, die den Angreifern zugerechnet wurden. Ein separater Bericht kam zu dem Schluss, dass der tatsächlich abgeflossene Betrag deutlich unter der Schlagzeilensumme lag. Diese Angaben messen unterschiedliche Dinge: neu geschaffene Token, Wallet-Guthaben sowie realisierte oder potenziell realisierbare Erlöse. Sie sind deshalb nicht als austauschbare Verlustschätzungen zu verstehen.
Die vorliegenden Belege ergeben bislang keine einheitliche, unabhängig bestätigte Endsumme der tatsächlich extrahierten Vermögenswerte. Die vorsichtigste Schlussfolgerung lautet daher: Die unerlaubte Token-Ausgabe war nominal gewaltig, der wirtschaftliche Schaden aber deutlich kleiner als 49 Milliarden US-Dollar.
The Sandbox bezifferte die unmittelbaren Auswirkungen auf weniger als 0,01 Prozent des gesamten SAND-Bestands von 3 Milliarden Token. Sicherheitsunternehmen und On-Chain-Analysten stellten dagegen die Zahl der unerlaubt geprägten Token oder die Guthaben auf mutmaßlichen Angreifer-Adressen in den Mittelpunkt.
Diese Aussagen müssen sich nicht widersprechen, weil sie unterschiedliche Messgrößen verwenden:
Solange The Sandbox keinen ausführlichen Abschlussbericht und keine vollständige Abrechnung veröffentlicht hat, sollten diese Zahlen als unterschiedliche Messungen desselben Vorfalls dargestellt werden – nicht als eine bereits abschließend abgestimmte Schadenssumme.
The Sandbox erklärte, die Schwachstelle behoben und den Vorfall unter Kontrolle gebracht zu haben. Transfers über die betroffenen Cross-Chain-Bridges wurden blockiert; das Bridging zwischen Base, der BNB Smart Chain und dem SAND-System wurde deaktiviert. Ethereum und Polygon blieben nach Angaben des Projekts unbeeinträchtigt.
Das Projekt kündigte außerdem an, Liquiditätspositionen zu einem bestimmten Zeitpunkt zu erfassen, betroffene Liquiditätsanbieter zu berücksichtigen und einen detaillierten Post-Mortem-Bericht zu veröffentlichen. Zum Zeitpunkt der verfügbaren Berichte waren die endgültigen Regeln für Anspruchsberechtigung, Entschädigung und Auszahlung jedoch noch nicht öffentlich festgelegt.
Für Nutzer ist deshalb wichtig, zwischen der technischen Eindämmung und einem möglichen späteren Entschädigungsprogramm zu unterscheiden. Eine pausierte Bridge verhindert zwar die weitere Nutzung des gemeldeten Angriffswegs. Sie klärt aber nicht automatisch, welchen Wert bereits geschaffene Token haben oder wie Verluste von Liquiditätsanbietern ausgeglichen werden.
Der Vorfall löste insbesondere bei südkoreanischen Kryptobörsen Vorsichtsmaßnahmen aus. Bithumb setzte Ein- und Auszahlungen für SAND aus. Upbit veröffentlichte wegen ungewöhnlicher On-Chain-Aktivitäten eine Handelswarnung und verwies auf mögliche stärkere Kursschwankungen.
Einige Berichte beschrieben den SAND-Kurs während des Vorfalls als vergleichsweise stabil, statt einen unmittelbaren Absturz zu melden. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Exploit wirtschaftlich folgenlos war. Börsenbeschränkungen sowie geringe oder isolierte Liquidität können die Preisfindung verzögern. Die längerfristigen Auswirkungen hängen davon ab, wie mit den unerlaubt geschaffenen Token und den betroffenen Liquiditätspools umgegangen wird.
Der SAND-Vorfall und der KelpDAO-Exploit vom 18. April 2026 betrafen beide Anwendungen mit LayerZero-basierter Cross-Chain-Infrastruktur. Die gemeldeten Fehlermechanismen waren jedoch unterschiedlich.
Bei KelpDAO wurde die Infrastruktur eines LayerZero Decentralized Verifier Network kompromittiert. Zusätzlich setzte KelpDAO bei der rsETH-Bridge auf eine Konfiguration mit nur einem Verifizierer. Eine gefälschte Cross-Chain-Nachricht führte dazu, dass die Bridge 116.500 rsETH im damaligen Wert von rund 292 Millionen US-Dollar freigab. LayerZero bezeichnete den Vorfall als auf die rsETH-Konfiguration von KelpDAO begrenzt.
Beim SAND-Ereignis standen dagegen delegierte Contract-Berechtigungen und der Missbrauch von approveAndCall im Mittelpunkt, wodurch eine nicht genehmigte Token-Ausgabe möglich wurde. Der Unterschied ist entscheidend: Die beiden Vorfälle zeigen verschiedene Risiken in Cross-Chain-Systemen – bei KelpDAO in der Verifizierungsinfrastruktur, bei The Sandbox in der Gestaltung von Berechtigungen und privilegierten Minting-Pfaden. Die verfügbaren Belege zeigen nicht, dass beide Angriffe durch ein und denselben Fehler im LayerZero-Protokoll verursacht wurden.
Die zentrale Unterscheidung lautet: geschaffene Token, gehaltene Token und tatsächlich extrahierter Wert sind drei verschiedene Größen. Eine fehlerhafte Bridge kann eine riesige nominelle Menge erzeugen, ohne dass der Angreifer daraus einen gleich hohen Betrag in verkäuflichen Vermögenswerten machen kann. Umgekehrt kann auch eine kleinere Ausgabe von Token Liquiditätsanbieter und Marktvertrauen erheblich schädigen, wenn sie wertvolle Pools destabilisiert oder andere Assets abzieht.
Für Nutzer sind vor allem drei Fragen relevant: Welche Chain und welcher Contract waren betroffen? Sind Ein- und Auszahlungen weiterhin pausiert? Hat das Projekt klare Regeln für Anspruchsberechtigung und Wiederherstellung veröffentlicht? Entwickler sollten jede delegierte Berechtigung, jeden privilegierten Minting-Pfad und jede Autorisierungsgrenze zwischen Blockchains kritisch prüfen – nicht nur die Ebene der Nachrichtenverifizierung.
Studio Global AI
Diese Seite enthält eine quellengestützte Antwort, die Sie in Studio Global fortsetzen können.
Am 22. August 2026 nutzten Angreifer eine Schwachstelle in der LayerZero basierten SAND Bridge von The Sandbox auf Base und der BNB Smart Chain aus.
Am 22. August 2026 nutzten Angreifer eine Schwachstelle in der LayerZero basierten SAND Bridge von The Sandbox auf Base und der BNB Smart Chain aus. Durch kompromittierte Delegate Berechtigungen und die Funktion approveAndCall konnten sie in mehr als 400 Transaktionen ungedeckte SAND Token ausgeben.
Die häufig genannte Summe von knapp 49 Milliarden US Dollar beschreibt den Nennwert der geschaffenen Token – nicht den bestätigten finanziellen Verlust.