Freeport Indonesia erwartet die volle Produktion in Grasberg nun erst Anfang 2028 statt Anfang 2027 — ein wichtiger Angebotsrisiko Faktor bleibt damit länger bestehen [2]. Die Mine ist nicht vollständig stillgelegt: Zwei nicht betroffene Untertagebereiche nahmen laut Freeport Ende Oktober 2025 wieder die Produktion...

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: Freeport’s Grasberg Restart Delay Keeps Copper Supply Tight Through 2027. Article summary: Freeport Indonesia’s one year delay moves Grasberg’s full restart to early 2028, keeping a major copper mine below normal output for longer and tightening the 2026–2027 supply outlook; the price impact still depends o.... Topic tags: copper, mining, commodities, indonesia, freeport mcmoran. Reference image context from search candidates: Reference image 1: visual subject "PT Freeport Indonesia has confirmed the delayed restart of full production at the Grasberg mine, as it continues to recover from a deadly accident last year that crippled the globa" source context "Freeport delays Grasberg full restart to early 2028 - MINING.COM" Reference image 2: visual subject "* **Grasberg Copper Mine’s Full Restart Delayed Again to Early
Freeport Indonesias neuer Zeitplan macht aus der Grasberg-Mine kein kurzfristiges Erholungsthema mehr, sondern ein länger laufendes Risiko für das weltweite Kupferangebot. Der Komplex in Zentralpapua soll nun erst Anfang 2028 wieder volle Produktion erreichen — zuvor stand Anfang 2027 im Raum .
Das ist für den Markt mehr als eine betriebliche Verzögerung. Grasberg zählt zu den größten Kupferminen der Welt; Project Blue bezifferte ihren Anteil auf rund 3 % des weltweit geförderten Kupfers und führte sie für 2024 als zweitgrößte Kupfermine nach Produktion . Wenn eine Mine dieser Größenordnung langsamer zurückkommt, spürt das nicht nur der Betreiber, sondern die gesamte Angebotsbilanz.
Tony Wenas, President Director von PT Freeport Indonesia, sagte, der Grasberg-Komplex peile die Rückkehr zur vollen Produktion nun Anfang 2028 an . Das bedeutet eine Verschiebung um etwa ein Jahr gegenüber der zuvor genannten Zielmarke Anfang 2027
.
Auslöser ist ein schwerer Schlammstrom beziehungsweise Schlammeinbruch im Jahr 2025, der den Untertagebetrieb beeinträchtigte. Project Blue berichtete, Freeport-McMoRan habe nach einem Vorfall vom 8. September für Lieferverträge im Zusammenhang mit der Grasberg Block Cave „Force Majeure“ erklärt — also höhere Gewalt, ein in Rohstoffverträgen wichtiger Mechanismus bei außergewöhnlichen Störungen . Lokale Berichte verwiesen zudem auf Schäden an unterirdischer Infrastruktur und Betriebssystemen; die Gesamtmine laufe demnach nur bei etwa 40 % bis 50 % ihrer Kapazität
.
Ganz still steht Grasberg allerdings nicht. Freeport-McMoRan teilte im November 2025 mit, die nicht betroffenen Untertagebereiche Deep Mill Level Zone und Big Gossan hätten Ende Oktober wieder produziert. Gleichzeitig liefen Sanierungsarbeiten, um die Grasberg Block Cave ab dem zweiten Quartal 2026 schrittweise wieder anzufahren und hochzufahren . Entscheidend ist also nicht, ob überhaupt Kupfer aus Grasberg kommt — sondern wann der gesamte Komplex wieder Normalniveau erreicht.
Bei Kupfer kommt es auf wenige große Minen an. Grasberg ist dabei ein Schwergewicht: Project Blue zufolge stand die Mine 2024 nach Produktionsmenge weltweit auf Rang zwei und lieferte rund 3 % des globalen Kupfers aus Minen . Auch The Business Times beschrieb Grasberg vor der Beeinträchtigung durch den Schlammstrom als zweitgrößten Kupferproduzenten der Welt
.
