Für die Küstenwache wurde das Design angepasst: schwere Waffensysteme wurden entfernt oder reduziert, dafür kamen Ausrüstung und Sensoren für typische Aufgaben wie Überwachung, Rettungseinsätze oder die Bekämpfung von Schmuggel hinzu.
Gleichzeitig sind die Schiffe „vorbereitet für, aber nicht ausgerüstet mit“ Antischiffsraketen. Das bedeutet, dass Systeme wie die taiwanischen Hsiung‑Feng‑II‑ oder Hsiung‑Feng‑III‑Raketen bei Bedarf nachgerüstet werden können – etwa im Falle eines militärischen Konflikts.
Gebaut wurde die Klasse von Jong Shyn Shipbuilding im Rahmen eines umfassenden Flottenprogramms der Küstenwache.
Einige wichtige Etappen:
Berichten zufolge handelte es sich bei der Zeremonie um eine Stapellauf‑ und Taufveranstaltung, nicht unbedingt um die endgültige Indienststellung im operativen Dienst.
Die Schiffe kombinieren Eigenschaften klassischer Patrouillenboote mit Merkmalen moderner Kriegsschiffe.
Katamaran‑Rumpf mit Wellenpiercing‑Design
Der Doppelrumpf verbessert Stabilität und Geschwindigkeit – besonders bei rauer See. Gleichzeitig erlaubt er eine große Decksfläche für Ausrüstung und Einsatzmittel.
Hohe Geschwindigkeit
Mit einer Höchstgeschwindigkeit von über 40 Knoten gehören diese Schiffe zu den schnellsten Plattformen in einer Küstenwache weltweit.
Große Reichweite
Eine Reichweite von rund 2.000 Seemeilen ermöglicht längere Patrouillen rund um Taiwan sowie in entlegenen Seegebieten und Inselregionen.
Wasserstrahlantrieb (Waterjets)
Der Antrieb über mehrere Wasserstrahlaggregate sorgt für schnelle Beschleunigung, hohe Manövrierfähigkeit und gute Leistung auch in flacheren Gewässern.
Ausrüstung für Polizeieinsätze und Rettung
Zur Standardausrüstung gehören unter anderem Geschütze, ferngesteuerte Waffenstationen, Rettungssysteme sowie Ausrüstung zur Bekämpfung von Schmuggel und illegaler Fischerei.
Optionale Raketenbewaffnung
Im Krisenfall können die Schiffe mit Hsiung‑Feng‑Antischiffsraketen ausgerüstet werden und damit eine Rolle als schnelle Angriffsplattform zur Unterstützung der Marine übernehmen.
Die Modernisierung der Küstenwache hängt eng mit zunehmenden „Grauzonen“-Aktivitäten im Umfeld Taiwans zusammen. Dazu zählen etwa Eindringen ausländischer Küstenwachschiffe in umstrittene Gewässer, illegale Fischerei oder Schäden an Unterseekabeln, die für Kommunikation und Internetverbindungen entscheidend sind.
Schnelle Patrouillenschiffe mit großer Reichweite ermöglichen es der Küstenwache, schneller auf Zwischenfälle zu reagieren und gleichzeitig eine dauerhafte Präsenz rund um die Insel und ihre Außenposten aufrechtzuerhalten.
Mit der Donggang endet zwar der Bau dieser Klasse – strategisch markiert sie jedoch einen größeren Wandel. Taiwan baut eine Küstenwache auf, die nicht nur klassische Polizeiaufgaben erfüllt, sondern auch Teil eines flexiblen maritimen Sicherheitskonzepts ist.
Die Anping‑Flotte zeigt drei zentrale Trends:
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