Die Ukraine richtete am 18. August nach offiziellen Angaben fast 800 Drohnen auf Russland. Der Angriff folgte auf Russlands Meldung, in der Nacht zwei Tage zuvor 822 ukrainische Drohnen zerstört zu haben; rund 600 davon sollen auf die Region Moskau zugesteuert sein.
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What happened in the latest escalation of long-range attacks between Russia and Ukraine—including Ukraine’s overnight launch of nearly 800 d. Article summary: Ukraine’s latest large-scale drone offensive was met by Russian claims of mass interceptions, while Russia continued lethal missile attacks on Ukrainian civilians. The episode underscores an expanding long-range war desp. Topic tags: general, news, general web. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with fake numbers
Die Ukraine und Russland haben ihre Angriffe weit über die Frontlinie hinaus verstärkt. Am 18. August richteten ukrainische Streitkräfte nach Angaben von Behörden fast 800 Drohnen auf Ziele in Russland. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, seine Luftabwehr habe 791 Drohnen abgefangen. Diese Zahlen stammen aus russischen offiziellen Angaben und sind nicht unabhängig überprüft worden.
Zeitgleich traf ein russischer Raketenangriff das Dorf Pechenihy in der ukrainischen Region Charkiw. Nach Angaben örtlicher Behörden wurden dabei mindestens zehn Zivilisten getötet. Bei der Zahl der Verletzten gibt es unterschiedliche Angaben: Ein Bericht nennt 17 Verletzte, ein anderer acht.
Der ukrainische Drohnenangriff soll mehrere Regionen Russlands betroffen haben, darunter das Moskauer Gebiet. Russische Behörden erklärten, mehr als 600 Drohnen seien auf Moskau zugesteuert; 180 davon seien dort abgefangen worden. Da die vorliegenden Berichte weitgehend auf Aussagen russischer Behörden beruhen, sind sowohl die Zahl der eingesetzten Drohnen als auch die Angaben zu den Abschüssen als offizielle Behauptungen einzuordnen.
Der Angriff erfolgte nur zwei Tage nach einem weiteren außergewöhnlich großen Drohnenangriff. Russland erklärte damals, 822 ukrainische Drohnen zerstört zu haben. Der Moskauer Bürgermeister sagte, etwa 600 davon seien auf die Hauptstadtregion gerichtet gewesen. Russische Behörden meldeten Tote und Schäden, darunter einen Brand in einer Anlage des Onlinehändlers Wildberries.
Wildberries gilt als Russlands größter Onlinehändler und ist bei mehreren Angriffen im Rahmen der jüngsten ukrainischen Langstreckenoffensive als betroffenes Unternehmen genannt worden. Bei einem früheren Angriff wurde nach Angaben regionaler Behörden, über die Reuters berichtete, ein Wildberries-Lager getroffen. In der umfassenderen Angriffswelle kamen in russischen Regionen mindestens acht Menschen ums Leben.
Ein weiterer Drohnenangriff setzte ein Wildberries-Lager in Jekaterinburg in Brand – mehr als 2.000 Kilometer von der russisch-ukrainischen Grenze entfernt. Das Unternehmen erklärte, der Großteil der Waren sei unbeschädigt geblieben. Örtliche Behörden teilten dagegen mit, Drohnen hätten das Dach des Gebäudes getroffen.
Dass Industrie-, Logistik- und Handelsstandorte in großer Entfernung zur Front getroffen werden, zeigt die geografische Reichweite der ukrainischen Langstrecken-Drohnen. Daraus lässt sich jedoch nicht automatisch ableiten, welche militärische Bedeutung jeder einzelne Standort hat oder ob russische Militäroperationen tatsächlich beeinträchtigt wurden.
Der Raketenangriff auf Pechenihy machte die humanitären Folgen der Eskalation besonders deutlich. Örtliche Behörden erklärten, der Angriff habe Häuser zerstört und mindestens zehn Zivilisten getötet. Bei der Zahl der Verletzten widersprechen sich die Berichte: Eine Quelle nennt 17, eine andere acht Verletzte.
