Diese innere Kündigung ist messbar und weit verbreitet:
Die umfassendste Umfrage zu den Auswirkungen von KI am Arbeitsplatz stammt vom National Bureau of Economic Research (NBER). Befragt wurden fast 6.000 Führungskräfte aus den USA, Großbritannien, Deutschland und Australien. Das Ergebnis: ~89 % der Unternehmen berichteten in den letzten drei Jahren von keiner messbaren Produktivitätswirkung durch KI . Dies gilt, obwohl fast sieben von zehn Unternehmen die Technologie aktiv nutzen .
Eine separate Studie der Federal Reserve Bank of St. Louis wertete 490.000 Gewinnmitteilungen von Unternehmen aus und bestätigte, dass KI noch keinen messbaren Anstieg der Gesamtproduktivität bewirkt hat . Der Anteil der Produktivitätskommentare, die mit KI in Verbindung stehen, stieg von nahe Null vor dem Start von ChatGPT Ende 2022 auf rund 15 % der Telefonate Mitte 2025, aber die tatsächlichen Produktivitätszahlen haben sich nicht bewegt .
Die 29. globale CEO-Umfrage von PwC ergänzt das Bild: 56 % der CEO geben an, bisher „nichts“ aus ihren KI-Investitionen herausgeholt zu haben, und nur 12 % berichten, dass KI sowohl Kosteneinsparungen als auch Umsatzsteigerungen gebracht hat .
Wenn die Entlassungen durch KI die Produktivität nicht steigern, belohnen sie dann wenigstens die Aktionäre? Die Beweislage sagt nein.
Forscher, die die Reaktionen der Aktienmärkte auf KI-bedingte Entlassungsankündigungen untersuchten, stellten fest, dass die durchschnittliche Rendite nahe Null lag . Dies deckt sich mit früheren Forschungen, die zeigten, dass die Ankündigung von KI-Investitionen den Aktienkurs eines Unternehmens nicht konsequent steigert .
CNBC verfolgte 23 S&P-500-Unternehmen, die Entlassungen explizit mit KI in Verbindung brachten. Bis Mai 2026 lagen 56 % unter ihrem Niveau vor der Entlassung, mit einem durchschnittlichen Rückgang von 25 % . Unternehmen wie Nike (minus 35 %), Salesforce (minus 32 %) und Fiverr (minus 54 %) verzeichneten nach KI-bedingten Stellenstreichungen Kursverluste .
Die Financial Times fand heraus, dass Unternehmen, die KI als Faktor für Stellenstreichungen anführten, in den 30 Handelstagen nach ihrer Ankündigung den Nasdaq um fast 10 % unterboten . Goldman-Sachs-Analysten berichten, dass Anleger nun damit beginnen, Unternehmen abzustrafen, die Entlassungen ankündigen, selbst wenn diese als strategische KI-Neuausrichtung präsentiert werden .
Das Ausmaß der Kürzungen ist beträchtlich. Die auf Entlassungen spezialisierte Firma Challenger, Gray & Christmas schätzte, dass im Jahr 2025 rund 55.000 Stellenstreichungen in den USA explizit auf KI zurückzuführen waren . Im ersten Halbjahr 2026 hat sich diese Zahl fast verdoppelt: KI wurde als Grund für 101.743 Stellenstreichungen in sechs Monaten genannt . Der Mai 2026 stellte mit einem KI-Anteil von 40 % an den angekündigten Kürzungen den Allzeit-Monatsrekord auf .
Eine Analyse der Financial Times ergab, dass US-Tech-Unternehmen allein im Jahr 2026 fast 140.000 Stellen gestrichen haben .
Die organisationspsychologische Forschung stellt durchgängig fest, dass die Wiederbesetzungskosten – einschließlich Rekrutierung, Einarbeitung, Verlust von Erfahrungswissen und Produktivitätseinbußen – zwischen dem 1,5- und 2-Fachen des Jahresgehalts des ausscheidenden Mitarbeiters liegen. Diese Zahl wird in der HR- und Arbeitswelt-Literatur häufig zitiert, auch wenn der spezifische Multiplikator im Zusammenhang mit KI-gesteuerten Entlassungen auf etablierter Organisationsforschung beruht und nicht auf einer einzigen aktuellen Studie .
Auch die Auswirkungen auf die verbleibenden Mitarbeiter sind gravierend. 74 % der Mitarbeiter, die Entlassungen überleben, berichten von einem Rückgang ihrer eigenen Produktivität, während 77 % eine Zunahme von Betriebsfehlern beobachten – ein Phänomen, das als „Layoff Survivor Syndrome“ bekannt ist .
