Das letzte Schiff der Anping‑Klasse zeigt, wie Taiwan seine Küstenwache neu aufstellt
Taiwan hat am 15. Mai 2026 mit der Donggang (CG‑615) das zwölfte und letzte Patrouillenschiff der Anping‑Klasse zu Wasser gelassen und damit einen wichtigen Abschnitt seines Küstenwachen‑Modernisierungsprogramms abges...
Taiwan hat am 15. Mai 2026 mit der Donggang (CG‑615) das zwölfte und letzte Patrouillenschiff der Anping‑Klasse zu Wasser gelassen und damit einen wichtigen Abschnitt seines Küstenwachen‑Modernisierungsprogramms abges...
Die Schiffe basieren auf der schnellen, stealth‑optimierten Tuo‑Chiang‑Korvette der Marine und können im Kriegsfall mit Hsiung‑Feng‑Antischiffsraketen ausgerüstet werden.
Mit über 40 Knoten Geschwindigkeit, rund 2.000 Seemeilen Reichweite und einem Katamaran‑Rumpf sind sie ungewöhnlich leistungsfähig für Küstenwachschiffe.
What does Taiwan’s launch of Donggang (CG 615), the final An P’ing-class offshore patrol vessel, reveal about its coast guard modernizationDonggang (CG‑615) is the 12th and final Anping‑class offshore patrol vessel built for Taiwan’s Coast Guard Administration.
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Ein wichtiger Schritt für Taiwans maritime Sicherheit
Der Stapellauf der Donggang (CG‑615) am 15. Mai 2026 in Kaohsiung markiert den Abschluss einer neuen Generation von Patrouillenschiffen für Taiwans Küstenwache. Mit ihr ist die Flotte von zwölf Schiffen der Anping‑Klasse vollständig. Das Projekt ist Teil eines größeren Programms zur Modernisierung der taiwanischen Küstenwache und zur Stärkung der heimischen Schiffbauindustrie.
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Taiwan hat am 15. Mai 2026 mit der Donggang (CG‑615) das zwölfte und letzte Patrouillenschiff der Anping‑Klasse zu Wasser gelassen und damit einen wichtigen Abschnitt seines Küstenwachen‑Modernisierungsprogramms abges...
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Taiwan hat am 15. Mai 2026 mit der Donggang (CG‑615) das zwölfte und letzte Patrouillenschiff der Anping‑Klasse zu Wasser gelassen und damit einen wichtigen Abschnitt seines Küstenwachen‑Modernisierungsprogramms abges... Die Schiffe basieren auf der schnellen, stealth‑optimierten Tuo‑Chiang‑Korvette der Marine und können im Kriegsfall mit Hsiung‑Feng‑Antischiffsraketen ausgerüstet werden.
Was soll ich als nächstes in der Praxis tun?
Mit über 40 Knoten Geschwindigkeit, rund 2.000 Seemeilen Reichweite und einem Katamaran‑Rumpf sind sie ungewöhnlich leistungsfähig für Küstenwachschiffe.
Obwohl diese Schiffe offiziell für Polizei‑ und Rettungsaufgaben auf See vorgesehen sind, verrät ihre Konstruktion eine strategische Besonderheit: Sie basieren auf einem militärischen Entwurf und können im Krisenfall bewaffnet werden.
Küstenwachschiff mit militärischer Herkunft
Die Anping‑Klasse wurde aus der Tuo‑Chiang‑Klasse der taiwanischen Marine abgeleitet – einer schnellen und schwer bewaffneten Korvette mit Katamaran‑Rumpf. Diese Kriegsschiffe sind dafür ausgelegt, mit hoher Geschwindigkeit und geringer Radarerkennung größere gegnerische Einheiten anzugreifen.
Für die Küstenwache wurde das Design angepasst: schwere Waffensysteme wurden entfernt oder reduziert, dafür kamen Ausrüstung und Sensoren für typische Aufgaben wie Überwachung, Rettungseinsätze oder die Bekämpfung von Schmuggel hinzu.
Gleichzeitig sind die Schiffe „vorbereitet für, aber nicht ausgerüstet mit“ Antischiffsraketen. Das bedeutet, dass Systeme wie die taiwanischen Hsiung‑Feng‑II‑ oder Hsiung‑Feng‑III‑Raketen bei Bedarf nachgerüstet werden können – etwa im Falle eines militärischen Konflikts.