Der Angriff ereignete sich vor dem Hintergrund einer breiteren russischen Kampagne mit Drohnen, Raketen und gelenkten Fliegerbomben gegen ukrainische Regionen. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, russische Streitkräfte hätten in der vorangegangenen Woche mehr als 1.550 Angriffsdrohnen, knapp 1.560 gelenkte Fliegerbomben und 62 Raketen gegen die Ukraine eingesetzt. Diese Zahlen werden hier als Angaben Selenskyjs wiedergegeben und nicht als unabhängig bestätigte Zählung.
Das Muster gleicht zunehmend einem Kreislauf: Russland greift ukrainische Städte und Infrastruktur großflächig an, die Ukraine antwortet mit immer umfangreicheren Drohnenoperationen gegen Ziele tief im russischen Hinterland, und russische Behörden kündigen anschließend Vergeltung an. Nach einem früheren ukrainischen Angriff auf Moskau stellte Russland „massive Gruppenschläge“ gegen die Ukraine in Aussicht.
Die Ukraine bezeichnet ihre Angriffe in der Tiefe als Vergeltung und als Versuch, russische Rüstungs- und Logistiknetzwerke unter Druck zu setzen. Russland verurteilt die Angriffe als Terrorismus und fordert Vergeltung. Diese Bezeichnungen spiegeln die Positionen der Konfliktparteien wider; sie sind keine unabhängige Bewertung des Zwecks oder der Rechtmäßigkeit jedes einzelnen Angriffs.
Die Intensität nimmt auf beiden Seiten zu. Bei einem früheren Schlagabtausch meldeten russische Behörden 635 abgeschossene ukrainische Drohnen und Todesfälle in mehreren russischen Regionen. Andere Berichte verwiesen zudem auf Schäden an ziviler Infrastruktur.
Die massenhaften Drohnenangriffe zeigen, dass der Krieg an Intensität gewinnt, auch wenn sich die Front territorial nur wenig bewegt. Die Frontlinie im Osten und Süden der Ukraine erstreckt sich über rund 1.250 Kilometer. Die jüngsten Berichte beschreiben einen sich verschärfenden Zweikampf mit Langstreckenangriffen aus der Luft entlang dieser weitgehend festgefahrenen Front.
Für die Zivilbevölkerung verschwimmt damit die Grenze zwischen Front- und Hinterland. Ukrainische Drohnen erreichen Moskau und andere weit entfernte russische Regionen, während russische Raketen und Drohnen weiterhin ukrainische Wohngebiete und Infrastruktur treffen. Die von Selenskyj genannte Zahl von mehr als 1.550 Drohnen, knapp 1.560 gelenkten Bomben und 62 Raketen innerhalb einer Woche verdeutlicht das Ausmaß der russischen Angriffe – auch wenn diese Angaben vom ukrainischen Präsidenten stammen.
Kurzfristig deutet daher vieles auf eine Fortsetzung der Eskalation und nicht auf eine bestätigte Kampfpause hin. Die verfügbaren Informationen belegen wiederholte Großangriffe und gegenseitige Vergeltungsdrohungen, liefern aber keinen Hinweis darauf, dass sich eine der beiden Seiten auf einen ausgehandelten Waffenstillstand zubewegt.
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Die Ukraine richtete am 18. August nach offiziellen Angaben fast 800 Drohnen auf Russland.
Die Ukraine richtete am 18. August nach offiziellen Angaben fast 800 Drohnen auf Russland. Der Angriff folgte auf Russlands Meldung, in der Nacht zwei Tage zuvor 822 ukrainische Drohnen zerstört zu haben; rund 600 davon sollen auf die Region Moskau zugesteuert sein.
Parallel bleibt die rund 1.250 Kilometer lange Front weitgehend festgefahren, während sich der gegenseitige Langstrecken Luftkrieg gegen Städte, Infrastruktur und Logistikziele intensiviert.