Ein gemeldeter Fehler in der Elements Software erlaubte es Akteuren, die sich selbst als „White Hats“ bezeichnen, ungedeckte L BTC zu erzeugen und rund 4.000 BTC einzulösen – etwa 95 % der zuvor rund 4.200 BTC umfasse... Weder der Bitcoin Konsens noch der Peg out Authorization Key (PAK) von SideSwap wurden nach Anga...
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What happened in the Liquid Network exploit—including how a bug in the Elements software allowed self-described white-hat hackers to mint un. Article summary: Liquid’s September 2026 incident was an inflation-and-redemption failure, not a compromise of Bitcoin itself or of SideSwap’s authorization key. Attackers who called themselves “white hats” exploited an Elements software. Topic tags: general, general web, user generated. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with fa
Der Sicherheitsvorfall bei Liquid im September 2026 war kein Angriff auf den Bitcoin-Konsens selbst. Betroffen war vielmehr die Mechanik, die L-BTC vollständig durch Bitcoin decken soll. Unbekannte Akteure, die sich selbst als „White Hats“ bezeichneten, sollen einen Fehler in der für Liquid verwendeten Elements-Software ausgenutzt haben. Dadurch konnten sie L-BTC erzeugen, ohne dass entsprechend BTC als Reserve hinterlegt waren – und diese anschließend über den normalen Auszahlungsweg gegen echte Bitcoin aus der Wallet der Liquid-Föderation einlösen. 14
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Etwa 4.000 BTC verließen so die Reserve: rund 95 % des vorherigen Bestands von ungefähr 4.200 BTC. Zum damaligen Zeitpunkt wurde der Abfluss mit etwa 320 Millionen US-Dollar bewertet. 12
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L-BTC ist ein auf Liquid ausgegebener Bitcoin-Anspruch. Im vorgesehenen Modell werden BTC auf der Bitcoin-Hauptchain verwahrt; auf Liquid zirkuliert im Gegenzug die gleiche Menge L-BTC. Wer L-BTC über einen sogenannten Peg-out einlöst, erhält dafür BTC aus der Reserve der Föderation auf der Bitcoin-Blockchain.
Nach den Berichten brach der Exploit genau die erste Hälfte dieses Versprechens: Die Schwachstelle ermöglichte die Ausgabe ungedeckter L-BTC. Die Akteure reichten anschließend rund 4.000 L-BTC beim Peg-out-Service von SideSwap ein. SideSwap bearbeitete den Auftrag im üblichen Autorisierungsverfahren, verbrannte die erhaltenen L-BTC auf Liquid, und die Föderation zahlte 3.996 BTC an die angegebene Bitcoin-Adresse aus. 35
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Entscheidend ist dabei: Liquid erklärte, der Peg-out Authorization Key (PAK) von SideSwap sei zwar bei der Einlösung verwendet, aber nicht kompromittiert worden; das gelte auch für andere Schlüssel der Föderation. Das Problem bestand demnach darin, dass das System die unrechtmäßig erzeugten L-BTC vor der Einlösung nicht von regulären L-BTC unterscheiden konnte. 33
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Der berichtete Ablauf lässt sich in vier Schritten zusammenfassen:
Der Peg-out-Mechanismus funktionierte damit technisch wie vorgesehen – aber auf Grundlage eines wirtschaftlich ungültigen Inputs. Ein normal wirkender Rücktausch wandelte einen nicht gedeckten Sidechain-Anspruch in BTC aus der endlichen Reserve auf der Bitcoin-Hauptchain um.
Die Partei, die die BTC kontrollierte, nutzte Bitcoin-Transaktionen mit OP_RETURN-Daten für öffentliche Nachrichten. Darin bezeichnete sie sich unter anderem als „whitehats“. Blockstream antwortete nach eigenen Angaben mit einer PGP-signierten Nachricht auf der Blockchain, nachdem die Bridge-Nodes gepatcht worden waren. 7
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Am 7. September wurden 3.400 BTC an die Liquid-Peg-Adresse zurücküberwiesen. An der Adresse der kontrollierenden Partei blieben etwa 598,5 BTC zurück – ungefähr 15 % des abgezogenen Betrags. Zeitgenössische Berichte bezifferten diesen Rest auf rund 47 bis 48 Millionen US-Dollar. 44
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Die Bezeichnung „White Hat“ ist dabei lediglich die Selbstdarstellung der Akteure, keine feststehende rechtliche oder sicherheitstechnische Einordnung. Der einbehaltene Betrag wurde vielfach als implizite Prämie beziehungsweise Finderlohn interpretiert. Ein vereinbartes Bug-Bounty-Programm ist durch die vorliegenden Berichte jedoch nicht belegt. 44
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Zur Eindämmung deaktivierte Liquid Bridge-Nodes und stoppte neue Transaktionen. Börsen wurden informiert, L-BTC-Ein- und Auszahlungen auszusetzen oder sich darauf vorzubereiten. Liquid wies zugleich darauf hin, dass Wallets im Netzwerk während der Wiederherstellung beeinträchtigt sein würden. 12
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Die Unterbrechung begrenzte weitere Bridge-Aktivitäten, machte aber auch das Vertrauensmodell sichtbar: Liquid ist ein föderiertes System, dessen Betreiber im Notfall operativ eingreifen können. Das kann bei der Eindämmung helfen, unterscheidet sich jedoch grundlegend vom erlaubnisfreien Konsensmodell von Bitcoin.
