Drei Tage vor der israelischen Parlamentswahl gingen Tausende Menschen in Tel Aviv auf die Straße. Bei der Kundgebung am 24. Oktober 2026 forderten sie Aufklärung über die Sicherheitsversäumnisse vor dem Hamas-geführten Angriff vom 7. Oktober 2023. Der Protest fiel in einen Wahlkampf, in dem die Abstimmung weithin als Urteil über Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und seine Führung verstanden wurde.
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Forderung nach einer unabhängigen Untersuchung
Organisiert wurde die Kundgebung vom October Council. Die Gruppe wurde von Angehörigen der Menschen gegründet, die beim Angriff vom 7. Oktober getötet oder als Geiseln verschleppt wurden. Sie setzt sich für Verantwortlichkeit und eine unabhängige staatliche Untersuchungskommission ein.
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Die Demonstrierenden versammelten sich am sogenannten Hostages Square in Tel Aviv. Im Mittelpunkt stand die Forderung, die Versäumnisse rund um den Angriff untersuchen zu lassen.
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41 Berichte sprachen von Tausenden Teilnehmenden; eine verlässliche, einheitliche genaue Zahl liegt jedoch nicht vor.
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Auch Gadi Eisenkot, Vorsitzender der Oppositionspartei Yashar und einer der wichtigsten Herausforderer Netanjahus, nahm teil. Nach einem Bericht der Times of Israel wurde er von der Menge herzlich empfangen.
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Warum die Untersuchung zum Wahlkampfthema wurde
Der Protest verband die Forderung nach Aufklärung mit der bevorstehenden Wahl. Während der Urnengang als Abstimmung über Netanjahus Führung galt, verlangten die Demonstrierenden eine offizielle Aufarbeitung der Fehler, die dem Angriff vorausgingen.
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Umstritten ist auch die Form der Untersuchung: Netanjahu hatte sich geweigert, eine staatliche Untersuchungskommission einzusetzen – genau das forderten die Demonstrierenden.
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34 Die hier verfügbaren Berichte belegen keine weitergehenden Details zu möglichen Alternativmodellen oder dazu, wie diese mit der üblichen Untersuchungspraxis in Israel verglichen werden könnten.
Umfragen sehen beide Lager ohne Mehrheit
Die letzten Umfragen vor der Wahl sagten Netanjahus Lager 50 Sitze und dem von Eisenkot angeführten Oppositionslager 52 Sitze im 120-köpfigen Parlament, der Knesset, voraus. Das waren Umfragewerte, keine Wahlergebnisse. Keines der beiden Lager lag damit bei den 61 Sitzen, die für eine Mehrheit nötig sind.
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Der knappe Abstand verlieh der Kundgebung in den letzten Wahlkampftagen zusätzliches Gewicht: Es ging nicht nur darum, wer die nächste Regierung führen könnte, sondern auch darum, ob die Versäumnisse vor dem 7. Oktober unabhängig und öffentlich untersucht werden. Die vorliegenden Berichte stützen diesen Kern der Ereignisse, bestätigen aber nicht alle Einzelheiten, die über Reden, Rufe, Vorfälle oder weitere Wahlkampfauftritte kursierten.