Die Titelvereinigung war eine gewalttätige Schachpartie auf höchstem Niveau, die sich zu einem reinen Zermürbungskrieg entwickelte. In den ersten beiden Runden sah Topuria wie der ungeschlagene Champion aus. Die zweite Kampfhälfte war eine einzige Machtdemonstration von Gaethje .
Gaethje etablierte sofort seinen Jab, mit dem er Distanz schuf und den Rhythmus des Champions immer wieder durchbrach. Topuria setzte dagegen auf wuchtige Overhand-Rechte und harte Lowkicks. Früh flogen die Fetzen: Beide Männer landeten schwere Treffer. Topuria fand mit Angriffen auf Körper und Beine Erfolg, doch Gaethje ließ den Kopf des Champions mit einer giftigen Mischung aus Aufwärtshaken und Jabs immer wieder in den Nacken fliegen. Eine umkämpfte Auftaktrunde, die ein wahnsinniges Tempo vorgab und in einem wilden Schlagabtausch endete .
Topuria brachte nun seinen offensichtlichen Geschwindigkeitsvorteil voll zur Geltung. Er kontrollierte das Zentrum und feuerte messerscharfe Kombinationen ab. Regelmäßig grub er sich mit harten Schlägen in Gaethjes Körper und schickte den Herausforderer sogar zu Boden, wo er auf einen vorzeitigen Abbruch lauerte. Gaethje schluckte die Bestrafung und weigerte sich zu weichen, konterte aber weiter mit Jab und rechter Hand, um im Kampf zu bleiben. Nach Punkten schien der Champion in dieser Runde mit Volumen, Präzision und Wirkung klar vorne zu liegen .
Plötzlich war alles anders. Topurias Tempo ließ merklich nach, und Gaethje fand immer öfter die Zielscheibe für seine gefürchtete rechte Schlaghand. Der Wendepunkt kam spät in der Runde: Gaethje erwischte Topuria mit einem gewaltigen Treffer, der den Champion sichtlich erschütterte und auf wacklige Beine stellte. Der unerbittliche Druck und die brachiale Kraft des Herausforderers hatten den Kampf gedreht und sämtliche Energiereserven des Champions aufgebraucht .
Gaethje witterte Blut. In der für ihn typischen „Championship Round“ erhöhte er den Druck ins Unermessliche. Er stellte einen völlig erschöpften Topuria, trieb ihn mit pausenlosen Schlägen und schweren Händen gegen den Käfig und drosch auf ihn ein. Topurias Gegenwehr war nahezu erloschen, er überlebte die Runde nur mit Mühe. Als der Gong ertönte, sank er auf seinen Hocker – und konnte nicht mehr. Sein Team traf die einzig richtige Entscheidung, schützte seinen Kämpfer und beendete den Kampf. Justin Gaethje wurde zum neuen unumstrittenen Champion erklärt. Offiziell: Sieg durch TKO (Aufgabe in der Ringpause) um Minute 5:00 der vierten Runde .
Die Kampfstatistik spiegelt Gaethjes Schlussoffensive wider: Mit 199 zu 173 landete er mehr Gesamttreffer, während Topuria bei den „Significant Strikes“ mit 126 zu 107 vorne lag. Der Kampf fand zu über 85 % im Stand statt – genau dort, wo Gaethjes K.o.-Kraft übernahm .
Dieser Sieg ist mehr als nur ein Titelgewinn – er ist der krönende Abschluss einer Karriere, die kompromisslos auf Action ausgelegt war, und zementiert Gaethjes Vermächtnis als einer der ganz Großen.