Andere auf der Sidechain ausgegebene Vermögenswerte – darunter USDT, DePix und tokenisierte Real-World-Assets (RWA) – seien laut Liquid nicht unmittelbar von diesem Exploit betroffen gewesen. Die direkte Belastung traf vor allem L-BTC-Inhaber sowie Dienste, die von L-BTC-Einzahlungen, -Auszahlungen oder Peg-Vorgängen abhingen. 11
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Das zentrale wirtschaftliche Versprechen von Liquid lautet: Jeder L-BTC ist eins zu eins durch BTC in Verwahrung der Föderation gedeckt. Bitcoin selbst erzwingt diese Beziehung nicht. Sie hängt davon ab, dass die Ausgaberegeln und Validierungslogik von Liquid korrekt arbeiten, die Föderation ihre Reserven und Signaturen sicher verwaltet und Peg-in- wie Peg-out-Prozesse lückenlos zusammenspielen.
Der Vorfall zeigt, weshalb jede Stufe dieser Kette entscheidend ist. Starke Verwahrung oder eine korrekt ausgestellte Peg-out-Autorisierung reichen nicht aus, wenn ein Fehler bei der Ausgabe einen gefälschten Anspruch ins System lässt. Sobald diese ungedeckten L-BTC zur Einlösung akzeptiert wurden, konkurrierten sie mit legitim ausgegebenen L-BTC um dieselbe begrenzte BTC-Reserve. 14
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Die Sicherheitsregel ist einfach formuliert, aber schwer vollständig umzusetzen: Jede einlösbare Einheit eines gedeckten oder „gewrappten“ Assets muss nachprüfbar besichert sein. Und das Einlösungssystem muss Einheiten ablehnen, deren Ausgabe gegen diese Deckungsregel verstößt.
Der Liquid-Vorfall war kein klassischer Diebstahl privater Schlüssel. Im Mittelpunkt standen Software-Validierung und Einlösungsinfrastruktur – eine Angriffsfläche, die für Kryptosysteme zunehmend wichtig wird.
CertiK meldete für das erste Halbjahr 2026 Verluste von mehr als 1,31 Milliarden US-Dollar in 344 Sicherheitsvorfällen. Bereinigt um den außergewöhnlichen Bybit-Hack im Vergleichszeitraum des Vorjahres lagen die Verluste laut Bericht rund 28 % höher. 19 CoinGecko zählte zwischen Januar 2025 und Juli 2026 separat 3,63 Milliarden US-Dollar an entwendeten Werten in 245 dokumentierten Sicherheitsvorfällen. Zu den wesentlichen Ursachen zählten Supply-Chain-Angriffe, Smart-Contract-Exploits und gestohlene Schlüssel.
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Die Lehre aus Liquid reicht damit über eine einzelne Sidechain hinaus: Systeme, die Werte über Brücken übertragen, abbilden oder einlösen, müssen ihre Deckungsannahmen Ende zu Ende prüfen. Ein einzelner Fehler bei der Ausgabevalidierung kann aus einem scheinbar legitimen Einlösungsmechanismus den Weg machen, über den Reservewerte das System verlassen.
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Ein gemeldeter Fehler in der Elements Software erlaubte es Akteuren, die sich selbst als „White Hats“ bezeichnen, ungedeckte L BTC zu erzeugen und rund 4.000 BTC einzulösen – etwa 95 % der zuvor rund 4.200 BTC umfasse...
Ein gemeldeter Fehler in der Elements Software erlaubte es Akteuren, die sich selbst als „White Hats“ bezeichnen, ungedeckte L BTC zu erzeugen und rund 4.000 BTC einzulösen – etwa 95 % der zuvor rund 4.200 BTC umfasse... Weder der Bitcoin Konsens noch der Peg out Authorization Key (PAK) von SideSwap wurden nach Angaben von Liquid kompromittiert; die Schwachstelle lag in der Validierung der zuvor erzeugten L BTC.
Liquid stoppte Bridge Aktivitäten und neue Transaktionen. Später gingen 3.400 BTC zurück, während rund 598,5 BTC bei der kontrollierenden Adresse verblieben.