HBOs zweiter Trailer zu Harry Potter und der Stein der Weisen vermittelt bislang am deutlichsten, was die neue Fernsehserie werden will: eine achtteilige Rückkehr in Harry Potters erstes Jahr in Hogwarts. Die bekanntesten Stationen der Geschichte bleiben erhalten, zugleich soll das Serienformat mehr Platz für den Schulalltag und neue verbindende Szenen schaffen. Die Staffel startet am 25. Dezember 2026 bei HBO und HBO Max.
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Diese Schlüsselszenen zeigt der Trailer
Das neue Material führt durch die Momente, die Leserinnen, Leser und Kinopublikum sofort erkennen dürften: Harry kommt in Hogwarts an, setzt den Sprechenden Hut auf, freundet sich mit Ron Weasley und Hermine Granger an und gerät in das Rätsel um den Stein der Weisen.
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Zu sehen sind unter anderem:
- die Auswahlzeremonie und Harrys Einteilung nach Gryffindor;
- ein Quidditch-Spiel;
- eine Kräuterkunde-Stunde im ersten Schuljahr;
- Harry mit dem Tarnumhang;
- die Begegnung mit dem Bergtroll;
- Zauberschach und der Spiegel Nerhegeb;
- Szenen mit Severus Snape und Quirinus Quirrell.
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Damit zeichnet sich der Umfang der ersten Staffel ab: HBO erzählt nicht bloß eine Vorgeschichte oder eine lose Neuinterpretation, sondern adaptiert den gesamten ersten Roman – inklusive seines Rhythmus zwischen Unterricht, Freundschaften und dem Geheimnis um den Stein.
Buchtreu, aber nicht Bild für Bild
Die Serie wurde als werkgetreu angekündigt, zugleich mit mehr „Tiefe und Detail“. Der Trailer deutet diese Richtung an: Die zentralen Handlungspunkte bleiben bestehen, doch offenbar gibt es auch Material, das im Roman so nicht vorkommt. Dazu zählen Szenen, die Ron und Hermine vorstellen, bevor Harry sie im Hogwarts-Express trifft.
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„Buchtreu“ bedeutet damit nicht zwangsläufig, den Kinofilm von 2001 Einstellung für Einstellung nachzustellen. Der mögliche Vorteil der acht Episoden liegt in der zusätzlichen Zeit: Unterricht, Freundschaften und das Leben im Schloss könnten stärker neben der Suche nach dem Stein stehen.
Ob die Ergänzungen der Staffel tatsächlich eine eigene dramatische Identität geben, kann ein Trailer allerdings noch nicht beantworten. Er zeigt vor allem die Absicht: Die vertrauten Szenen sind da – nun muss die Serie beweisen, dass die längere Laufzeit auch erzählerisch etwas hinzufügt.
Der neue Cast für Hogwarts
Dominic McLaughlin spielt Harry Potter, Alastair Stout Ron Weasley und Arabella Stanton Hermine Granger. Zum erwachsenen Ensemble gehören John Lithgow als Albus Dumbledore, Janet McTeer als Minerva McGonagall, Paapa Essiedu als Severus Snape und Nick Frost als Rubeus Hagrid.
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Der Trailer gibt dem neuen Trio und den Lehrkräften deutlich mehr Dialograum als das frühere Material. Im Mittelpunkt stehen nicht nur die bekannten Orte von Hogwarts, sondern auch die Begegnungen zwischen Harry, Ron, Hermine, Snape und McGonagall.
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Hinter der Kamera übernimmt Francesca Gardiner die Rollen als Autorin, Showrunnerin und Executive Producerin. Mark Mylod inszeniert mehrere Episoden und ist ebenfalls Executive Producer.
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Braucht es überhaupt ein Remake?
Das stärkste Argument für die Serienversion liefert der Trailer selbst: Der Stein der Weisen bietet genug Weltaufbau, Figurenentwicklung und Schuljahresatmosphäre für ein längeres Format. Acht Folgen können den Beziehungen des Trios, den Unterrichtsstunden und den Hinweisen auf das Geheimnis um den Stein mehr Raum geben als ein Spielfilm.
Die Gegenposition bleibt ebenso naheliegend. Die ursprünglichen Filme sind für viele Zuschauerinnen und Zuschauer weiterhin der prägende Bezugspunkt. Der neue Trailer greift zudem bewusst ikonische Bilder wieder auf – den Sprechenden Hut, Besenflüge, Quidditch, den Tarnumhang und den Spiegel Nerhegeb. Vertrautheit kann Interesse wecken, erhöht aber auch die Erwartungen.
Die Serie muss deshalb zeigen, dass ihre zusätzliche Zeit erzählerisch notwendig ist – und nicht nur zu einer längeren Wiederholung bereits bekannter Szenen führt. Der Trailer entscheidet diese Frage nicht, macht aber HBOs Ansatz sichtbar: bekannte Grundlagen, ein neuer junger Cast und eine ausführlichere Adaption statt einer radikalen Neuerfindung.
Staffel 2 ist bereits geplant
HBO arbeitet schon an einer zweiten Staffel nach Harry Potter und die Kammer des Schreckens. Kit Harington wurde als Gilderoy Lockhart besetzt, nachdem Nicholas Hoult die Rolle wegen Terminüberschneidungen abgegeben hatte.
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Der frühe Schritt zu Staffel 2 unterstreicht, dass das Projekt als fortlaufende Adaption Buch für Buch angelegt ist. Ob dieses Konzept aufgeht, entscheidet jedoch zunächst die erste Staffel: Sie muss Hogwarts nicht nur vertraut aussehen lassen, sondern die Welt spürbar größer erzählen.