Der Codename Gainsborough ist in AMD-Treiberdateien und Berichten über Versandunterlagen aufgetaucht. Das befeuert die Vermutung, der Chip könnte im nächsten Steam Deck stecken. Die bislang bekannten Hinweise sprechen für Hardware oder Validierungsarbeiten mit diesem Namen – eine Verbindung zu Valve belegen sie nicht. Auch die kolportierten technischen Daten und der mögliche Zeitplan sind Leaks, keine angekündigte Produktplanung.
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Was Treibereintrag und Versandunterlagen zeigen
Ein Nutzer des AnandTech-Forums entdeckte „Gainsborough“ in AMDs Adrenalin-Treiber 26.9.2, der am 29. September 2026 veröffentlicht wurde. Der Codename steht dort neben weiteren bislang unveröffentlichten Hardware-Namen. Unabhängig davon führen gemeldete Import- und Exportdaten Validierungshardware mit demselben Namen auf, die Ende Juli verschickt worden sein soll. In den Unterlagen wird ein FF6-BGA-Gehäuse mit 1.179 Kontakten genannt.
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Wichtig ist die Unterscheidung: Die Versanddaten beschreiben ein Chipgehäuse, keinen Sockel für einen austauschbaren Prozessor. Ähnlichkeiten mit der kundenspezifischen Chip-Verpackung des Steam Deck OLED werden als ein Grund für die Handheld-Vermutung angeführt. Doch weder der Treibereintrag noch die Versandunterlagen nennen Valve oder das Steam Deck als Kunden oder Produkt.
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Leaks zu den technischen Daten – mit Fragezeichen
Einer Schätzung zufolge könnte Gainsborough ein teilweise kundenspezifischer AMD-Chip sein, gefertigt bei TSMC im 3-nm-Verfahren N3P. Genannt werden vier bis acht Zen-6c-CPU-Kerne und 12 bis 24 Grafikeinheiten (Compute Units) auf Basis von RDNA 5. AMD hat diese Angaben nicht bestätigt; aus Treiber- und Versanddaten lassen sie sich ebenfalls nicht ableiten.
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Außerdem widersprechen sich die Berichte: In einem wird eine mögliche CPU-Konfiguration mit sechs Kernen genannt, ein anderer hält statt RDNA 5 auch RDNA 3.5+ oder RDNA 4m für denkbar.
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25 Architektur, Kernzahlen und endgültiger Aufbau sind daher offen – die genannten Werte sind keine verlässliche technische Spezifikation.
Zum Vergleich: Das ursprüngliche Steam Deck soll vier CPU-Kerne und acht Grafikeinheiten haben. Das LCD-Modell nutzt einen Chip im 7-nm-Verfahren, die OLED-Version eine 6-nm-Variante.
19 Würden die höchsten Gainsborough-Schätzungen zutreffen, wären das doppelt so viele CPU-Kerne und dreimal so viele Grafikeinheiten wie beim ursprünglichen Deck. Allein aus diesen Zahlen lässt sich die Leistung im Alltag aber nicht ablesen – erst recht nicht, solange Architektur, Energiebedarf und endgültiges Design unbekannt sind.
Warum Valves Ansprüche wichtiger sind als der Leak
Valve will bei einem künftigen Steam Deck einen deutlichen Leistungssprung erreichen, ohne die Akkulaufzeit dafür zu opfern. Einen Veröffentlichungstermin hat das Unternehmen nicht genannt; laut Berichten überlegt Valve weiterhin, wie und wann sich ein solches Gerät umsetzen lässt.
31 Ein modernerer Fertigungsprozess oder mehr Rechenkerne würden für sich genommen noch nicht beweisen, dass Gainsborough Valves Ansprüche an Leistung und Effizienz in einem Handheld erfüllt.
Die kolportierte Bereitschaft des Chips wird für Ende 2027 oder Anfang 2028 angesetzt. Ein Handheld im Jahr 2028 ist damit eine Möglichkeit in Leak-Prognosen – kein bestätigter Zeitplan.
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11 Auch die Kosten für Arbeitsspeicher und andere Komponenten erschweren laut Berichten die Suche nach einem passenden Verhältnis von Preis und Leistung. Dass dadurch ein bestimmter Veröffentlichungstermin verschoben wird, ist jedoch nicht belegt.
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Unterm Strich: Gainsborough könnte ein Kandidat für einen künftigen Handheld-Chip sein, doch die bekannten Hinweise reichen nicht aus, um ihn Valve zuzuordnen. Gehäusedaten, technische Schätzungen und Terminangaben sind interessante Indizien – keine Bestätigung für ein Steam Deck 2 oder dessen Erscheinungsdatum.