Eine am 16. August veröffentlichte Untersuchung der „Telegraph“ identifizierte mindestens zehn neue oder ausgebaute russische Drohnenbasen sowie 59 mechanische Startrails nahe der Grenzen zur Ukraine und zu Belarus.
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What does the investigation published by The Telegraph on August 16 reveal about Russia’s establishment of at least 10 new or upgraded drone. Article summary: The investigation’s central finding is that Russia is building a dispersed, higher-capacity launch network for long-range one-way attack drones—one that supports larger salvos against Ukraine now while creating a potenti. Topic tags: general, general web, user generated. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with fa
Russland scheint seine Kampagne mit weitreichenden Drohnen in ein dauerhaftes und über mehrere Standorte verteiltes Startsystem zu überführen. Eine am 16. August veröffentlichte Untersuchung der britischen Zeitung „The Telegraph“ identifizierte mindestens zehn neue oder ausgebaute Anlagen nahe den Grenzen zur Ukraine und zu Belarus. Dort wurden insgesamt 59 mechanische Startrails gezählt. Rund 20 davon scheinen für neuere, düsengetriebene Geran-Varianten verlängert worden zu sein.
Der unmittelbare Zweck liegt auf der Hand: Russland kann mehr Drohnen gegen die Ukraine starten und seine Infrastruktur zugleich schwerer angreifbar machen. Die längerfristige Bedeutung ist, dass einige der neuen Drohnen theoretisch Teile des NATO-Gebiets erreichen könnten. Das ist eine Bewertung der militärischen Fähigkeiten – kein Beleg dafür, dass Moskau einen Angriff auf die Allianz beschlossen hat.
Die Recherche stützt sich auf zugespielte russische Dokumente, kommerzielle Satellitenbilder und die Analyse des auf Drohnen spezialisierten Unternehmens DroneSec. Die Standorte liegen an den westlichen Zugängen Russlands und umfassen eigens errichtete oder ausgebaute Anlagen. Ihre Startrails ermöglichen es, Starrflügler ohne konventionelle Startbahn abzufeuern.
Über das Netzwerk hinweg wurden mindestens 59 solcher Schienen identifiziert. Etwa 20 davon erscheinen lang genug für größere, modernere Geran-Modelle. Sieben der zehn Standorte sollen nach den vorliegenden Angaben mit jüngsten Angriffen auf Kiew in Verbindung stehen. Das spricht dafür, dass die neue Infrastruktur bereits Teil der laufenden russischen Operationen ist – und nicht nur für einen möglichen späteren Einsatz vorbereitet wird.
Ein Beispiel liefert der Standort Tsimbulowa in der russischen Region Orjol. Satellitenaufnahmen zufolge sind dort zwei Startrails etwa 85 Meter lang. Die Verlängerung gilt als Anpassung an düsengetriebene Drohnen.
Mehr Startorte geben Russland zusätzliche Möglichkeiten, Angriffe zu organisieren, und erschweren es der ukrainischen Seite, die Infrastruktur aufzuspüren und gezielt auszuschalten. Standorte nahe der Ukraine verkürzen außerdem die Flugstrecke. Dadurch können größere Drohnenschwärme in Wellen eingesetzt werden, während die ukrainische Luftabwehr eine breitere und schwerer vorhersehbare Bedrohung bewältigen muss.
Wie groß dieser Druck ist, zeigte der Angriff in der Nacht vom 16. auf den 17. August. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe startete Russland 128 Drohnen verschiedener Typen – darunter Shahed- und Gerbera-Drohnen sowie Parodiya-Täuschkörper – aus Richtung Kursk, Orjol, Primorsko-Achtarsk und dem besetzten Teil der Region Donezk. Die ukrainischen Streitkräfte meldeten, 106 Fluggeräte neutralisiert zu haben. Gleichzeitig wurden Einschläge an 14 Orten registriert.
Der Begriff „neutralisiert“ umfasst abgeschossene oder durch Luftabwehr und elektronische Kampfführung unterdrückte Drohnen. Er bedeutet nicht, dass jedes Fluggerät zerstört wurde, bevor es Schäden anrichten konnte. Die Zahlen zeigen daher beides: die Leistungsfähigkeit der ukrainischen Abwehr und die Schwierigkeit, bei einem großen, gemischten Angriff jede einzelne Drohne abzufangen.
