CoinGeckos Antwort lautet ja – nach der eigenen Definition. Der Datenanbieter setzt den Beginn des jüngsten Bitcoin-Bullenzyklus auf den 20. August 2026. Das bedeutet nicht, dass schon an diesem Tag feststand, wie lange der Anstieg dauern oder wie hoch Bitcoin steigen würde.
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Warum der Start erst rückblickend feststeht
Für die Einstufung zählt eine anhaltende Phase oberhalb des gleitenden 200-Tage-Durchschnitts. Bitcoin muss mindestens 30 Tage in Folge über dieser Linie notieren; kurze Ausbrüche sollen so herausgefiltert werden. Der 20. August ist deshalb der nachträglich zugeordnete Beginn der qualifizierenden Serie, nicht der Tag, an dem sich die Serie bereits bestätigen ließ.
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CoinGecko erfasst seit 2014 zehn abgeschlossene Bullenzyklen. Sie dauerten im Mittel 237 Tage, im Einzelfall aber zwischen 31 und 849 Tagen. Der längste Zyklus fiel in die ICO- und Halving-Phase von 2015 bis 2018. Ohne ihn sinkt der Durchschnitt der übrigen neun Zyklen auf 169 Tage. Keiner dieser Werte ist ein Fahrplan für den aktuellen Markt.
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Bei der Rendite kommt es auf den Stichtag an
Eine oft genannte Steigerung von 17,3 % gegenüber einem Ausgangskurs von 69.255 US-Dollar ergibt rechnerisch etwa 81.236 US-Dollar. Diesen Schlusskurs weist CoinGecko für den 19. September aus. Für den 21. September stehen in der historischen Tabelle dagegen 86.597 US-Dollar – rund 25 % über dem genannten Ausgangskurs. Die 17,3 % könnten sich auf einen früheren Datenstand beziehen, sind aber nicht als Schlusskursrendite für den 21. September belegt.
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CoinGecko nennt für frühere Bullenläufe einen durchschnittlichen Kursgewinn von 130,5 %.
1 Auf 69.255 US-Dollar angewandt, ergäbe das rund 159.633 US-Dollar. Schon die leicht abweichende Zahl 159.634 US-Dollar lässt sich mit den angegebenen gerundeten Werten nicht exakt berechnen. Vor allem belegt der vorliegende Quellenauszug nicht, dass der außergewöhnliche Zyklus von 2015 bis 2018 auch aus diesem Renditedurchschnitt herausgerechnet wurde. Ein historischer Anstieg vom Start bis zum Hoch ist ohnehin keine Preisprognose: Das Hoch lässt sich erst im Nachhinein bestimmen.
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Welche Signale die Erholung stützen
Am 16. September schätzte Analyst Willy Woo die Wahrscheinlichkeit, dass Bitcoin seinen Tiefpunkt bereits erreicht habe, subjektiv auf 90 %. Er verwies auf zurückkehrende Liquidität langfristiger Anleger und stellte seiner Einschätzung einen von ihm genannten Analystenkonsens von etwa 40 % gegenüber, der sich stärker an historischen Zyklusmustern orientiere. Das sind Einschätzungen, keine gemessenen Erfolgswahrscheinlichkeiten für CoinGeckos Regel.
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Hinzu kamen technische Signale: Berichten zufolge stieg Bitcoin am 21. September über den gleitenden 50-Wochen-Durchschnitt. CryptoQuant meldete am 22. September einen Schlusskurs über dem gleitenden 365-Tage-Durchschnitt.
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57 Eine genaue Unterbrechung von 310 Tagen lässt sich aus dieser September-Meldung jedoch nicht ableiten; CryptoQuant spricht stattdessen vom ersten solchen Schlusskurs seit März 2023. Auch ein Überschreiten einer Durchschnittslinie liefert für sich genommen keine verlässliche Prognose für die nächsten zwölf Monate.
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Die Erholung erfolgte trotz eines politischen Rückschlags in den USA. Nach einem für den 15. September berichteten Senatsvotum von 50 zu 49 Stimmen gegen das Voranbringen des CLARITY Act, eines geplanten Regelwerks für Kryptowährungen, fiel Bitcoin Berichten zufolge zunächst unter 75.000 US-Dollar und erholte sich später auf über 80.000 US-Dollar. Am 21. September wurde zeitweise ein Kurs oberhalb von 86.000 US-Dollar gemeldet.
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36 Für denselben Tag beziffert ein Bericht die Nettozuflüsse in börsengehandelte US-Bitcoin-Spotfonds auf knapp 999 Millionen US-Dollar.
45 Dass Rally, Fonds-Zuflüsse und politische Entscheidung zeitlich zusammenfallen, beweist keine eindeutige Ursache für die Kursbewegung.
Fazit: CoinGeckos Einstufung beschreibt einen anhand von Kursdaten definierten Trend, keine Gewissheit über dessen Fortsetzung. Die große Spannweite früherer Zyklen, die unterschiedlichen Stichtage bei den Renditeangaben und der Abstand zwischen Analystenmeinungen und beobachteten Kursen sprechen dagegen, daraus einen Termin für das nächste Hoch oder ein garantiertes Kursziel abzuleiten.
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