Viele Unternehmen, die Personal unter Berufung auf KI abgebaut hatten, mussten dieselben Positionen zu deutlich höheren Gehältern nachbesetzen. Die Zahl von 29 % und die Gehaltsprämie von 20–35 % tauchen in der Wirtschaftspresse im Zusammenhang mit der Gegenreaktion auf KI-Entlassungen durchgängig auf . Dieses Muster wird durch die allgemeinere Erkenntnis untermauert, dass Entlassungen oft nicht die versprochenen Einsparungen bringen und dass KI-bedingte Kürzungen nur etwa 4–5 % aller US-Stellenstreichungen ausmachen. Dies deutet darauf hin, dass viele Unternehmen KI vielleicht nur als Deckmantel für routinemäßige Personalreduzierungen nutzen .
Eine wachsende Zahl prominenter Unternehmen hat nach gescheiterten KI-Entlassungen öffentlich einen Kurswechsel vollzogen. Ford, IBM und die Commonwealth Bank of Australia gehören zu denen, die die Grenzen KI-getriebener Kürzungen eingesehen haben und nun wieder in Humankapital investieren – sie bauen Teams wieder auf, stellen für strategische Rollen neu ein und verfolgen eher „KI-unterstützende“ statt „KI-ersetzende“ Strategien. Dieses Muster wird in der gesamten großen Wirtschaftspresse berichtet, auch wenn die Suchergebnisse keine direkten Pressemitteilungen dieser drei Firmen zu diesem Thema enthielten .
Die Beweislage spricht eine deutliche Sprache: KI-bedingte Entlassungen scheitern an ihren eigenen Zielen. Sie steigern weder die Produktivität, noch belohnen sie die Aktionäre. Stattdessen treiben sie einen kostspieligen Kreislauf aus innerer Kündigung, Wiedereinstellung und höheren Löhnen an. Eine neue Gruppe von Unternehmen kehrt den Kurs um und investiert wieder in Menschen. Sie erkennen, dass KI am besten zusammen mit erfahrenen Mitarbeitern funktioniert, nicht an ihrer Stelle.
Diese innere Kündigung ist messbar und weit verbreitet:
Die umfassendste Umfrage zu den Auswirkungen von KI am Arbeitsplatz stammt vom National Bureau of Economic Research (NBER). Befragt wurden fast 6.000 Führungskräfte aus den USA, Großbritannien, Deutschland und Australien. Das Ergebnis: ~89 % der Unternehmen berichteten in den letzten drei Jahren von keiner messbaren Produktivitätswirkung durch KI . Dies gilt, obwohl fast sieben von zehn Unternehmen die Technologie aktiv nutzen .
Eine separate Studie der Federal Reserve Bank of St. Louis wertete 490.000 Gewinnmitteilungen von Unternehmen aus und bestätigte, dass KI noch keinen messbaren Anstieg der Gesamtproduktivität bewirkt hat . Der Anteil der Produktivitätskommentare, die mit KI in Verbindung stehen, stieg von nahe Null vor dem Start von ChatGPT Ende 2022 auf rund 15 % der Telefonate Mitte 2025, aber die tatsächlichen Produktivitätszahlen haben sich nicht bewegt .
Die 29. globale CEO-Umfrage von PwC ergänzt das Bild: 56 % der CEO geben an, bisher „nichts“ aus ihren KI-Investitionen herausgeholt zu haben, und nur 12 % berichten, dass KI sowohl Kosteneinsparungen als auch Umsatzsteigerungen gebracht hat .
Wenn die Entlassungen durch KI die Produktivität nicht steigern, belohnen sie dann wenigstens die Aktionäre? Die Beweislage sagt nein.
Forscher, die die Reaktionen der Aktienmärkte auf KI-bedingte Entlassungsankündigungen untersuchten, stellten fest, dass die durchschnittliche Rendite nahe Null lag . Dies deckt sich mit früheren Forschungen, die zeigten, dass die Ankündigung von KI-Investitionen den Aktienkurs eines Unternehmens nicht konsequent steigert .
CNBC verfolgte 23 S&P-500-Unternehmen, die Entlassungen explizit mit KI in Verbindung brachten. Bis Mai 2026 lagen 56 % unter ihrem Niveau vor der Entlassung, mit einem durchschnittlichen Rückgang von 25 % . Unternehmen wie Nike (minus 35 %), Salesforce (minus 32 %) und Fiverr (minus 54 %) verzeichneten nach KI-bedingten Stellenstreichungen Kursverluste .
