Bitcoin fiel am frühen 7. Oktober 2026 deutlich unter die Marke von 84.000 US-Dollar. Zwischen 01:45 und 02:10 Uhr UTC sank der Kurs von 85.341 auf 83.790 Dollar – ein Rückgang um 1.551 Dollar oder rund 1,8 Prozent. Zwischenzeitlich erreichte Bitcoin 83.577 Dollar. Berichte beschrieben während des schnellen Abverkaufs kaum eine nennenswerte Erholung.
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Zeitgleich wurden laut einer einstündigen Auswertung 412,62 Millionen Dollar an Positionen im gesamten Kryptomarkt liquidiert. Mehr als 97 Prozent davon waren Long-Positionen – also gehebelte Wetten auf steigende Kurse. Die Summe umfasst nicht nur Bitcoin und zeigt nicht, wodurch der Kursrutsch ausgelöst wurde.
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Was die Liquidationszahlen aussagen
Bei einer Liquidation schließt eine Handelsplattform eine gehebelte Position zwangsweise, wenn die hinterlegte Sicherheit nicht mehr ausreicht. Für das einstündige Zeitfenster wurden neben der Gesamtsumme 11,79 Millionen Dollar an Short-Liquidationen gemeldet.
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Für einen Zeitraum von 24 Stunden nannte The Block, wie von Yahoo Finance berichtet, 555,6 Millionen Dollar an Liquidationen insgesamt, darunter 487,2 Millionen Dollar bei Long-Positionen. Andere Berichte kamen auf ähnliche, aber nicht identische Summen. Diese Angaben beschreiben längere Zeiträume und sind nicht direkt mit der einstündigen Zahl gleichzusetzen.
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Auch bei der Zahl der betroffenen Trader gibt es Abweichungen: Ein Bericht nannte 104.836, ein anderer 104.388. Aus den vorliegenden Angaben lässt sich keine einheitlich bestätigte Zahl ableiten.
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Ether und andere Coins ebenfalls unter Druck
In einer Marktaufnahme vom Mittwoch lag Ether 3,3 Prozent im Minus. Weitere Berichte meldeten, dass auch Ether und XRP zusammen mit Bitcoin nachgaben.
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20 Spätere Momentaufnahmen desselben Tages zeigten zusätzliche Verluste bei weiteren Kryptowährungen, darunter Dogecoin und Uniswap. Diese späteren Zahlen bilden jedoch nicht ausschließlich den anfänglichen Rückgang innerhalb von 25 Minuten ab.
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Wallets mit Bitcoin-Shorts: auffälliger Zeitpunkt, aber kein Beweis
Berichte unter Berufung auf Lookonchain meldeten, dass vier neu angelegte Wallets insgesamt eine Million USDC auf der Plattform Hyperliquid einzahlten. Anschließend sollen sie mit einem Hebel von 40 auf fallende Bitcoin-Kurse gesetzt haben: Die Short-Positionen umfassten zusammen 148,49 BTC und hatten einen angegebenen Wert von etwa 12,5 Millionen Dollar. Der zeitliche Zusammenhang ist auffällig, beweist aber weder, dass die Wallets den Kursrückgang vorher kannten, noch dass ihre Trades ihn verursacht haben.
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Eine separate Behauptung, wonach die Long-Position eines Traders über 3.728 Ether im Wert von 9,85 Millionen Dollar binnen etwa drei Minuten liquidiert worden sei, wird durch die geprüften Berichte nicht belegt. Sie sollte daher als unbestätigt gelten.
Vergleich mit dem Rücksetzer Anfang Oktober 2025
Am 2. Oktober stieg Bitcoin nach einem schwächer als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktbericht zunächst über 87.000 Dollar und gab anschließend wieder nach. Die Berichte unterscheiden sich darin, wie tief der Kurs danach fiel und wie hoch die Liquidationen ausfielen: Eine Darstellung nannte einen Rückgang auf rund 84.635 Dollar und etwa 433 Millionen Dollar an Liquidationen, eine andere einen Fall unter 84.000 Dollar und rund 570 Millionen Dollar. Ein verlässlicher Gesamtwert oder eine bestätigte Zahl betroffener Trader lässt sich für diesen Rücksetzer daraus nicht ableiten.
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Auch der Vergleich mit dem 10. Oktober 2025 zeigt vor allem den Unterschied in der Größenordnung: Damals wurden mehr als 19 Milliarden Dollar an gehebelten Positionen liquidiert. Die Ereignisse und Messzeiträume sind verschieden, die Zahlen daher kein direkter Eins-zu-eins-Vergleich.
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Für den 7. Oktober wurden mögliche Liquidationsbereiche um 82.600 und 87.400 Dollar genannt. Solche Marken können auf potenzielle Positionen hinweisen, die bei weiteren Kursbewegungen unter Druck geraten könnten; sie sind keine Kursprognosen. Das Tief von 83.790 Dollar lag rund 1.190 Dollar über der genannten unteren Marke. Die Berichte belegen außerdem nicht, dass Trader vor dem Wochenende tatsächlich ihre Hebelwirkung reduziert hatten oder dass der Jahrestag des größeren Liquidationsereignisses ihre Entscheidungen beeinflusste.
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