Der US Dollar stellte im ersten Quartal 2026 noch 57,13 Prozent der zugeordneten weltweiten Devisenreserven – deutlich mehr als der Euro mit 20,03 Prozent und der Renminbi mit 1,99 Prozent. Langfristig ist der Dollar Anteil jedoch von über 70 Prozent um die Jahrtausendwende auf das Niveau von knapp 60 Prozent gefallen.
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What evidence suggests that the U.S. dollar is undergoing a structural decline in its role as the world’s primary reserve and trade currency. Article summary: The evidence supports gradual reserve diversification and a potentially more fragile confidence regime—not proof that the dollar is about to lose its dominant international role. The dollar still comprised 57.13% of allo. Topic tags: general, general web, education, government, news. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, c
Die stärksten Belege sprechen für eine schleichende Entdollarisierung – nicht für einen unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch des Dollars. Im ersten Quartal 2026 entfielen 57,13 Prozent der zugeordneten weltweiten Devisenreserven auf die US-Währung. Der Euro kam auf 20,03 Prozent, der Renminbi auf 1,99 Prozent. Damit liegt der Dollar weiterhin deutlich vor jedem einzelnen Konkurrenten. 50
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob der Dollar morgen abgelöst wird. Entscheidend ist, ob aus einem langsamen Bedeutungsverlust plötzlich ein Vertrauensschock werden kann. Genau vor diesem Risiko warnt der Wirtschaftshistoriker Barry Eichengreen: Vertrauen, das über Jahrzehnte aufgebaut wurde, kann schneller verschwinden, als alternative Währungen eine vergleichbare Liquidität, sichere Anlageinstrumente und globale Zahlungsinfrastruktur bereitstellen können. 17
22
Der Anteil des Dollars an den weltweiten Reserven ist laut Berichten über Eichengreens Analyse von mehr als 70 Prozent um die Jahrtausendwende auf heute knapp 60 Prozent gesunken. 22 Der verlorene Anteil ist allerdings nicht überwiegend in eine einzige konkurrierende Währung geflossen.
Die jüngsten Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF) zeigen den Dollar weiterhin mit großem Abstand vor dem Euro. Der Renminbi spielt in den offiziellen Reserven nach wie vor nur eine kleine Rolle. Zugleich stieg der Dollar-Anteil im ersten Quartal sogar von 56,42 auf 57,13 Prozent. Das zeigt, warum einzelne Quartalswerte nicht mit einem geradlinigen Zusammenbruch verwechselt werden dürfen. Der IWF verwies darauf, dass Wechselkurseffekte die Veränderungen im Quartal maßgeblich beeinflussten. 50
Das Muster lässt sich besser als Diversifizierung denn als vollzogene Ablösung beschreiben. Zentralbanken verteilen ihre Risiken offenbar auf mehrere Währungen – darunter auch weniger etablierte Reservewährungen – statt geschlossen auf einen einzigen Ersatz für den Dollar umzusteigen. Das ist wichtig, weil die internationale Rolle des Dollars nicht allein auf seiner Bedeutung als Reserveanlage beruht. Ebenso entscheidend sind die Größe und Liquidität der US-Finanzmärkte. 32
Die Ankündigung weitreichender Zölle durch die Trump-Regierung am 2. April 2025 löste an den Märkten ein besonders irritierendes Muster aus: Ausländische Investoren verkauften US-Staatsanleihen und andere auf Dollar lautende Vermögenswerte, während der Dollar zugleich nachgab. Forschende der Stanford Graduate School of Business erklärten, diese Kombination könne darauf hindeuten, dass Anleger die künftige Rolle des Dollars als globale Reservewährung infrage stellten. 20
Eindeutig ist diese Interpretation nicht. Das Brookings Institution bot eine konventionellere Erklärung: Die Märkte hätten ihre Erwartungen für das US-Wachstum deutlich nach unten korrigiert. Veränderte Zinserwartungen hätten den Dollar gegenüber den Währungen der Handelspartner belastet. Ein einzelnes Marktgeschehen kann daher keinen strukturellen Bruch beweisen. 21
Bedeutsam war die Episode trotzdem. In Phasen globaler Unsicherheit profitiert der Dollar normalerweise davon, dass Anleger Sicherheit suchen. Wenn Investoren im Zusammenhang mit einem US-Politikschock sowohl US-Staatsanleihen als auch die Währung verkaufen, könnte die bisherige Annahme ins Wanken geraten: dass Dollar-Anlagen automatisch als sicherer Hafen funktionieren.
