Die INSO 2026 fand vom 2. bis 9. August 2026 in Dschidda, Saudi-Arabien, statt. An der dritten Ausgabe nahmen Delegationen aus 19 Ländern teil. Berichten zufolge kamen dabei rund 120 Schüler, Wissenschaftler und weitere Vertreter zusammen.
Gastgeber war die King Abdulaziz University. Zu den organisatorischen Partnern gehörten das saudische Bildungsministerium, die King Abdulaziz and His Companions Foundation for Giftedness and Creativity (Mawhiba) sowie die King Abdullah City for Atomic and Renewable Energy.
Die Olympiade bestand aus theoretischen und experimentellen Prüfungen. Auf dem Programm standen unter anderem:
Das Format testete somit nicht nur Fachwissen, sondern auch praktische wissenschaftliche Fähigkeiten. Zum Auftakt wurde für die teilnehmenden Oberstufenschüler außerdem eine fünfstündige praktische Prüfung angesetzt.
Talal Alrashidi, ein Vertreter des Organisationskomitees, begrüßte Chinas erstmalige Teilnahme und lobte sowohl die Leistungen der Schüler als auch deren positive Einstellung während des Wettbewerbs. Liu Siqi erklärte, der Austausch mit talentierten Schülern aus aller Welt habe seine Entschlossenheit gestärkt, weiterzulernen und sich höhere wissenschaftliche Ziele zu setzen.
Der internationale Charakter ist ein wesentlicher Bestandteil der INSO. Die Schüler lernen Gleichaltrige aus anderen Ländern kennen, tauschen Erfahrungen aus und vertiefen dabei ihre Kenntnisse in der Kernwissenschaft. Die Ausgabe 2026 stand unter dem Motto „Bright Minds, A Promising Future“ – auf Deutsch etwa: „Helle Köpfe, eine vielversprechende Zukunft“.
Wang Peng, Leiter der chinesischen Delegation, kündigte an, China werde die Vermittlung von Wissen über Kernwissenschaft weiter ausbauen. Mehr talentierte junge Menschen sollten dazu angeregt werden, das Fachgebiet „kennenzulernen, zu verstehen und sich daran zu beteiligen“.
Das erfolgreiche Debüt liefert dafür ein sichtbares internationales Ergebnis. Zugleich zeichnet sich ein längerfristiger Ansatz ab: interessierte Oberstufenschüler auswählen, sie in kernwissenschaftlichen Fächern vorbereiten und ihnen Möglichkeiten für internationale Wettbewerbe und den Austausch mit anderen Nachwuchswissenschaftlern eröffnen.
Nach den Berichten wurde das chinesische Team über die INSO-Schüleraktivität „Voice of Xia He“ ausgewählt. Das Programm wurde von Chinas National Atomic Energy Agency genehmigt, vom China Atomic Energy Press organisiert und von der Fachrichtung Kernwissenschaft der Tsinghua-Universität unterstützt.
Die International Nuclear Science Olympiad wurde 2024 mit Unterstützung der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) ins Leben gerufen. Chinesische Berichte bezeichnen sie als weltweit ersten internationalen Jugendwettbewerb, der sich speziell der Kernwissenschaft widmet. Ziel ist es, das Interesse junger Menschen an diesem Gebiet zu wecken, den internationalen Austausch zu fördern und mehr Schüler für Kernwissenschaft und Kerntechnik zu gewinnen.
Chinas erste Teilnahme ist deshalb mehr als eine Erfolgsmeldung im Medaillenspiegel. Eine Gold- und drei Silbermedaillen belegen die unmittelbare Wettbewerbsstärke des Teams. Die angekündigten Bildungsmaßnahmen verweisen zugleich auf ein langfristiges Ziel: Kernwissenschaft für die nächste Generation verständlicher und zugänglicher zu machen.