Die Financial Times fand heraus, dass Unternehmen, die KI als Faktor für Stellenstreichungen anführten, in den 30 Handelstagen nach ihrer Ankündigung den Nasdaq um fast 10 % unterboten . Goldman-Sachs-Analysten berichten, dass Anleger nun damit beginnen, Unternehmen abzustrafen, die Entlassungen ankündigen, selbst wenn diese als strategische KI-Neuausrichtung präsentiert werden .
Das Ausmaß der Kürzungen ist beträchtlich. Die auf Entlassungen spezialisierte Firma Challenger, Gray & Christmas schätzte, dass im Jahr 2025 rund 55.000 Stellenstreichungen in den USA explizit auf KI zurückzuführen waren . Im ersten Halbjahr 2026 hat sich diese Zahl fast verdoppelt: KI wurde als Grund für 101.743 Stellenstreichungen in sechs Monaten genannt . Der Mai 2026 stellte mit einem KI-Anteil von 40 % an den angekündigten Kürzungen den Allzeit-Monatsrekord auf .
Eine Analyse der Financial Times ergab, dass US-Tech-Unternehmen allein im Jahr 2026 fast 140.000 Stellen gestrichen haben .
Die organisationspsychologische Forschung stellt durchgängig fest, dass die Wiederbesetzungskosten – einschließlich Rekrutierung, Einarbeitung, Verlust von Erfahrungswissen und Produktivitätseinbußen – zwischen dem 1,5- und 2-Fachen des Jahresgehalts des ausscheidenden Mitarbeiters liegen. Diese Zahl wird in der HR- und Arbeitswelt-Literatur häufig zitiert, auch wenn der spezifische Multiplikator im Zusammenhang mit KI-gesteuerten Entlassungen auf etablierter Organisationsforschung beruht und nicht auf einer einzigen aktuellen Studie .
Auch die Auswirkungen auf die verbleibenden Mitarbeiter sind gravierend. 74 % der Mitarbeiter, die Entlassungen überleben, berichten von einem Rückgang ihrer eigenen Produktivität, während 77 % eine Zunahme von Betriebsfehlern beobachten – ein Phänomen, das als „Layoff Survivor Syndrome“ bekannt ist .
Viele Unternehmen, die Personal unter Berufung auf KI abgebaut hatten, mussten dieselben Positionen zu deutlich höheren Gehältern nachbesetzen. Die Zahl von 29 % und die Gehaltsprämie von 20–35 % tauchen in der Wirtschaftspresse im Zusammenhang mit der Gegenreaktion auf KI-Entlassungen durchgängig auf . Dieses Muster wird durch die allgemeinere Erkenntnis untermauert, dass Entlassungen oft nicht die versprochenen Einsparungen bringen und dass KI-bedingte Kürzungen nur etwa 4–5 % aller US-Stellenstreichungen ausmachen. Dies deutet darauf hin, dass viele Unternehmen KI vielleicht nur als Deckmantel für routinemäßige Personalreduzierungen nutzen .
Eine wachsende Zahl prominenter Unternehmen hat nach gescheiterten KI-Entlassungen öffentlich einen Kurswechsel vollzogen. Ford, IBM und die Commonwealth Bank of Australia gehören zu denen, die die Grenzen KI-getriebener Kürzungen eingesehen haben und nun wieder in Humankapital investieren – sie bauen Teams wieder auf, stellen für strategische Rollen neu ein und verfolgen eher „KI-unterstützende“ statt „KI-ersetzende“ Strategien. Dieses Muster wird in der gesamten großen Wirtschaftspresse berichtet, auch wenn die Suchergebnisse keine direkten Pressemitteilungen dieser drei Firmen zu diesem Thema enthielten .
Die Beweislage spricht eine deutliche Sprache: KI-bedingte Entlassungen scheitern an ihren eigenen Zielen. Sie steigern weder die Produktivität, noch belohnen sie die Aktionäre. Stattdessen treiben sie einen kostspieligen Kreislauf aus innerer Kündigung, Wiedereinstellung und höheren Löhnen an. Eine neue Gruppe von Unternehmen kehrt den Kurs um und investiert wieder in Menschen. Sie erkennen, dass KI am besten zusammen mit erfahrenen Mitarbeitern funktioniert, nicht an ihrer Stelle.