Wechsel in der Rangfolge von Reservewährungen vollziehen sich normalerweise langsam. Netzwerkeffekte, etablierte Zahlungssysteme, der tiefe Markt für US-Staatsanleihen und die praktische Nutzung einer weltweit akzeptierten Währung stützen die führende Position des bisherigen Systems.
Eichengreens Sorge beruht auf einer umgekehrten Dynamik: Dieselben Netzwerkeffekte, die den Dollar schützen, können einen Vertrauensschock verstärken. Wenn genügend Zentralbanken gleichzeitig zu dem Schluss kommen, dass die US-Politik unberechenbarer geworden ist, könnten sie Dollar-Anlagen verkaufen, bevor eine andere Währung bereitsteht, diese Funktion zu übernehmen. Eichengreen beschreibt die Gefahr als einen Verlust des Vertrauens in den Dollar, bevor Alternativen ausreichend groß und leistungsfähig sind. 22
Das ist ein Risikoszenario, keine Prognose, dass der Dollar bald seine führende Stellung verliert. Ein allmählicher Rückgang seines Reserveanteils und ein abrupter Vertrauensverlust wären zwei verschiedene Ereignisse. Die verfügbaren Daten belegen das erste deutlich stärker als das zweite.
In Berichten wird häufig behauptet, mehr als 85 Prozent der Handelsabrechnungen zwischen den Staaten der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) erfolgten inzwischen in nationalen Währungen. Diese Zahl geht auf Aussagen russischer Regierungsvertreter zurück und wurde unter anderem von Interfax berichtet. 9
11
Die Angabe sollte aus drei Gründen vorsichtig eingeordnet werden:
Die belastbare Schlussfolgerung lautet daher: Ein Teil des innerregionalen Handels wurde offenbar auf den Rubel und andere nationale Währungen verlagert – unter anderem, um die Abhängigkeit von westlichen Finanzkanälen zu verringern. Das ist für regionale Zahlungen relevant. Es beweist jedoch nicht, dass der Dollar im Welthandel verdrängt wurde.
Die Goldkäufe staatlicher Stellen passen zu dem Bestreben von Reserveverwaltern, sich gegen Sanktionsrisiken, Inflation, geopolitische Spannungen und eine zu starke Konzentration auf Dollar-Anlagen abzusichern. Gold kann ein Reserveportfolio diversifizieren, ohne dass dafür die Staatsanleihen eines anderen Landes gehalten werden müssen.
Gold ersetzt jedoch nicht automatisch die Funktionen, die eine Währung im internationalen Handel unverzichtbar machen. Es ist selbst keine breit genutzte Fakturierungswährung und kein Ersatz für das Banken-, Abwicklungs- und Anleihemarkt-System rund um den Dollar. Die konkrete Behauptung, Zentralbanken kauften jährlich mehr als 1.000 Tonnen Gold, ließ sich anhand der vorliegenden Quellen nicht unabhängig überprüfen und sollte daher hier nicht als gesicherte Statistik verwendet werden.
Im August 2026 soll die Federal Reserve Bank of New York im Auftrag des US-Finanzministeriums Euro verkauft haben, um Yen zu kaufen. Anders als bei früheren Interventionen wurden damit offenbar nicht direkt Dollar verkauft. Reuters bestätigte den berichteten Vorgang, nannte aber keinen Betrag. 39
40
Strategen werteten die Entscheidung als Versuch, zusätzlichen Abwärtsdruck auf den Dollar zu vermeiden und das Angebot an US-Staatsanleihen am Markt nicht weiter zu erhöhen. 39
42 Symbolisch ist der Schritt deshalb bemerkenswert: Er deutet darauf hin, dass die Behörden die möglichen Marktauswirkungen eines Verkaufs von Dollar-Anlagen sehr genau abwogen. Er beweist allerdings weder, dass den USA Dollarreserven fehlen, noch dass der Dollar nicht mehr die wichtigste Interventionswährung ist.