Russland baut nicht bloß mehr Infrastruktur für dieselben Drohnen. Die Berichte deuten auch auf eine Umstellung hin: Schnellere, düsengetriebene Geran-4- und Geran-5-Modelle sollen das Abfangen erschweren. Nach ukrainischen Geheimdienstangaben, die das Institute for the Study of War zitierte, richtet Russland seine Produktion zunehmend auf diese neuen Varianten aus.
Weitere Berichte nennen für eine düsengetriebene BM-35 eine Geschwindigkeit von mehr als 350 Kilometern pro Stunde und eine Reichweite von über 200 Kilometern. Diese Angaben beruhen auf russischen Darstellungen und ukrainischen Einschätzungen und sind daher nicht als unabhängig bestätigte technische Daten zu verstehen.
Die grundsätzliche Entwicklung ist dennoch eindeutig: Russland versucht, die Geschwindigkeit seiner Drohnen zu erhöhen und damit ukrainische Abfangjäger, Hubschrauber, Drohnen sowie bodengestützte Luftabwehr stärker zu fordern. Der gemeinsame Einsatz von Täuschkörpern und Angriffsdrohnen bindet zusätzlich Abwehrkapazitäten.
Den neueren Geran-Varianten wird eine Reichweite zugeschrieben, die Warschau und andere NATO-Orte von einigen der identifizierten Basen aus theoretisch erreichbar machen könnte. Die Bedeutung der Recherche liegt deshalb nicht darin, dass ein Angriff auf Warschau oder die baltischen Staaten unmittelbar bevorsteht. Entscheidend ist vielmehr, dass Russland eine Infrastruktur aufbaut, die künftig breitere regionale Angriffsmöglichkeiten unterstützen könnte.
Diese Unterscheidung ist wichtig: Ein Startplatz, die angegebene maximale Reichweite einer Drohne und die Lage eines möglichen Ziels belegen zunächst nur eine Fähigkeit – nicht die Absicht zu einem Angriff. Für die NATO entsteht dadurch dennoch eine neue Planungsaufgabe. Luftverteidigung, Überwachung, Frühwarnung und der Austausch von Geheimdienstinformationen gewinnen an Bedeutung, wenn sich die russische Startkapazität auf zahlreiche Standorte verteilt.
Separate Warnungen des litauischen Verteidigungsministers bezogen sich auf mögliche russische Provokationen oder sogenannte False-Flag-Angriffe mit ukrainisch aussehenden Drohnen gegen kritische Infrastruktur im Baltikum. Diese Hinweise verdienen Aufmerksamkeit, sind aber kein Beleg für einen unmittelbar bevorstehenden russischen Angriff auf die NATO.
Die klarste Schlussfolgerung der Untersuchung lautet: Russland institutionalisiert seine Drohnenkriegsführung. Neue Basen, Dutzende Startrails, größere düsengetriebene Modelle und die fortgesetzte Produktion deuten auf ein dauerhaft angelegtes Einsatzmodell hin – nicht auf gelegentliche, improvisierte Angriffe.
Für die Ukraine bedeutet das mehr Startplätze, die überwacht werden müssen, sowie möglicherweise größere und schnellere Angriffswellen. Für die NATO bedeutet es eine wachsende konventionelle Angriffsfähigkeit an ihrer Ostflanke.
Die vorliegenden Belege rechtfertigen daher Sorge über Russlands wachsende Optionen. Sie belegen jedoch nicht die weitreichendere Behauptung, dass Moskau bereits die Entscheidung für einen unmittelbar bevorstehenden Angriff auf die NATO getroffen hat.
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Eine am 16. August veröffentlichte Untersuchung der „Telegraph“ identifizierte mindestens zehn neue oder ausgebaute russische Drohnenbasen sowie 59 mechanische Startrails nahe der Grenzen zur Ukraine und zu Belarus.
Eine am 16. August veröffentlichte Untersuchung der „Telegraph“ identifizierte mindestens zehn neue oder ausgebaute russische Drohnenbasen sowie 59 mechanische Startrails nahe der Grenzen zur Ukraine und zu Belarus. Rund 20 der Startrails wirken lang genug für die neuen düsengetriebenen Geran 4 und Geran 5 Drohnen; sieben der zehn Standorte sollen bereits bei Angriffen auf Kiew eingesetzt worden sein.
Beim Angriff in der Nacht zum 17. August meldete die Ukraine 128 gestartete russische Drohnen und 106 neutralisierte Fluggeräte.