Ein Bericht über eine Ende September abgeschlossene Kundenqualifikation wäre ein wichtiger technischer Schritt für Samsung im Wettbewerb um Speicher für KI-Beschleuniger. Demnach soll Samsungs 12-Lagen-HBM4E die Tests bei Nvidia und großen Hyperscalern bestanden haben. Bestätigt hat Samsung das bislang nicht. Auch zu Liefermengen, Vertragswerten oder einem Termin für die Massenproduktion gibt es keine bestätigten Angaben.
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Qualifikation ist noch kein Großauftrag
HBM – kurz für „High Bandwidth Memory“ – ist ein besonders schneller Speicher, der eng mit KI-Beschleunigern zusammenarbeitet. Eine Kundenqualifikation zeigt, dass ein Produkt die technischen Anforderungen eines Kunden erfüllen kann. Sie macht es damit zu einem möglichen Kandidaten für dessen Systeme, sagt aber noch nicht aus, wie viel davon tatsächlich bestellt oder wann es ausgeliefert wird.
Für Samsung wäre ein bestandener Test daher ein Fortschritt auf dem Weg zu neuen Aufträgen, aber kein Beleg für einen unmittelbaren Umsatzsprung. In diesem Markt führt eine Qualifikation nicht automatisch zu einer schnellen Verschiebung der Marktanteile: Etablierte Anbieter können zunächst weiterhin den Großteil der Liefermengen stellen.
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Die technischen Daten des 12-Lagen-HBM4E
Samsung gab am 29. Mai bekannt, Muster seines 12-Lagen-HBM4E an globale Kunden zu liefern. Das Unternehmen beziffert die Kapazität dieses Stapels auf 48 GB. Die stabile Datenrate beträgt 14 Gbit/s pro Pin und lässt sich laut Samsung auf bis zu 16 Gbit/s steigern – mehr als 20 Prozent schneller als HBM4. Für den 12-Lagen-Stapel nennt Samsung eine Bandbreite von bis zu 3,6 TB/s.
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Zum Aufbau gehören laut Samsung DRAM der sechsten Generation im 10-Nanometer-Klassenprozess 1c sowie ein 4-Nanometer-Logik-Basischip aus der Foundry-Fertigung.
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Bei der Bandbreite ist eine Unterscheidung wichtig: 4,0 TB/s sind nicht die veröffentlichte Angabe für den 12-Lagen-Stapel mit 48 GB. Samsung nennt diesen Wert für eine 16-Lagen-Ausführung mit 64 GB.
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HBM4 und HBM4E: zwei verschiedene Meilensteine
Samsung begann im Februar 2026 mit der Serienauslieferung von HBM4. Im März zeigte das Unternehmen HBM4E bei Nvidias GTC-Technologiekonferenz in San Jose. Am 29. Mai folgte die Ankündigung, Muster des 12-Lagen-HBM4E an Kunden zu verschicken.
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Diese Schritte betreffen zwei Generationen: Die Serienproduktion von HBM4 bedeutet nicht, dass auch HBM4E bereits in Serie gefertigt wird. Für die Massenproduktion von HBM4E liegt bislang kein bestätigter Zeitplan vor.
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Worauf es jetzt ankommt
Ein separater Bericht handelt von einer eigens für Nvidia entwickelten, schnelleren Acht-Lagen-Version des HBM4E. Auch diese Entwicklung ist nicht bestätigt und sollte nicht mit der berichteten Qualifikation des 12-Lagen-Modells verwechselt werden.
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Entscheidend für Samsungs kommerziellen Erfolg sind nun konkrete Bestellungen, zugesagte Liefermengen und der Hochlauf der Produktion. Eine bestandene Qualifikation könnte Samsung als möglichen Lieferanten stärken. Ob und wann daraus größere Aufträge werden – und wie sich dadurch die Zuteilung zwischen Anbietern wie SK hynix, Micron und Samsung verändert –, bleibt offen.
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