Das Rückkaufprogramm des US-Finanzministeriums bei Staatsanleihen wirft eine ähnliche Frage auf. Das Ministerium kündigte an, die maximale Größe bestimmter liquiditätsstützender Rückkäufe länger laufender Nominalanleihen mindestens zu verdoppeln – von 2 Milliarden auf mindestens 4 Milliarden US-Dollar je Operation. Die Regelung sollte am 9. September 2026 beginnen. 33
Offiziell soll die Maßnahme die Liquidität länger laufender US-Staatsanleihen verbessern. Anleger befürchteten jedoch, dass der Versuch, die langfristigen Finanzierungskosten zu begrenzen, einen Teil der Anpassung auf den Dollar verlagern könnte. Reuters berichtete, dass der Dollar angesichts dieser Sorgen auf ein Dreimonatstief fiel. 35
37
Die Rückkäufe sind für sich genommen kein Beweis für eine Krise der Reservewährung. Sie lassen sich besser als Zeichen für den Druck am langen Ende des Anleihemarkts verstehen – und dafür, wie schnell Marktteilnehmer Entscheidungen zum Schuldenmanagement als Signale der Währungspolitik interpretieren können.
Die Belege führen zu drei Schlussfolgerungen:
Die treffendste Beschreibung lautet daher weder „Der Dollar ist erledigt“ noch „Es hat sich nichts verändert“. Der Dollar bleibt die führende Reservewährung der Welt. Aber sein Vorsprung ist kleiner geworden, die Diversifizierung verteilt sich auf mehr Alternativen – und das Vertrauen könnte anfälliger sein, als es die aktuellen Reserveanteile allein vermuten lassen.
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Der US Dollar stellte im ersten Quartal 2026 noch 57,13 Prozent der zugeordneten weltweiten Devisenreserven – deutlich mehr als der Euro mit 20,03 Prozent und der Renminbi mit 1,99 Prozent.
Der US Dollar stellte im ersten Quartal 2026 noch 57,13 Prozent der zugeordneten weltweiten Devisenreserven – deutlich mehr als der Euro mit 20,03 Prozent und der Renminbi mit 1,99 Prozent. Langfristig ist der Dollar Anteil jedoch von über 70 Prozent um die Jahrtausendwende auf das Niveau von knapp 60 Prozent gefallen.
Der ungewöhnliche Ausverkauf von US Anleihen und Dollar Anlagen nach der Zollankündigung vom 2.
Der US Dollar stellte im ersten Quartal 2026 noch 57,13 Prozent der zugeordneten weltweiten Devisenreserven – deutlich mehr als der Euro mit 20,03 Prozent und der Renminbi mit 1,99 Prozent. Langfristig ist der Dollar Anteil jedoch von über 70 Prozent um die Jahrtausendwende auf das Niveau von knapp 60 Prozent gefallen.
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Die stärksten Belege sprechen für eine schleichende Entdollarisierung – nicht für einen unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch des Dollars. Im ersten Quartal 2026 entfielen 57,13 Prozent der zugeordneten weltweiten Devisenreserven auf die US-Währung. Der Euro kam auf 20,03 Prozent, der Renminbi auf 1,99 Prozent. Damit liegt der Dollar weiterhin deutlich vor jedem einzelnen Konkurrenten. 50
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob der Dollar morgen abgelöst wird. Entscheidend ist, ob aus einem langsamen Bedeutungsverlust plötzlich ein Vertrauensschock werden kann. Genau vor diesem Risiko warnt der Wirtschaftshistoriker Barry Eichengreen: Vertrauen, das über Jahrzehnte aufgebaut wurde, kann schneller verschwinden, als alternative Währungen eine vergleichbare Liquidität, sichere Anlageinstrumente und globale Zahlungsinfrastruktur bereitstellen können. 17
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Der Anteil des Dollars an den weltweiten Reserven ist laut Berichten über Eichengreens Analyse von mehr als 70 Prozent um die Jahrtausendwende auf heute knapp 60 Prozent gesunken. 22 Der verlorene Anteil ist allerdings nicht überwiegend in eine einzige konkurrierende Währung geflossen.
