Bemerkenswert: Genau 0,068 Sekunden trennten die beiden Mercedes‑Fahrer bereits im Sprint‑Qualifying zuvor – derselbe Abstand entschied nun auch die Pole‑Position.
Die Spannung zwischen Russell und Antonelli hatte sich bereits früher am Samstag aufgebaut.
Im Sprint‑Rennen gewann Russell und verkürzte damit den Abstand im Kampf um die Fahrer‑WM. Während des Rennens kam es zu einer engen Szene zwischen den beiden Teamkollegen, nach der Antonelli Russell über Funk vorwarf, ihn von der Strecke gedrängt zu haben.
Diese Rivalität setzte sich direkt in der Qualifikation fort – erneut waren beide Mercedes‑Piloten die Schnellsten auf der Strecke.
Auch im Titelrennen spielt das Ergebnis eine Rolle.
Antonelli war nach Montreal mit einem Vorsprung von 20 Punkten auf Russell angereist. Durch Russells Sieg im Sprint reduzierte sich der Abstand jedoch auf 18 Punkte vor dem Grand Prix.
Da beide Fahrer aus der ersten Startreihe ins Rennen gehen, könnte der Kanada‑GP einen direkten Einfluss auf die WM‑Tabelle haben.
Während die Qualifikation unter trockenen Bedingungen stattfand, könnte das Rennen selbst deutlich chaotischer werden. Prognosen sagen für Sonntag eine Regenwahrscheinlichkeit von etwa 60–70 % voraus.
Auf dem Circuit Gilles Villeneuve bedeutet Regen häufig:
Sollte der Regen tatsächlich einsetzen, könnte reine Qualifying‑Pace weniger entscheidend sein als Strategie, Timing bei Boxenstopps und fahrerisches Gefühl auf nasser Strecke.
Der Start zum Kanada‑GP verspricht daher mehrere spannende Storylines:
Mit engem WM‑Duell, zwei Mercedes an der Spitze und möglichen Regenschauern über Montreal könnte der Grand Prix schnell zu einem der unberechenbarsten Rennen der bisherigen Saison werden.
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