Solche Verfallstermine können kurzfristig stärkere Kursbewegungen auslösen, weil Händler Positionen schließen, rollen oder absichern.
Ein Blick auf die Zusammensetzung der Optionen liefert Hinweise auf die aktuelle Marktstimmung.
Ein Wert unter 1 bedeutet, dass mehr Calls als Puts gehalten werden – ein Zeichen für eine vorsichtig bullische Positionierung der Marktteilnehmer.
Die größte Konzentration an Optionspositionen liegt aktuell bei zwei zentralen Strike‑Preisen:
Diese beiden Marken bilden faktisch einen Positionskorridor zwischen 75.000 und 80.000 Dollar, den viele Händler für den Verfallstag beobachten.
Optionsmärkte verfolgen häufig ein theoretisches Kursniveau, das als „Max Pain“ bezeichnet wird. Es beschreibt den Preis, bei dem die meisten Optionskontrakte wertlos verfallen und Verkäufer von Optionen die geringsten Auszahlungen leisten müssen.
Für den aktuellen Verfall gilt:
Manche Trader beobachten, ob sich der Kurs in Richtung dieses Levels bewegt, wenn sich der Verfall nähert – auch wenn das keine feste Regel ist.
Die Rivalität zwischen Deribit und IBIT steht stellvertretend für eine größere Entwicklung im Bitcoin‑Derivatemarkt.
Im April 2026 hatten Optionen auf BlackRocks Bitcoin‑ETF IBIT kurzfristig erstmals Deribit beim offenen Interesse überholt, mit etwa 27,61 Milliarden Dollar gegenüber 26,9 Milliarden Dollar. Das zeigte, wie schnell institutionelle Produkte seit ihrer Einführung gewachsen sind.
Nur wenige Wochen später lag Deribit mit rund 31,3 Milliarden Dollar wieder vorne. Das deutet darauf hin, dass Krypto‑native Plattformen weiterhin eine zentrale Rolle spielen – besonders für große, komplexe Handelsstrategien.
Zusammengenommen zeigen die Daten rund um den 29‑Mai‑Verfall mehrere wichtige Trends:
Der Bitcoin‑Derivatemarkt entwickelt sich damit zu einem hybriden Ökosystem, in dem sich traditionelle Finanzmärkte und Krypto‑Handelsplätze gegenseitig Konkurrenz machen – und gleichzeitig gemeinsam wachsen.
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