Bitcoin in der taktischen Pause: Glassnode sieht einen flachen Bärenmarkt, aber noch keinen Boden
Bitcoin befindet sich laut Glassnode trotz eines Rückgangs von rund 47 Prozent in seinem bislang flachsten Bärenmarkt. Die Marke von 69.000 US Dollar bildet die wichtigste Kostenbasis Zone für eine mögliche Trendwende.
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Bitcoin befindet sich laut Glassnode trotz eines Rückgangs von rund 47 Prozent in seinem bislang flachsten Bärenmarkt.
Die Marke von 69.000 US Dollar bildet die wichtigste Kostenbasis Zone für eine mögliche Trendwende.
Langfristige Halter beginnen wieder zu akkumulieren, doch ETF Abflüsse, schwache Netzwerkaktivität und hohe US Renditen bremsen die Nachfrage.
What does Glassnode's latest weekly on-chain report reveal about the current state of Bitcoin, including the depth of its downturn, the on-cBitcoin remains in 'deep value' territory below key cost-basis levels, with the $69,000 shelf as the most critical resistance to watch.
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Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What does Glassnode's latest weekly on-chain report reveal about the current state of Bitcoin, including the depth of its downturn, the on-c. Article summary: Here is a synthesis of Glassnode's latest findings across its most recent weekly reports (Week 30 "Paid to Wait" published July 29, 2026, plus the preceding Week 27 "Bottom Building in Progress" and the July 27 BTC Marke. Topic tags: general, general web, user generated, documentation. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks,
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Bitcoin wartet auf den nächsten Impuls
Der Bitcoin-Markt wirkt derzeit ungewöhnlich still. Glassnode bezeichnet diese Phase als „taktische Pause“: Viele On-Chain- und Marktindikatoren bewegen sich kaum, während der entscheidende Grenzkäufer keinen überzeugenden Grund sieht, sein Geld aus sicheren Anlagen abzuziehen.
Die jüngsten Wochenberichte des Blockchain-Analysehauses – „Paid to Wait“ vom 29. Juli 2026 und der vorherige Bericht „Bottom Building in Progress“ – zeichnen ein widersprüchliches Bild: Der Abschwung ist gemessen an historischen Zyklen vergleichsweise flach, zugleich fehlt es dem Markt an neuem Kapital.
Der flachste Bitcoin-Bärenmarkt – aber mit konzentriertem Schmerz
Bitcoin notiert seit fünf Monaten unter dem True Market Mean von etwa 76.600 US-Dollar und der Kostenbasis kurzfristiger Halter von rund 72.200 US-Dollar. Glassnode ordnet den Kurs damit weiterhin der sogenannten „Deep-Value“-Zone zu .
Vom Allzeithoch beträgt der Rückgang ungefähr 47 Prozent. Damit handelt es sich bislang um den flachsten Bärenmarkt in der Geschichte von Bitcoin, gemessen an der Tiefe des Rückgangs . Die vergleichsweise geringe Abwärtsbewegung bedeutet allerdings nicht, dass die Marktteilnehmer unbeschadet davonkommen.
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Bitcoin befindet sich laut Glassnode trotz eines Rückgangs von rund 47 Prozent in seinem bislang flachsten Bärenmarkt.
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Bitcoin befindet sich laut Glassnode trotz eines Rückgangs von rund 47 Prozent in seinem bislang flachsten Bärenmarkt. Die Marke von 69.000 US Dollar bildet die wichtigste Kostenbasis Zone für eine mögliche Trendwende.
Was soll ich als nächstes in der Praxis tun?
Langfristige Halter beginnen wieder zu akkumulieren, doch ETF Abflüsse, schwache Netzwerkaktivität und hohe US Renditen bremsen die Nachfrage.
Vor allem kurzfristige Spekulanten stehen unter Druck: Mehr als 95 Prozent der kurzfristigen Halter sitzen inzwischen auf nicht realisierten Verlusten . Bei den langfristigen Haltern erreichte die Realisierung von Verlusten zeitweise 280 Millionen US-Dollar pro Tag – der höchste Wert seit dem Zusammenbruch von FTX im Dezember 2022. Auf diese Gruppe entfielen 43 Prozent aller realisierten Verluste .
Unter der Oberfläche zeichnet sich jedoch eine strukturelle Verschiebung ab. Langfristige Halter haben wieder mit der Akkumulation begonnen und nehmen offenbar Bitcoin aus den Händen schwächerer Marktteilnehmer auf. Auch über mehrere Wallet-Gruppen hinweg zeigen sich breiter angelegte Akkumulationsmuster .
