Auch Glassnode sieht Bitcoin knapp über einem Median-Realized-Price von rund 63.000 US-Dollar, aber unterhalb der Kostenbasis kurzfristiger Halter bei 68.700 US-Dollar. Der Kurs befindet sich damit in einer unbequemen Zwischenzone: Nahe genug an der mittleren Kostenbasis, um Käufer anzuziehen, aber noch unter dem Niveau, bei dem jüngere Marktteilnehmer möglicherweise auf einen Ausstieg zum Einstandspreis warten.
Die praktische Schlussfolgerung ist eindeutig: Das Halten der Zone würde noch keinen neuen Bullenmarkt bestätigen. Es würde aber darauf hindeuten, dass die Nachfrage das Verkaufsangebot an einem viel beachteten Kostenbasis-Niveau aufnimmt. Ein Bruch würde dieses Szenario schwächen und die Unterstützungsregion aus dem Juni wieder relevanter machen. Glassnode bezeichnete etwa 58.500 US-Dollar als weitere wichtige Unterstützung.
Das größte Hindernis für eine nachhaltige Erholung bleibt die Nachfrage. Aus in den USA gelisteten Spot-Bitcoin-ETFs flossen in der Woche bis zum 14. August je nach Datenquelle und Schätzung netto etwa 385,2 bis 390 Millionen US-Dollar ab. Dies wurde als größter wöchentlicher Abfluss seit sechs Wochen beschrieben.
Am 18. August erholte sich Bitcoin zwar zeitweise in Richtung 64.535 US-Dollar und legte innerhalb von 24 Stunden rund 2,55 Prozent zu, nachdem der Kurs zuvor nahe 63.000 US-Dollar gehandelt worden war. Eine Erholung an nur einem Handelstag beweist jedoch noch keine dauerhafte Nachfrage – insbesondere dann nicht, wenn ihr eine Woche mit umfangreichen ETF-Rücknahmen vorausgegangen ist.
Genau deshalb geht es beim Test von 63.200 US-Dollar um mehr als reine Charttechnik. Eine Unterstützung ist glaubwürdiger, wenn gleichzeitig neues Kapital in den Markt fließt. Ohne diese Bestätigung kann ein Anstieg lediglich eine Bewegung innerhalb der Handelsspanne bleiben und muss noch nicht den Beginn einer nachhaltigen Trendwende markieren.
Mehrere der verfügbaren Indikatoren passen zu einem fortgeschrittenen oder späten Abwärtstrend: Bitcoin bewegt sich seit Monaten in einer engen Handelsspanne, die Volatilität ist zurückgegangen, und der Kurs liegt weiterhin unter wichtigen Kostenbasis-Niveaus der Halter. Bitfinex beschreibt den Markt als von Merkmalen einer mittleren bis späten Bärenmarktphase geprägt. Glassnode spricht ebenfalls von einer lang anhaltenden Phase stark komprimierter Volatilität.
Solche Bedingungen können einer Bodenbildung vorausgehen, liefern aber kein präzises Timing-Signal. Ein Markt kann länger als erwartet bewegungsarm und anfällig bleiben. Die belastbarere Einschätzung lautet daher: Bitcoin könnte sich in einem Bodenbildungsprozess befinden, während das Abwärtsrisiko aktiv bleibt. Ein endgültiges Tief ist damit noch nicht bestätigt.
Die nächsten wichtigen Hinweise sollten aus dem Marktverhalten kommen – nicht aus Prognosen. Ein überzeugenderes Erholungsszenario würde voraussetzen:
Bitfinex zufolge ist eine vollständige Erholung der Liquidität kaum zu erwarten, bevor sich die ETF-Zuflüsse erholen und das Stablecoin-Angebot wieder wächst. Bis diese Bedingungen erfüllt sind, sprechen die Daten eher für Vorsicht und ein schrittweises Risikomanagement, als dafür, das exakte Markttief ausrufen zu wollen.
Das aktuelle Fazit bleibt deshalb ausgewogen, aber defensiv: Kann Bitcoin die Zone zwischen 63.000 und 63.200 US-Dollar halten, stärkt das die These einer möglichen Bodenbildung. Der Markt hat jedoch noch nicht genügend Nachfrage gezeigt, um eine nachhaltige Erholung zu bestätigen. Ein Bruch nach unten würde 57.803 US-Dollar zu einer wichtigen Orientierung für das Abwärtsrisiko machen. Eine nachhaltige Rückeroberung der Zone – begleitet von besseren Kapitalzuflüssen – würde den Ausblick dagegen deutlich verbessern.
Dies ist eine Marktanalyse und keine Anlageberatung.
