Apples erstes faltbares iPhone könnte selbst bei knapper Verfügbarkeit zu einem gewaltigen Umsatzbringer werden. Morgan Stanley rechnet damit, dass das bislang nur gemunkelte Gerät im Dezemberquartal rund 14 Milliarden Dollar Umsatz beisteuern könnte. Gleichzeitig dürfte Apple in der zweiten Jahreshälfte 2026 zunächst nur etwa 7 bis 8 Millionen Exemplare produzieren.
4
6
7
Damit gewinnt Apples Event am 9. September 2026 gleich doppelt an Bedeutung: Das Unternehmen könnte dort sein erstes faltbares Smartphone vorstellen – und zugleich den ersten großen iPhone-Launch unter dem neuen CEO John Ternus veranstalten. Analysten bezeichnen den möglichen Formwechsel als Apples wichtigste iPhone-Neuerung seit dem iPhone X. Offizielle Produktdetails gibt es allerdings erst, wenn Apple sie selbst bekannt gibt.
3
4
7
Morgan Stanleys Prognose zum faltbaren iPhone
Bei Morgan Stanleys Einschätzung geht es weniger um hohe Stückzahlen als um einen besonders hohen Verkaufspreis und eine starke Umsatzkonzentration. Die Bank erwartet laut Berichten:
- 7 bis 8 Millionen produzierte Geräte in der zweiten Jahreshälfte 2026
- Bis zu 20 Millionen Geräte im ersten vollständigen Produktzyklus
- Erste Auslieferungen im Oktober oder Anfang November
- Rund 14 Milliarden Dollar Umsatz im Dezemberquartal
Das wäre ein bewusst begrenzter Marktstart. Als wichtigster Engpass gilt offenbar die Verfügbarkeit von Speicherbauteilen. Demnach könnte nicht die Nachfrage, sondern die Versorgung mit Komponenten darüber entscheiden, wie viele Geräte Apple tatsächlich ausliefern kann.
4
6
7
Als möglicher Name kursiert iPhone Ultra. Apple hat diese Bezeichnung jedoch nicht bestätigt. Auch ein Preis von ungefähr 2.000 bis 2.500 Dollar wird in Analysten- und Medienberichten genannt. Die vorliegenden Belege zeigen allerdings nicht, dass diese Spanne eine offizielle Prognose von Morgan Stanley ist.
41
Warum das Apple-Event am 9. September wichtig ist
Apple hat ein Produkt-Event für den 9. September 2026 am Unternehmenssitz in Cupertino bestätigt. Die Einladungen tragen den Slogan „Surprise and Shine“; stattfinden soll die Veranstaltung im Steve Jobs Theater. Erwartet werden neue iPhones und Apple-Watch-Modelle – darunter möglicherweise Apples erstes faltbares Telefon.
3
5
Das Event markiert außerdem den Beginn einer neuen Führungsära. John Ternus ist seit dem 1. September Apple-CEO und folgt damit auf Tim Cook, der nach 15 Jahren als Vorstandsvorsitzender nun Executive Chairman bleibt.
1
14
Morgan Stanley stuft die Vorstellung als möglicherweise bedeutendstes iPhone-Event seit dem iPhone X ein. Der Grund wäre nicht nur ein neuer Prozessor oder eine bessere Kamera: Ein faltbares iPhone würde die grundlegende Form und Nutzung von Apples wichtigstem Produkt verändern.
2
4
8
Premium-iPhones stehen offenbar im Mittelpunkt
Die derzeitige Berichterstattung deutet auf eine zunächst stark auf das Premiumsegment ausgerichtete Produktpalette hin:
- das gemunkelte faltbare iPhone beziehungsweise „iPhone Ultra“
- das iPhone 18 Pro
- das iPhone 18 Pro Max
Berichten zufolge könnte das reguläre iPhone 18 erst Anfang 2027 erscheinen, statt beim September-Event vorgestellt zu werden. Auch ein iPhone Air 2 wird als späteres Produkt gehandelt. Apple hat diese Zeitpläne nicht bestätigt.
7
17
19
Darüber hinaus werden neue Apple-Watch-Modelle und AirPods erwartet. Die verfügbaren Informationen stützen die Erwartung neuer Apple-Watches, bestätigen aber nicht unabhängig jedes genannte Modell oder das angebliche Ausbleiben eines iPhone 18e.
