Der Vorbestellstart des iPhone Duo verlief schnell: Apples erstes faltbares iPhone kostet ab 1.999 US-Dollar, und in den USA sprang die angezeigte Lieferzeit am 16. Oktober 2026 innerhalb von etwa 30 Minuten auf den 25. Januar 2027. Das zeigt, dass die frühen Bestellungen den kurzfristig verfügbaren Bestand überstiegen. Wie viele Geräte Apple letztlich verkaufen wird, lässt sich daraus nicht ablesen.
15
18
32
Was der Ansturm aussagt – und was nicht
Apple nannte die Vorbestellnachfrage „außergewöhnlich“ und erklärte, man arbeite daran, das Gerät so schnell wie möglich auszuliefern. Wie viele iPhone Duo zum Start verfügbar waren oder bestellt wurden, hat das Unternehmen jedoch nicht mitgeteilt. Liefertermine sind deshalb keine Verkaufsstatistik.
17
27
Der Rückstand ist trotzdem ein beachtliches Signal: Zumindest ein Teil der Kundschaft war bereit, für ein faltbares iPhone mindestens 1.999 US-Dollar auszugeben. Ohne Kenntnis des Startbestands lässt sich aber nicht trennen, welcher Anteil der langen Wartezeit auf besonders hohe Nachfrage und welcher auf ein knappes Anfangsangebot zurückgeht.
Auch die Abholung in Apple Stores war offenbar eingeschränkt. CNBC berichtete, dass die für den Verkaufsstart vorgesehenen Abholgeräte schnell vergriffen waren. Apples Store-Seite bat Interessierte, am 24. Oktober erneut nach Abholmöglichkeiten zu schauen – das war jedoch keine Zusage, dass dann Geräte verfügbar sein würden.
20
36 Ein weiterer Bericht berief sich auf Hinweise an Apple-Mitarbeitende, wonach spontane Käufe ohne Vorbestellung am Verkaufsstart unwahrscheinlich seien. Wie weit diese Einschätzung geografisch galt, blieb unklar.
39
Knappes Angebot und Analystenschätzungen
Einem Bericht aus der Lieferkette zufolge bat Apple Zulieferer, die Bestellungen für Duo-Komponenten um 30 Prozent zu erhöhen. Apple selbst hat diese Produktionsangaben nicht bestätigt. Der Bericht spricht für möglichen Druck auf die Versorgung, belegt aber weder ein konkretes Fertigungsproblem noch die Zahl der Geräte, die ausgeliefert werden können.
2
Auch die Absatzprognosen von Analysten sind keine Unternehmensangaben. Gene Munster von Deepwater Asset Management sagte, die längeren Lieferzeiten hätten sein Vertrauen in eine Schätzung von 20 Millionen iPhone Duo im Geschäftsjahr 2027 gestärkt. Das ist eine mögliche Deutung des Vorbestellstarts, keine Zählung bereits eingegangener Bestellungen.
31
Was das für Apples Wachstum bedeuten könnte
Mit dem Duo ergänzt Apple sein Angebot um eine neue, teurere Geräteklasse. Wenn das Modell Menschen zum iPhone-Kauf bewegt, die sonst keines gekauft hätten, oder bestehende Kundinnen und Kunden zu einem höherpreisigen Gerät greifen lässt, könnte das den iPhone-Umsatz stützen. Entscheiden sich Käufer dagegen lediglich für das Duo statt für ein anderes iPhone, fällt der zusätzliche Effekt möglicherweise kleiner aus. Die frühen Vorbestelldaten erlauben noch keine Unterscheidung zwischen diesen Szenarien.
Apple hat das Duo als sein erstes faltbares iPhone vorgestellt. Es lässt sich im Buchstil aufklappen und bietet außen ein 5,4-Zoll-Display sowie innen einen 7,6-Zoll-Bildschirm.
11
15 Ob daraus ein nachhaltiger Wachstumstreiber wird, hängt nicht allein von einem starken Start ab: Entscheidend sind auch die tatsächlichen Auslieferungen und die Nachfrage, sobald sich die anfängliche Lieferknappheit entspannt.
Worauf es jetzt ankommt
Aufschlussreicher als der erste Ausverkauf werden die tatsächlichen Auslieferungen, die Entwicklung der Liefertermine bei wachsendem Angebot und die Bestellungen nach der Startphase sein. Bis dahin ist der Ausverkauf am besten als ermutigender Hinweis auf Interesse an einem teuren faltbaren iPhone zu lesen – nicht als Beweis für den späteren Absatzumfang oder einen bestimmten Beitrag zum Wachstum von Apple.