Marktaktivität auf dem niedrigsten Niveau seit Jahren
Die auffällige Ruhe ist selbst ein Signal. Glassnode verweist auf mehrere Entwicklungen, die gemeinsam auf eine Phase des Abwartens hindeuten:
Spot-Handelsvolumen auf dem niedrigsten Stand seit 2019: ETF-Zuflüsse und Börsenströme sind nahezu zum Erliegen gekommen. Das Handelsvolumen liegt rund 80 Prozent unter dem Höchststand vom Oktober 2025 .
Weniger Netzwerkaktivität: Die Zahl der täglich aktiven Adressen sank trotz eines Erholungsversuchs beim Kurs um 7,6 Prozent. Das Transfer-Volumen fiel um 16,1 Prozent auf 4 Milliarden US-Dollar, während die gesamten Gebühreneinnahmen um 13,9 Prozent auf 168.400 US-Dollar zurückgingen .
Abkühlende Verschuldung: Das Open Interest an den Derivatemärkten und die Leverage-Quoten gehen zurück. Zwar lag das Put-Call-Verhältnis auf dem niedrigsten Niveau des Jahres 2026, doch der Optionsmarkt preist weiterhin Abwärtsrisiken ein .
Negative Kapitalströme: Das Wachstum der realisierten Marktkapitalisierung schwächt sich ab, nicht realisierte Verluste dominieren das Angebot und Bitcoin-ETFs am Spotmarkt verzeichnen weiterhin Nettoabflüsse .
Glassnode fasst die Lage so zusammen: „Der Bodenbildungsprozess schreitet voran, ist aber noch nicht abgeschlossen.“
Der wichtigste Grund für die Zurückhaltung des Grenzkäufers liegt laut Glassnode nicht allein im Bitcoin-Chart, sondern im Anleihemarkt. Die Renditebedingungen haben sich so verändert, dass institutionelle Anleger fürs Abwarten belohnt werden.
Seit Februar 2026 rentiert die dreimonatige Futures-Basis bei Bitcoin niedriger als eine zweijährige US-Staatsanleihe. Es ist erst das zweite Mal überhaupt, dass US-Staatsanleihen mehr abwerfen als der Krypto-Carry-Trade . Für institutionelle Handelsabteilungen kann es damit attraktiver sein, Liquidität in US-Staatsanleihen oder Bargeld zu halten, statt sie in den Bitcoin-Carry-Trade oder in eine direkte BTC-Position zu investieren .
Parallel dazu preist der Anleihemarkt nicht mehr vor allem Zinssenkungen, sondern zunehmend eine Zinserhöhung ein. Bei der FOMC-Sitzung am 29. und 30. Juli 2026 stimmten drei Mitglieder – Beth Hammack, Neel Kashkari und Lorie Logan – für eine Erhöhung um 25 Basispunkte. Die übrigen Mitglieder beließen den Leitzins bei 3,50 bis 3,75 Prozent .
Die Rendite zehnjähriger und zweijähriger US-Staatsanleihen erreichte jeweils ein Zwölfmonatshoch. Die Rendite der 30-jährigen Anleihe stieg auf 5,13 Prozent, den höchsten Schlussstand seit 2007 . Der Abstand zwischen zehn- und zweijähriger Rendite lag bei plus 0,39 Prozent – ein Umfeld, das historisch Gegenwind für risikoreiche Anlagen erzeugt .
Genau hier setzt Glassnodes Formulierung „Paid to Wait“ – „fürs Warten bezahlt“ an: Risikofreie US-Staatsanleihen bieten derzeit ein attraktiveres Verhältnis von Rendite und Risiko als der Bitcoin-Carry-Trade oder ein direktes Engagement in BTC . Zusätzlich belastet ein stärkerer US-Dollar die globale Liquidität. Der DXY lag bei 100,01 und damit 2,1 Prozent über dem Wert von 30 Tagen zuvor .
Die entscheidenden Kurszonen
Für den weiteren Verlauf sind laut Glassnode vor allem die Kostenbasis-Cluster der Marktteilnehmer relevant:
69.000 US-Dollar: Diese Zone bildet den schwersten Kostenbasis-Widerstand im aktuellen Chart. Hier sitzt eine besonders große Menge von Bitcoin, die von kurzfristigen Haltern zu höheren Preisen gekauft wurde und noch unter Wasser liegt. Ein Anstieg muss diese Marke überwinden und halten, damit sich der strukturelle Bias wieder in Richtung bullish verschiebt .