3
Steigende Preise könnten zum Gesamtbild gehören
Das faltbare iPhone wäre nicht der einzige mögliche Preissprung. Morgan Stanley erwartet bei vergleichbaren iPhone-Modellen einige der größten Preiserhöhungen seit Jahren. Als Grund gelten unter anderem gestiegene Kosten für NAND- und DRAM-Speicher. Den Berichten zufolge könnten die Preise der Pro-Modelle im Jahresvergleich um mehr als 200 Dollar steigen.
2
6
Separate Analystenschätzungen sehen den Einstiegspreis des iPhone 18 Pro bei 1.349 bis 1.399 Dollar. Zum Vergleich: Für das Vorgängermodell wird ein Einstiegspreis von 1.099 Dollar genannt. Eine andere Analyse hält 1.299 Dollar für möglich, betrachtet dieses Szenario aber nicht als wahrscheinlichste Schätzung. Apple hat noch keine Preise bekannt gegeben.
20
24
31
Für Apple steht damit offenbar die Frage im Raum, wie viel zusätzliche Zahlungsbereitschaft seine Premiumkundschaft akzeptiert. Höhere Preise könnten die gestiegenen Bauteilkosten ausgleichen und Umsatz sowie Gewinn stützen – vorausgesetzt, die Nachfrage bleibt robust.
38
42
Neuer Chip und eigenes Modem erwartet
Auch bei der Hardware wird mit einem umfangreichen Upgrade gerechnet. Das iPhone 18 Pro und Pro Max sollen voraussichtlich den A20-Pro-Chip erhalten, der im 2-Nanometer-Verfahren von TSMC gefertigt werden soll. Zudem könnte Apple zumindest bei einigen Modellen ein eigenes C2-Modem einsetzen.
19
29
In der Berichterstattung gilt der A20 Pro als wichtiger Schritt für mehr Leistung und lokale KI-Funktionen auf dem Gerät. Apple hat den Chip, die Modem-Konfiguration, die Speicherausstattung und konkrete KI-Funktionen jedoch nicht bestätigt. Diese Angaben sind daher als Erwartungen und nicht als gesicherte technische Daten zu verstehen.
Morgan Stanleys Einschätzung zur Apple-Aktie
Morgan Stanley stuft Apple weiterhin mit „Overweight“ ein und nennt ein Kursziel von 360 Dollar, wie aus Berichten über die Einschätzung des Analysten Erik Woodring hervorgeht.
33
41
Die optimistische Investmentthese beruht auf drei Punkten: Apple soll weiterhin Premiumpreise durchsetzen können, die Nachfrage nach Pro- und faltbaren Modellen soll anhalten, und das Unternehmen muss ausreichend Speicher sowie weitere Komponenten beschaffen können. Das größte kurzfristige Risiko besteht darin, dass Lieferengpässe die Verkäufe begrenzen – selbst wenn das Interesse an dem Produkt sehr groß ist.
4
6
Einige Marktbeobachtungen beschreiben Apple-Aktien als häufig stärker im Vorfeld von Produktvorstellungen und anfälliger am eigentlichen Launch-Tag, falls spätere Gewinnprognosen nicht steigen. Das ist eine Einschätzung zum Marktverhalten, aber keine verlässliche Handelsregel. Für Anleger dürften letztlich Preis, Verfügbarkeit, tatsächliche Nachfrage und die Auswirkungen auf Apples Prognosen wichtiger sein als die Kursbewegung am Event-Tag.
41
Fazit
Morgan Stanleys Prognose zeichnet das faltbare iPhone als teures Produkt mit zunächst niedrigen Stückzahlen, aber überdurchschnittlichem Umsatzpotenzial. Die erwarteten rund 14 Milliarden Dollar Umsatz im Dezemberquartal wären beachtlich. Die Schätzung bezieht sich jedoch auf ein Gerät, das Apple noch nicht offiziell angekündigt hat – und auf eine Lieferkette, die zum Start offenbar unter Druck stehen könnte.
Das Event am 9. September soll die Fragen beantworten, die Gerüchte offenlassen: Steigt Apple tatsächlich in den Markt für faltbare Smartphones ein? Wie heißt das Gerät, was kostet es und wann ist es erhältlich? Entscheidend wird außerdem sein, ob Apple aus knapper Verfügbarkeit eine dauerhaft tragfähige Premium-Nachfrage machen kann.