Schon vor der jüngsten Terminverschiebung rechneten Marktbeobachter mit einem spürbaren Einschnitt. Project Blue schrieb, die Produktion 2026 könne infolge der Force-Majeure-Erklärung um bis zu 35 % sinken . Fastmarkets berichtete ebenfalls, Kupfer- und Goldausstoß könnten 2026 um 35 % niedriger ausfallen; damals wurde noch eine schrittweise Erholung bis nahe an das Vorkrisenniveau im Jahr 2027 erwartet
. Mit dem neuen Ziel Anfang 2028 verlängert sich genau dieses Erholungsfenster
.
Ein weiteres Maß für die Größenordnung lieferte Mining.com: Goldman Sachs senkte wegen der Grasberg-Störung seine Prognosen für das weltweite Kupferangebot 2025 und 2026 und schätzte den möglichen Verlust an Kupferminenangebot auf bis zu 525.000 Tonnen .
Die Verschiebung heißt nicht, dass Grasberg komplett aus dem Angebot verschwindet. Sie heißt aber, dass die erwartete Erholung später kommt. Wäre die volle Produktion Anfang 2027 zurückgekehrt, hätte der Markt 2026 als Hauptjahr der Störung behandeln können. Mit dem neuen Ziel Anfang 2028 reicht das Risiko nun über 2026 hinaus in das Jahr 2027 .
Genau das ist für Kupferbilanzen heikel. Bei einer Mine dieser Größe kann ein späterer Hochlauf den Unterschied machen zwischen einem Markt mit ausreichendem Puffer und einem Markt, in dem jede weitere Störung stärker ins Gewicht fällt. Berichte zum neuen Zeitplan beschrieben die Verzögerung deshalb als zusätzliche Belastung für ein ohnehin angespanntes globales Kupferangebot . Prognosen, die für 2027 eine Normalisierung in Grasberg unterstellt hatten, müssen nun entweder weniger Grasberg-Material einplanen oder zusätzliche Mengen aus anderen Minen finden.
Rein von der Angebotsseite wirkt die Verzögerung preisstützend: Ein großer Lieferant kehrt später vollständig zurück. Das ist aber keine vollständige Preisprognose. Der Kupferpreis hängt auch von Nachfrage, Lagerbeständen, Schrottaufkommen und der Frage ab, ob andere Minen gleichzeitig mehr oder weniger liefern.
Die belastbare Schlussfolgerung ist daher enger, aber wichtig: Grasberg garantiert für sich allein kein weltweites Kupferdefizit. Die Verzögerung erhöht jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass die Marktbilanz 2026 und 2027 knapper ausfällt als in Szenarien, die von einer Erholung 2027 ausgingen .
Der wichtigste kurzfristige Indikator ist die Auslastung. Bleibt die Gesamtmine nahe der gemeldeten Spanne von 40 % bis 50 %, statt sich stetig in Richtung Normalproduktion zu bewegen, hat der Markt weniger Reserve für weitere Ausfälle .
Daneben zählen drei Punkte: der Fortschritt beim Hochlauf der Grasberg Block Cave, mögliche Änderungen am Ziel „Anfang 2028“ und neue Angebotsprognosen für 2026 und 2027 . Solange sich hier keine deutliche Entspannung zeigt, bleibt Grasberg ein Grund, warum die Kupferangebotsseite länger fragil wirkt.
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Freeport Indonesia erwartet die volle Produktion in Grasberg nun erst Anfang 2028 statt Anfang 2027 — ein wichtiger Angebotsrisiko Faktor bleibt damit länger bestehen [2].
Freeport Indonesia erwartet die volle Produktion in Grasberg nun erst Anfang 2028 statt Anfang 2027 — ein wichtiger Angebotsrisiko Faktor bleibt damit länger bestehen [2]. Die Mine ist nicht vollständig stillgelegt: Zwei nicht betroffene Untertagebereiche nahmen laut Freeport Ende Oktober 2025 wieder die Produktion auf; der Hochlauf der Grasberg Block Cave soll schrittweise ab dem zweit...
Frühere Schätzungen deuteten bereits auf einen kräftigen Ausfall hin: 2026 könnte die Produktion um bis zu 35 % niedriger liegen; Goldman Sachs bezifferte den möglichen Verlust an Kupferminenangebot auf bis zu 525.000...