Die von Googles Threat Intelligence Group verfolgte Gruppe UNC6671 hat seit Januar 2026 über 10 Millionen Dollar in Bitcoin durch Vishing Angriffe auf US Finanzunternehmen erbeutet. Die Täter rufen Mitarbeiter auf deren Privathandys an, geben sich als IT Helpdesk aus und stehlen Anmeldedaten sowie MFA Codes in Echtz...
Forschungsantwort

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Ein einziges Cyberkriminalitäts-Kollektiv, das von Googles Threat Intelligence Group (GTIG) unter der Bezeichnung UNC6671 verfolgt wird, hat seit Januar 2026 mehr als 10 Millionen Dollar in Bitcoin erbeutet . Die Täter rufen Mitarbeiter großer US-amerikanischer Finanzunternehmen auf deren Privathandys an, geben sich als IT-Helpdesk aus und tricksen sie so aus, dass sie ihre Zugangsdaten – einschließlich Live-Multi-Faktor-Authentifizierungs (MFA)-Codes – preisgeben
. Die Operation, die ursprünglich unter der Erpressungsmarke BlackFile lief und Mitte 2026 umbenannt wurde, betreibt nun mindestens vier öffentliche Erpressungsmarken: Redact, Pink, Helix und Falcon
.
Die Berichte von Google sowie bestätigende Cybersecurity-Nachrichtenquellen nennen explizit folgende große US-Finanz- und Investmentfirmen als Ziele von UNC6671: Apollo Global Management, Bain Capital, Blackstone, Bridgewater Associates, CME Group, KKR, Moody's und TPG .
Reuters und Bloomberg berichteten zudem, dass Point72 Asset Management, Millennium Management, Two Sigma und Citadel ebenfalls ins Visier genommen wurden .
Die Angriffskette basiert auf einer täuschend einfachen Kombination aus Social Engineering und Adversary-in-the-Middle (AiTM)-Phishing-Infrastruktur, nicht auf hochentwickelter Malware.
1. Vishing-Anrufe auf private Handys. Die Angreifer rufen Mitarbeiter auf deren privaten Mobilgeräten an und fälschen die Rufnummer, sodass sie wie das firmeneigene Helpdesk erscheinen. Sie behaupten, eine dringende Passkey-Migration oder MFA-Aktualisierung sei erforderlich . Die gezielte Anwahl privater Telefone hilft dabei, die firmeneigene Telefonieüberwachung und Sicherheitstools zu umgehen.
2. Diebstahl von Anmeldedaten und MFA-Codes in Echtzeit. Die Opfer werden auf gefälschte Single-Sign-On-Portale geleitet, die den legitimen Firmenseiten täuschend ähnlich sehen. Der AiTM-Proxy fängt den Benutzernamen und das Passwort ab und erfasst dann den Live-MFA-Token – sei es Push, SMS oder TOTP – in Echtzeit. Der Angreifer registriert sofort ein neues, vom Angreifer kontrolliertes MFA-Gerät, um dauerhaften Zugriff zu behalten .
3. Automatisierte Datenextraktion. Nachdem die Täter im System sind, setzen sie automatisierte Python- und PowerShell-Skripte ein, die Daten aus verbundenen Cloud-Diensten abgreifen – Microsoft 365, SharePoint, OneDrive, Okta, Zendesk und Salesforce. Die Skripte suchen nach Schlüsselwörtern wie „confidential" und „SSN", um hochwertige Daten zu priorisieren .
4. Erpressung und Daten-Leak-Seiten. Gestohlene Daten – darunter geistiges Eigentum, Quellcode und sensible Kundeninformationen – werden auf speziellen Daten-Leak-Seiten (DLS) unter jeder Marke veröffentlicht, es sei denn, das Opfer zahlt das Lösegeld .
Bevor UNC6671 (als BlackFile operierend) Mitte 2026 den Fokus auf Finanzdienstleistungen, Private Equity und professionelle Dienstleistungen verlagerte, zielte die Gruppe auf eine breite Palette von Branchen ab, darunter Fertigung, Immobilien, Gesundheitswesen, Versicherungen, Technologie, Transport und Gastgewerbe .
Google führt alle vier Erpressungsmarken auf das übergeordnete Kollektiv UNC6671 zurück. Diese Zuordnung basiert auf gemeinsamen Domain-Registrierungsmustern, sich überschneidenden Phishing-Vorlagen, gemeinsam genutzten AiTM-Phishing-Kits und sich überschneidenden Opferorganisationen .
Google stellt jedoch klar, dass alternative Szenarien – wie abgesplitterte Partner oder mehrere Gruppen, die dieselbe Phishing-as-a-Service-Infrastruktur nutzen – „ebenfalls plausibel sind" . Die Marken sind nicht zwangsläufig separate kriminelle Banden; es handelt sich vielmehr um denselben Betreiber (oder dieselben Betreiber), der nach dem Rebranding von BlackFile gleich mehrere Leak-Site-Marken betreibt.
Sicherheitsexperten und Googles GTIG empfehlen die folgenden Maßnahmen zum Schutz vor dieser spezifischen Bedrohung :
Studio Global AI
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Die von Googles Threat Intelligence Group verfolgte Gruppe UNC6671 hat seit Januar 2026 über 10 Millionen Dollar in Bitcoin durch Vishing Angriffe auf US Finanzunternehmen erbeutet.
Die von Googles Threat Intelligence Group verfolgte Gruppe UNC6671 hat seit Januar 2026 über 10 Millionen Dollar in Bitcoin durch Vishing Angriffe auf US Finanzunternehmen erbeutet. Die Täter rufen Mitarbeiter auf deren Privathandys an, geben sich als IT Helpdesk aus und stehlen Anmeldedaten sowie MFA Codes in Echtzeit über gefälschte Anmeldeseiten.
Betroffene Unternehmen umfassen Apollo Global Management, Bain Capital, Blackstone, Bridgewater Associates, CME Group, KKR, Moody's, TPG, Point72, Millennium Management, Two Sigma und Citadel.