Zwei Handelsschiffe sind am 6. Oktober 2026 im Schwarzen Meer von See- und Luftdrohnen getroffen worden – in Bulgariens ausschließlicher Wirtschaftszone. Die unter der Flagge Togos fahrende Alfa Watan sank nach schweren strukturellen Schäden. Ihre Besatzung blieb vermisst. Auf der unter Palau-Flagge fahrenden Able brach ein Feuer aus; alle 18 Menschen an Bord wurden gerettet. Wer hinter den Angriffen steckt, ist in den hier vorliegenden Berichten nicht offiziell bestätigt.
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Was über Ort und Ablauf bekannt ist
Bulgariens Ministerpräsident Rumen Radev sagte, die Angriffe hätten sich gegen 3 Uhr morgens ereignet, etwa 70 Seemeilen östlich des Küstenorts Byala. Andere Berichte verorteten das Rettungsgebiet rund 80 Seemeilen vor der Küste, östlich von Kap St. Atanas. Die Angaben beschreiben ungefähr dieselbe Region, belegen aber nicht die genaue Position jedes Schiffs.
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Beide Schiffe sollen gegen 4 Uhr Notrufe abgesetzt haben. Gegen 9 Uhr verschwand eines der Schiffe vom Radar des Grenzschutzes.
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Ein Schiff gesunken, das andere in Brand
Die Alfa Watan, ein türkisch geführter Frachter unter der Flagge Togos, erlitt schwere Schäden und sank. Die Suche nach der Besatzung blieb erfolglos. Ein späterer Bericht vom 7. Oktober zufolge ging man davon aus, dass zwölf syrische Staatsangehörige an Bord waren; Überlebende wurden nicht gefunden.
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Die ebenfalls als türkisch geführt beschriebene Able fuhr unter der Flagge Palaus und geriet nach dem Treffer in Brand. Die bulgarische Fähre Dioscuria nahm alle 18 Besatzungsmitglieder auf. Zwei Seeleute waren schwer verletzt und wurden behandelt. Die übrigen 16 erreichten später an Bord eines Grenzschutzschiffs die Hafenstadt Warna. Berichten zufolge hatte die Able Getreide geladen.
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Das Alter der Alfa Watan lässt sich anhand der hier vorliegenden Berichte nicht verlässlich bestimmen. Auch zu ihrer Route gibt es unterschiedliche Angaben; konkrete Angaben zum Fahrtverlauf sollten daher mit Vorsicht behandelt werden.
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Bulgariens Reaktion – und die offene Frage nach den Tätern
Radev bezeichnete den Angriff als inakzeptabel und als eklatanten Verstoß gegen das internationale Recht und das Seerecht. Nach den Angriffen berief er eine außerordentliche Regierungssitzung ein. Präsidentin Iliana Iotova änderte ihr Programm; die bulgarische Nachrichtenagentur meldete später, sie wolle den Beratenden Rat für Nationale Sicherheit einberufen.
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Wer die Drohnen eingesetzt hat, wurde in den zitierten Berichten nicht offiziell bestätigt. Einen Zusammenhang mit einem weiteren Schiffsunglück belegen die zeitliche Nähe und die ähnlichen Umstände nicht: Am 5. Oktober sank vor Rumänien die türkisch geführte Royad Mammadov. Berichten zufolge starben zwei Besatzungsmitglieder, elf überlebten.
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