62.000 bis 68.000 US-Dollar: In dieser Angebotszone bewegt sich Bitcoin derzeit seitwärts. Nach dem FOMC-Entscheid stieg der Kurs kurz über 64.000 US-Dollar, konnte sich dort aber nicht nachhaltig festsetzen . Ein dichtes Cluster kurzfristiger Halter liegt zwischen 66.800 und 70.700 US-Dollar .
58.000 US-Dollar: Dieses Niveau markierte Ende Juni das lokale Tief. Dort fand der Kurs zunächst Unterstützung .
Rund 60.000 US-Dollar: Unterhalb dieser Marke befinden sich mehr als 95 Prozent der kurzfristigen Halter im Verlust. Als tieferer struktureller Boden gilt der realisierte Preis des Gesamtmarktes bei etwa 54.900 US-Dollar.
Insgesamt konzentriert sich die Kostenbasis zwischen etwa 60.000 und 69.000 US-Dollar. Die hohe Zahl von Anlegern, die in dieser Zone auf ihren Einstandspreis warten, hat zur aktuellen Konsolidierung beigetragen .
Was die Bodenbildung bestätigen würde
Glassnodes Szenario lässt sich an mehreren Bedingungen überprüfen. Eine bullish aufgelöste Bodenbildung wäre wahrscheinlicher, wenn:
Bitcoin nachhaltig über 69.000 US-Dollar ausbricht. Dann könnte der bisherige Widerstand zur Unterstützung werden und der Weg in Richtung True Market Mean bei etwa 76.600 US-Dollar frei werden .
Die Bitcoin-ETF-Flüsse von anhaltenden Nettoabflüssen in dauerhafte Nettozuflüsse drehen. Das wäre ein Zeichen für eine Rückkehr institutioneller Nachfrage .
Ein makroökonomischer Impuls einsetzt – etwa ein deutlicher Rückgang des DXY, sinkende Anleiherenditen oder klare Signale für eine geldpolitische Wende. Glassnode nennt als mögliche Voraussetzungen einen DXY unter 99 oder eine zehnjährige US-Rendite in Richtung 4,2 Prozent .
Der breit angelegte Accumulation Trend Score über 0,5 steigt. Das würde darauf hindeuten, dass größere Marktteilnehmer kontinuierlich Angebot aufnehmen .
Was das Szenario kippen könnte
Weitere Abwärtsrisiken würden zunehmen, wenn:
Bitcoin unter 58.000 bis 60.000 US-Dollar fällt und dort bleibt. In diesem Fall könnte eine weitere Kapitulationswelle den Kurs in Richtung des realisierten Preisbodens um 54.900 US-Dollar drücken .
Die Verlustrealisierung langfristiger Halter erneut über 280 Millionen US-Dollar pro Tag steigt. Das wäre ein Warnsignal dafür, dass auch geduldige Anleger ihre Überzeugung verlieren .
Die US-Notenbank weitere überraschend straffe Signale sendet und der Markt weiterhin Zinserhöhungen statt Zinssenkungen einpreist. Dadurch würde der Anreiz zum „bezahlten Warten“ noch größer .
Der DXY wieder über etwa 101 steigt und damit den Liquiditätsdruck auf sämtliche Risikoanlagen verstärkt .
Fazit: Stabilisierung ja, Befreiungsschlag nein
Bitcoin befindet sich in einer Übergangsphase. Die On-Chain-Daten zeigen, dass der Verkaufsdruck nachlässt und langfristige Halter wieder akkumulieren. Gemessen an historischen Zyklen ist der Bärenmarkt zudem ungewöhnlich flach.
Der entscheidende Haken bleibt jedoch das makroökonomische Umfeld. Solange US-Staatsanleihen eine attraktive und vergleichsweise sichere Rendite bieten, bleibt ein großer Teil des potenziellen Bitcoin-Kapitals an der Seitenlinie. Für eine nachhaltige Erholung braucht der Markt deshalb entweder einen makroökonomischen Katalysator – oder schlicht mehr Zeit.
Die wichtigste Marke bleibt zunächst 69.000 US-Dollar. Ein überzeugender Ausbruch darüber könnte die Bodenbildung bestätigen. Ein Bruch der Unterstützung bei 58.000 bis 60.000 US-Dollar würde dagegen das Risiko eines erneuten Abverkaufs erhöhen. Glassnodes Diagnose fällt entsprechend nüchtern aus: Der Bodenbildungsprozess läuft, aber der Markt ist noch nicht über den Berg.