Singapurs Digitalwirtschaft erreichte 2025 einen Wert von 144,1 Milliarden Singapur-Dollar und entsprach damit 19,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). 2024 hatte ihr Anteil noch bei 18,8 Prozent gelegen. Gleichzeitig nahm der KI-Einsatz in Unternehmen jeder erfassten Größenklasse zu. Die Zahlen zeigen aber auch: Kleinere und mittlere Unternehmen liegen bei der KI-Nutzung weiterhin deutlich hinter größeren Betrieben.
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KI-Nutzung steigt – die Lücke zwischen Unternehmen bleibt groß
Von 2024 auf 2025 erhöhte sich der Anteil der Unternehmen, die KI einsetzen, von 14,7 auf 23,5 Prozent. Bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) stieg er von 14,5 auf 23,4 Prozent. Bei größeren Unternehmen nahm er von 62,5 auf 70,4 Prozent zu.
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Der Zuwachs bei den KMU war in Prozentpunkten etwas größer. Trotzdem lag ihre Nutzungsquote 2025 noch 47 Prozentpunkte unter derjenigen größerer Unternehmen. Die Zahlen machen das Ausmaß des Unterschieds sichtbar, erklären aber nicht, warum er besteht.
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Auch abseits von KI ist digitale Technik weit verbreitet: 2025 nutzten 96,4 Prozent der Unternehmen mindestens einen von sechs erfassten digitalen Bereichen – Cybersicherheit, Cloud-Dienste, elektronische Zahlungen, E-Commerce, Datenanalyse und KI. KMU setzten im Schnitt 2,5 dieser Bereiche ein, nach 2,3 im Jahr 2024.
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Wachstum kommt auch aus Branchen außerhalb der Tech-Wirtschaft
Die Digitalwirtschaft wuchs 2025 um 5,6 Prozent auf 144,1 Milliarden Singapur-Dollar. Ihr Anteil am BIP stieg von 18,8 auf 19,3 Prozent. Mehr als zwei Drittel entfielen auf die Digitalisierung von Bereichen außerhalb der Informations- und Kommunikationsbranche. Damit prägen auch Unternehmen jenseits des Technologiesektors die Entwicklung.
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Die Zahl der Beschäftigten in Tech-Berufen nahm ebenfalls zu: von 214.000 im Jahr 2024 auf 222.200 im Jahr 2025, ein Plus von 3,8 Prozent. Zu den besonders schnell wachsenden Bereichen zählen laut Berichten KI, Daten und Cybersicherheit. Zudem steigt die Nachfrage nach Tech-Fachkräften außerhalb der Tech-Branche.
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Für ansässige Tech-Beschäftigte lag der gemeldete Medianlohn 2025 bei 8.000 Singapur-Dollar im Monat. Über alle Berufe hinweg betrug der Median für Bürgerinnen und Bürger sowie dauerhaft Aufenthaltsberechtigte 5.000 Singapur-Dollar.
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KI im Arbeitsalltag verbreitet sich schneller als Schulungen
Unter den befragten Beschäftigten stieg der Anteil derjenigen, die KI bei der Arbeit nutzen, von 77,6 Prozent im Jahr 2025 auf 85,7 Prozent im Jahr 2026. Zugleich hatten nur 36,7 Prozent in den vorangegangenen zwölf Monaten an einer KI-bezogenen Schulung teilgenommen. Es handelt sich um Umfragewerte, nicht um eine Vollerhebung aller Beschäftigten in Singapur.
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Ein genanntes Hindernis verweist auf die Rolle der Arbeitgeber: Rund 35 Prozent der Befragten ohne Schulung gaben an, ihr Arbeitgeber habe sie nicht dafür vorgeschlagen.
13 Die Werte zeigen eine Lücke zwischen der berichteten KI-Nutzung im Beruf und der Teilnahme an jüngeren Schulungen. Sie sagen für sich genommen jedoch nicht aus, wie viel Training Beschäftigte benötigen oder wie wirksam es ist.
Staatliche Programme setzen bei Beschäftigten und Unternehmen an
Das National AI Impact Programme soll bis 2029 insgesamt 140.000 Fachkräfte aus Tech- und anderen Bereichen weiterqualifizieren. Ein separates Ziel des Programms ist es, innerhalb von drei Jahren 10.000 lokale Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre KI-Fähigkeiten auszubauen.
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Unternehmen, die bereits KI einsetzen, berichteten von Vorteilen: 87,6 Prozent nannten Produktivitäts- und Prozessverbesserungen; 44 Prozent gaben Kostensenkungen und eine effizientere Nutzung von Ressourcen an. Das sind Angaben der Unternehmen, die KI eingeführt haben – sie belegen nicht, dass jeder Betrieb dieselben Ergebnisse erzielen wird.
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Was die Zahlen zeigen – und was offenbleibt
Der Bericht zeichnet drei klare Trends: Singapurs Digitalwirtschaft wächst, mehr Unternehmen setzen KI ein, und unter den befragten Beschäftigten ist KI bei der Arbeit verbreiteter geworden. Die Nutzungsquoten verraten allerdings nicht, ob Unternehmen KI nur gelegentlich verwenden oder fest in ihre Abläufe integrieren. Auch der Abstand zwischen KMU und größeren Betrieben bleibt erheblich; zugleich liegt die Teilnahme an KI-Schulungen deutlich unter der berichteten Nutzung am Arbeitsplatz.
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Die Zahlen beschreiben Wachstum und Verbreitung. Für sich allein beantworten sie weder, ob und wo KI Arbeitsplätze verdrängt, noch wie gleichmäßig die Vorteile verteilt sind oder weshalb manche Unternehmen langsamer umsteigen.