Die Annäherung an das LME Rekordhoch von 14.527,50 US Dollar je Tonne wurde vor allem durch einen zollbedingten geografischen Engpass ausgelöst: Händler verlagerten raffiniertes Kupfer in die USA. Die US Importe von raffiniertem Kupfer stiegen 2025 um 80 % auf 1,64 Millionen Tonnen; in den ersten fünf Monaten 2026 l...
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What drove copper to a record $14,533 per ton on the London Metal Exchange, how have expectations of potential US Section 232 tariffs—report. Article summary: Copper’s record was primarily a location-and-timing squeeze, not evidence that the entire world had run out of metal. The prospect of U.S. refined-copper tariffs encouraged traders to move available cathode into the Unit. Topic tags: general, government, general web, user generated, news. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermar
Die Kupferrally ist nicht einfach die Geschichte eines Metalls, das weltweit ausgeht. Entscheidend war vielmehr ein Engpass nach Ort und Zeitpunkt: Die Aussicht auf US-Zölle auf raffiniertes Kupfer machte es attraktiv, Kathoden noch vor einem möglichen Inkrafttreten in die USA zu bringen. Dadurch wurde Material aus LME-Lagerstandorten und anderen Verbrauchsregionen abgezogen – und sofort verfügbares Kupfer außerhalb der USA wertvoller.18
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Das Rekordhoch der London Metal Exchange (LME) im Tagesverlauf lag bei 14.527,50 US-Dollar je Tonne. Ende August näherte sich Dreimonatskupfer diesem Niveau erneut, nachdem große Auslagerungsaufträge die kurzfristig verfügbare Menge in LME-Lagern verringert hatten.18
Der US-Handelsminister empfahl einen stufenweisen, allgemeinen Zoll auf raffiniertes Kupfer: 15 % ab 2027 und 30 % ab 2028. Dabei handelte es sich um Empfehlungen, nicht um einen bereits geltenden Zoll auf raffiniertes Kupfer. In Kraft waren Maßnahmen für bestimmte halbfertige Kupferprodukte und kupferintensive Folgeprodukte.1
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Für Händler war dieser Unterschied zentral. Wer raffiniertes Kupfer vor einem möglichen Zoll in die USA importieren und einlagern konnte, hielt Material, das in einem künftig geschützten US-Markt später mehr wert sein könnte. Der Preisaufschlag für in den USA lieferbares Kupfer förderte entsprechend Importe und Arbitrage zwischen den Märkten.
Nach Reuters stiegen die US-Importe von raffiniertem Kupfer 2025 gegenüber dem Vorjahr um 80 % auf 1,64 Millionen Tonnen. In den ersten fünf Monaten 2026 erhöhten sie sich nochmals um 13 % auf 763.000 Tonnen.19 Das erklärt den scheinbaren Widerspruch aus steigenden US- beziehungsweise COMEX-Beständen und sinkender LME-Verfügbarkeit: Vor allem wurde Metall geografisch umverteilt; daraus folgt nicht automatisch ein gleich großer Anstieg des weltweiten Verbrauchs.
COMEX-Kupfer wurde zunehmend wie Metall gehandelt, das in einen möglicherweise zollgeschützten US-Markt geliefert werden kann. LME-Kupfer blieb der internationale Referenzpreis – mit dem Risiko, bei einer späteren Einfuhr in die USA mit einem Zoll belegt zu werden.
Damit war die Differenz zwischen COMEX und LME mehr als eine gewöhnliche Arbitrage aus Fracht- und Finanzierungskosten. Sie wurde zum Marktsignal für erwartetes Zollrisiko. Reuters verwies darauf, dass der CME-Kontrakt US-verzolltes Kupfer repräsentiert, während der LME-Preis international ist; die Terminpreisdifferenz weitete sich aus, als der Markt mögliche Zölle auf raffiniertes Kupfer einpreiste.20
Die Folge war ein Markt mit zwei Geschwindigkeiten:
Deshalb kann schon die Drohung mit einem Zoll Preise steigen lassen, ohne dass weltweit ein akuter Mangel herrscht. Metall wanderte in den Markt, in dem sein künftiger Wert am höchsten erschien – und war andernorts weniger verfügbar.18
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Von Backwardation spricht man, wenn sofort verfügbares Metall mehr kostet als Kontrakte für eine spätere Lieferung. Das ist meist ein Zeichen dafür, dass Käufer, Leerverkäufer und Industrieverbraucher einen Aufschlag für Ware zahlen, die unmittelbar verfügbar ist.
In diesem Fall verkleinerten umgeleitete Lieferungen und Auslagerungen den Pool an prompt lieferbarem LME-Kupfer. Reuters zufolge fielen die verfügbaren LME-Bestände auf 90.000 Tonnen, während sich der Aufschlag des Kassapreises gegenüber dem Dreimonatskontrakt deutlich ausweitete.18 Der Spread signalisierte somit Stress bei der sofort lieferbaren Menge – nicht zwingend, dass die globalen Gesamtvorräte verschwunden wären.