Der Bau der zwölf Schiffe
Gebaut wurde die Klasse von Jong Shyn Shipbuilding im Rahmen eines umfassenden Flottenprogramms der Küstenwache.
Einige wichtige Etappen:
2018–2027: Taiwan startet ein Modernisierungsprogramm im Umfang von rund NT$42,6 Milliarden (etwa 1,3 Milliarden US‑Dollar) für insgesamt 141 neue Küstenwachschiffe in sechs Klassen.
Anping‑Klasse: Zwölf Schiffe bilden das Segment der etwa 600‑Tonnen‑Offshore‑Patrouillenschiffe.
Februar 2026: Das elfte Schiff, Lanyu (CG‑613), wird an die Küstenwache übergeben.
15. Mai 2026: Die Donggang (CG‑615) wird als zwölftes und letztes Schiff der Klasse in Kaohsiung feierlich zu Wasser gelassen.
Berichten zufolge handelte es sich bei der Zeremonie um eine Stapellauf‑ und Taufveranstaltung, nicht unbedingt um die endgültige Indienststellung im operativen Dienst.
Technische Fähigkeiten der Anping‑Klasse
Die Schiffe kombinieren Eigenschaften klassischer Patrouillenboote mit Merkmalen moderner Kriegsschiffe.
Katamaran‑Rumpf mit Wellenpiercing‑Design
Der Doppelrumpf verbessert Stabilität und Geschwindigkeit – besonders bei rauer See. Gleichzeitig erlaubt er eine große Decksfläche für Ausrüstung und Einsatzmittel.
Hohe Geschwindigkeit
Mit einer Höchstgeschwindigkeit von über 40 Knoten gehören diese Schiffe zu den schnellsten Plattformen in einer Küstenwache weltweit.
Große Reichweite
Eine Reichweite von rund 2.000 Seemeilen ermöglicht längere Patrouillen rund um Taiwan sowie in entlegenen Seegebieten und Inselregionen.
Wasserstrahlantrieb (Waterjets)
Der Antrieb über mehrere Wasserstrahlaggregate sorgt für schnelle Beschleunigung, hohe Manövrierfähigkeit und gute Leistung auch in flacheren Gewässern.
Ausrüstung für Polizeieinsätze und Rettung
Zur Standardausrüstung gehören unter anderem Geschütze, ferngesteuerte Waffenstationen, Rettungssysteme sowie Ausrüstung zur Bekämpfung von Schmuggel und illegaler Fischerei.
Optionale Raketenbewaffnung
Im Krisenfall können die Schiffe mit Hsiung‑Feng‑Antischiffsraketen ausgerüstet werden und damit eine Rolle als schnelle Angriffsplattform zur Unterstützung der Marine übernehmen.
Reaktion auf „Grauzonen“-Druck auf See
Die Modernisierung der Küstenwache hängt eng mit zunehmenden „Grauzonen“-Aktivitäten im Umfeld Taiwans zusammen. Dazu zählen etwa Eindringen ausländischer Küstenwachschiffe in umstrittene Gewässer, illegale Fischerei oder Schäden an Unterseekabeln, die für Kommunikation und Internetverbindungen entscheidend sind.
Schnelle Patrouillenschiffe mit großer Reichweite ermöglichen es der Küstenwache, schneller auf Zwischenfälle zu reagieren und gleichzeitig eine dauerhafte Präsenz rund um die Insel und ihre Außenposten aufrechtzuerhalten.
Mehr als nur ein neues Schiff
Mit der Donggang endet zwar der Bau dieser Klasse – strategisch markiert sie jedoch einen größeren Wandel. Taiwan baut eine Küstenwache auf, die nicht nur klassische Polizeiaufgaben erfüllt, sondern auch Teil eines flexiblen maritimen Sicherheitskonzepts ist.
Die Anping‑Flotte zeigt drei zentrale Trends:
eine modernisierte, schnellere Küstenwache,
stärkere heimische Schiffbaukapazitäten,
und dual nutzbare Plattformen, die im Ernstfall militärische Fähigkeiten ergänzen können.
Damit stärkt Taiwan sowohl die tägliche maritime Sicherheit als auch seine Fähigkeit zur Abschreckung in den Gewässern rund um die Taiwanstraße.