Auch Glassnode sieht Bitcoin knapp über einem Median-Realized-Price von rund 63.000 US-Dollar, aber unterhalb der Kostenbasis kurzfristiger Halter bei 68.700 US-Dollar. Der Kurs befindet sich damit in einer unbequemen Zwischenzone: Nahe genug an der mittleren Kostenbasis, um Käufer anzuziehen, aber noch unter dem Niveau, bei dem jüngere Marktteilnehmer möglicherweise auf einen Ausstieg zum Einstandspreis warten.
Die praktische Schlussfolgerung ist eindeutig: Das Halten der Zone würde noch keinen neuen Bullenmarkt bestätigen. Es würde aber darauf hindeuten, dass die Nachfrage das Verkaufsangebot an einem viel beachteten Kostenbasis-Niveau aufnimmt. Ein Bruch würde dieses Szenario schwächen und die Unterstützungsregion aus dem Juni wieder relevanter machen. Glassnode bezeichnete etwa 58.500 US-Dollar als weitere wichtige Unterstützung.
Das größte Hindernis für eine nachhaltige Erholung bleibt die Nachfrage. Aus in den USA gelisteten Spot-Bitcoin-ETFs flossen in der Woche bis zum 14. August je nach Datenquelle und Schätzung netto etwa 385,2 bis 390 Millionen US-Dollar ab. Dies wurde als größter wöchentlicher Abfluss seit sechs Wochen beschrieben.
Am 18. August erholte sich Bitcoin zwar zeitweise in Richtung 64.535 US-Dollar und legte innerhalb von 24 Stunden rund 2,55 Prozent zu, nachdem der Kurs zuvor nahe 63.000 US-Dollar gehandelt worden war. Eine Erholung an nur einem Handelstag beweist jedoch noch keine dauerhafte Nachfrage – insbesondere dann nicht, wenn ihr eine Woche mit umfangreichen ETF-Rücknahmen vorausgegangen ist.
Genau deshalb geht es beim Test von 63.200 US-Dollar um mehr als reine Charttechnik. Eine Unterstützung ist glaubwürdiger, wenn gleichzeitig neues Kapital in den Markt fließt. Ohne diese Bestätigung kann ein Anstieg lediglich eine Bewegung innerhalb der Handelsspanne bleiben und muss noch nicht den Beginn einer nachhaltigen Trendwende markieren.
Mehrere der verfügbaren Indikatoren passen zu einem fortgeschrittenen oder späten Abwärtstrend: Bitcoin bewegt sich seit Monaten in einer engen Handelsspanne, die Volatilität ist zurückgegangen, und der Kurs liegt weiterhin unter wichtigen Kostenbasis-Niveaus der Halter. Bitfinex beschreibt den Markt als von Merkmalen einer mittleren bis späten Bärenmarktphase geprägt. Glassnode spricht ebenfalls von einer lang anhaltenden Phase stark komprimierter Volatilität.
Solche Bedingungen können einer Bodenbildung vorausgehen, liefern aber kein präzises Timing-Signal. Ein Markt kann länger als erwartet bewegungsarm und anfällig bleiben. Die belastbarere Einschätzung lautet daher: Bitcoin könnte sich in einem Bodenbildungsprozess befinden, während das Abwärtsrisiko aktiv bleibt. Ein endgültiges Tief ist damit noch nicht bestätigt.
Die nächsten wichtigen Hinweise sollten aus dem Marktverhalten kommen – nicht aus Prognosen. Ein überzeugenderes Erholungsszenario würde voraussetzen:
Bitfinex zufolge ist eine vollständige Erholung der Liquidität kaum zu erwarten, bevor sich die ETF-Zuflüsse erholen und das Stablecoin-Angebot wieder wächst. Bis diese Bedingungen erfüllt sind, sprechen die Daten eher für Vorsicht und ein schrittweises Risikomanagement, als dafür, das exakte Markttief ausrufen zu wollen.
Das aktuelle Fazit bleibt deshalb ausgewogen, aber defensiv: Kann Bitcoin die Zone zwischen 63.000 und 63.200 US-Dollar halten, stärkt das die These einer möglichen Bodenbildung. Der Markt hat jedoch noch nicht genügend Nachfrage gezeigt, um eine nachhaltige Erholung zu bestätigen. Ein Bruch nach unten würde 57.803 US-Dollar zu einer wichtigen Orientierung für das Abwärtsrisiko machen. Eine nachhaltige Rückeroberung der Zone – begleitet von besseren Kapitalzuflüssen – würde den Ausblick dagegen deutlich verbessern.
Dies ist eine Marktanalyse und keine Anlageberatung.