Die zollbedingte Umlenkung fiel in eine Phase realer Unsicherheit auf der Angebotsseite.
Chiles Staatskonzern Codelco meldete für das erste Halbjahr eine Produktion von 564.000 Tonnen, 11 % weniger als ein Jahr zuvor. Als Gründe nannte das Unternehmen betriebliche Einschränkungen bei El Teniente, eine niedrigere Förderung in Chuquicamata und schwächere Erzgehalte bei Ministro Hales.29 Codelco erklärte außerdem, dass die Produktion in El Teniente nach dem Grubenunglück voraussichtlich etwa fünf Jahre gedämpft bleiben werde.
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In der Demokratischen Republik Kongo untersagte die Regierung mit sofortiger Wirkung die Ausfuhr von Kupfer- und Kobaltkonzentraten; in strategischen Fällen sind jedoch Ausnahmegenehmigungen für ein Jahr möglich.28 Konzentrat ist nicht dasselbe wie raffinierte Kathode und wird daher nicht direkt dem an der LME lieferbaren Metall entzogen. Die Maßnahme erhöht aber die Unsicherheit bei Schmelzhütten-Rohstoffen und beim künftigen Angebot an raffiniertem Kupfer.
Diese Störungen belegen für sich genommen keinen aktuellen weltweiten Mangel. Sie machen den Markt aber empfindlicher dafür, wenn Metall aus den üblichen Handelsströmen abgezogen wird. Bei Produktionsproblemen und schwächeren Erzgehalten kann das Angebot auf einen ortsspezifischen Engpass nicht rasch reagieren.
Daten der International Copper Study Group (ICSG) weisen für Juni ein Defizit von 60.000 Tonnen bei raffiniertem Kupfer aus, nach einem Überschuss von 15.000 Tonnen im Mai. Von Januar bis Juni ergab sich jedoch weiterhin ein Überschuss von 131.000 Tonnen.46
Die angemessene Einordnung ist daher differenziert:
Das ist der Schlüssel zur Rally: Eine globale Bilanz ist nicht dasselbe wie Kupfer in der richtigen Lagerhalle, in der richtigen Form und zum richtigen Zeitpunkt verfügbar zu haben.
Vorab in den USA positionierte Bestände könnten einen erheblichen wirtschaftlichen Vorteil behalten. Der Aufschlag von COMEX gegenüber LME könnte anhalten, während die kurzfristige Versorgung außerhalb der USA vergleichsweise eng bleibt.
Der Anreiz, große US-Bestände zu halten, würde sinken. Besitzer könnten Kupfer verkaufen, verbrauchen oder reexportieren. Das könnte den Druck auf LME-Lagerstandorte verringern und die Preisdifferenz zwischen USA und London einengen.
Ein Abbau der Lagerbestände würde den Bullenmarkt nicht zwangsläufig beenden. Weitere Minenstörungen, eine langsamere Raffinadeproduktion oder eine knappere Konzentratversorgung könnten die Entwicklung von einer politisch ausgelösten Verlagerung zu einer breiteren Angebotsbeschränkung machen.
Die Preise nahe Rekordniveau spiegeln zwei Kräfte zugleich wider: die politisch ausgelöste Verlagerung von raffiniertem Kupfer in die USA und eine reale Risikoprämie für das Angebot wegen Störungen in Minen und begrenzter Produktion. Die erste Kraft hängt stark von der endgültigen Entscheidung im Verfahren nach Section 232 ab. Die zweite könnte länger wirken.
Die entscheidende Frage lautet daher derzeit nicht, ob es irgendwo auf der Welt Kupfer gibt. Entscheidend ist, ob es außerhalb der USA an den Orten und in den Zeitfenstern verfügbar bleibt, die der LME-Markt und physische Käufer benötigen.18
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Die Annäherung an das LME Rekordhoch von 14.527,50 US Dollar je Tonne wurde vor allem durch einen zollbedingten geografischen Engpass ausgelöst: Händler verlagerten raffiniertes Kupfer in die USA.
Die Annäherung an das LME Rekordhoch von 14.527,50 US Dollar je Tonne wurde vor allem durch einen zollbedingten geografischen Engpass ausgelöst: Händler verlagerten raffiniertes Kupfer in die USA. Die US Importe von raffiniertem Kupfer stiegen 2025 um 80 % auf 1,64 Millionen Tonnen; in den ersten fünf Monaten 2026 legten sie gegenüber dem Vorjahr nochmals um 13 % auf 763.000 Tonnen zu.
Minenprobleme, niedrigere Erzgehalte und die Exportbeschränkung für Konzentrate in der Demokratischen Republik Kongo verschärfen den Effekt.