Die jüngsten Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF) zeigen den Dollar weiterhin mit großem Abstand vor dem Euro. Der Renminbi spielt in den offiziellen Reserven nach wie vor nur eine kleine Rolle. Zugleich stieg der Dollar-Anteil im ersten Quartal sogar von 56,42 auf 57,13 Prozent. Das zeigt, warum einzelne Quartalswerte nicht mit einem geradlinigen Zusammenbruch verwechselt werden dürfen. Der IWF verwies darauf, dass Wechselkurseffekte die Veränderungen im Quartal maßgeblich beeinflussten. 50
Das Muster lässt sich besser als Diversifizierung denn als vollzogene Ablösung beschreiben. Zentralbanken verteilen ihre Risiken offenbar auf mehrere Währungen – darunter auch weniger etablierte Reservewährungen – statt geschlossen auf einen einzigen Ersatz für den Dollar umzusteigen. Das ist wichtig, weil die internationale Rolle des Dollars nicht allein auf seiner Bedeutung als Reserveanlage beruht. Ebenso entscheidend sind die Größe und Liquidität der US-Finanzmärkte. 32
Die Ankündigung weitreichender Zölle durch die Trump-Regierung am 2. April 2025 löste an den Märkten ein besonders irritierendes Muster aus: Ausländische Investoren verkauften US-Staatsanleihen und andere auf Dollar lautende Vermögenswerte, während der Dollar zugleich nachgab. Forschende der Stanford Graduate School of Business erklärten, diese Kombination könne darauf hindeuten, dass Anleger die künftige Rolle des Dollars als globale Reservewährung infrage stellten. 20
Eindeutig ist diese Interpretation nicht. Das Brookings Institution bot eine konventionellere Erklärung: Die Märkte hätten ihre Erwartungen für das US-Wachstum deutlich nach unten korrigiert. Veränderte Zinserwartungen hätten den Dollar gegenüber den Währungen der Handelspartner belastet. Ein einzelnes Marktgeschehen kann daher keinen strukturellen Bruch beweisen. 21
Bedeutsam war die Episode trotzdem. In Phasen globaler Unsicherheit profitiert der Dollar normalerweise davon, dass Anleger Sicherheit suchen. Wenn Investoren im Zusammenhang mit einem US-Politikschock sowohl US-Staatsanleihen als auch die Währung verkaufen, könnte die bisherige Annahme ins Wanken geraten: dass Dollar-Anlagen automatisch als sicherer Hafen funktionieren.
Wechsel in der Rangfolge von Reservewährungen vollziehen sich normalerweise langsam. Netzwerkeffekte, etablierte Zahlungssysteme, der tiefe Markt für US-Staatsanleihen und die praktische Nutzung einer weltweit akzeptierten Währung stützen die führende Position des bisherigen Systems.
Eichengreens Sorge beruht auf einer umgekehrten Dynamik: Dieselben Netzwerkeffekte, die den Dollar schützen, können einen Vertrauensschock verstärken. Wenn genügend Zentralbanken gleichzeitig zu dem Schluss kommen, dass die US-Politik unberechenbarer geworden ist, könnten sie Dollar-Anlagen verkaufen, bevor eine andere Währung bereitsteht, diese Funktion zu übernehmen. Eichengreen beschreibt die Gefahr als einen Verlust des Vertrauens in den Dollar, bevor Alternativen ausreichend groß und leistungsfähig sind. 22
Das ist ein Risikoszenario, keine Prognose, dass der Dollar bald seine führende Stellung verliert. Ein allmählicher Rückgang seines Reserveanteils und ein abrupter Vertrauensverlust wären zwei verschiedene Ereignisse. Die verfügbaren Daten belegen das erste deutlich stärker als das zweite.
In Berichten wird häufig behauptet, mehr als 85 Prozent der Handelsabrechnungen zwischen den Staaten der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) erfolgten inzwischen in nationalen Währungen. Diese Zahl geht auf Aussagen russischer Regierungsvertreter zurück und wurde unter anderem von Interfax berichtet. 9
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Die Angabe sollte aus drei Gründen vorsichtig eingeordnet werden:
Die belastbare Schlussfolgerung lautet daher: Ein Teil des innerregionalen Handels wurde offenbar auf den Rubel und andere nationale Währungen verlagert – unter anderem, um die Abhängigkeit von westlichen Finanzkanälen zu verringern. Das ist für regionale Zahlungen relevant. Es beweist jedoch nicht, dass der Dollar im Welthandel verdrängt wurde.
Die Goldkäufe staatlicher Stellen passen zu dem Bestreben von Reserveverwaltern, sich gegen Sanktionsrisiken, Inflation, geopolitische Spannungen und eine zu starke Konzentration auf Dollar-Anlagen abzusichern. Gold kann ein Reserveportfolio diversifizieren, ohne dass dafür die Staatsanleihen eines anderen Landes gehalten werden müssen.
Gold ersetzt jedoch nicht automatisch die Funktionen, die eine Währung im internationalen Handel unverzichtbar machen. Es ist selbst keine breit genutzte Fakturierungswährung und kein Ersatz für das Banken-, Abwicklungs- und Anleihemarkt-System rund um den Dollar. Die konkrete Behauptung, Zentralbanken kauften jährlich mehr als 1.000 Tonnen Gold, ließ sich anhand der vorliegenden Quellen nicht unabhängig überprüfen und sollte daher hier nicht als gesicherte Statistik verwendet werden.
Im August 2026 soll die Federal Reserve Bank of New York im Auftrag des US-Finanzministeriums Euro verkauft haben, um Yen zu kaufen. Anders als bei früheren Interventionen wurden damit offenbar nicht direkt Dollar verkauft. Reuters bestätigte den berichteten Vorgang, nannte aber keinen Betrag. 39
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Strategen werteten die Entscheidung als Versuch, zusätzlichen Abwärtsdruck auf den Dollar zu vermeiden und das Angebot an US-Staatsanleihen am Markt nicht weiter zu erhöhen. 39
42 Symbolisch ist der Schritt deshalb bemerkenswert: Er deutet darauf hin, dass die Behörden die möglichen Marktauswirkungen eines Verkaufs von Dollar-Anlagen sehr genau abwogen. Er beweist allerdings weder, dass den USA Dollarreserven fehlen, noch dass der Dollar nicht mehr die wichtigste Interventionswährung ist.
Das Rückkaufprogramm des US-Finanzministeriums bei Staatsanleihen wirft eine ähnliche Frage auf. Das Ministerium kündigte an, die maximale Größe bestimmter liquiditätsstützender Rückkäufe länger laufender Nominalanleihen mindestens zu verdoppeln – von 2 Milliarden auf mindestens 4 Milliarden US-Dollar je Operation. Die Regelung sollte am 9. September 2026 beginnen. 33
Offiziell soll die Maßnahme die Liquidität länger laufender US-Staatsanleihen verbessern. Anleger befürchteten jedoch, dass der Versuch, die langfristigen Finanzierungskosten zu begrenzen, einen Teil der Anpassung auf den Dollar verlagern könnte. Reuters berichtete, dass der Dollar angesichts dieser Sorgen auf ein Dreimonatstief fiel. 35
37
Die Rückkäufe sind für sich genommen kein Beweis für eine Krise der Reservewährung. Sie lassen sich besser als Zeichen für den Druck am langen Ende des Anleihemarkts verstehen – und dafür, wie schnell Marktteilnehmer Entscheidungen zum Schuldenmanagement als Signale der Währungspolitik interpretieren können.
Die Belege führen zu drei Schlussfolgerungen:
Die treffendste Beschreibung lautet daher weder „Der Dollar ist erledigt“ noch „Es hat sich nichts verändert“. Der Dollar bleibt die führende Reservewährung der Welt. Aber sein Vorsprung ist kleiner geworden, die Diversifizierung verteilt sich auf mehr Alternativen – und das Vertrauen könnte anfälliger sein, als es die aktuellen Reserveanteile allein vermuten lassen.
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Der US Dollar stellte im ersten Quartal 2026 noch 57,13 Prozent der zugeordneten weltweiten Devisenreserven – deutlich mehr als der Euro mit 20,03 Prozent und der Renminbi mit 1,99 Prozent.
Der US Dollar stellte im ersten Quartal 2026 noch 57,13 Prozent der zugeordneten weltweiten Devisenreserven – deutlich mehr als der Euro mit 20,03 Prozent und der Renminbi mit 1,99 Prozent. Langfristig ist der Dollar Anteil jedoch von über 70 Prozent um die Jahrtausendwende auf das Niveau von knapp 60 Prozent gefallen.
Der ungewöhnliche Ausverkauf von US Anleihen und Dollar Anlagen nach der Zollankündigung vom 2.