Da europäische Spielepreise traditionell höher aussehen als US‑Preise und Nintendo häufig europäische Preise wie €79,99 mit nordamerikanischen Preisen von etwa 70 bis 80 Dollar verbindet, interpretierten viele Fans den Eintrag als mögliches Signal für ein 80‑Dollar‑Pokémon‑Spiel.
Allerdings funktioniert diese Umrechnung nicht immer. Einige Switch‑2‑Spiele, die in Europa zunächst mit €79,99 gelistet waren, erschienen später in den USA doch für 69,99 Dollar. Deshalb lässt sich aus dem Listing allein keine sichere Preisprognose ableiten.
Die Diskussion passt zu einem größeren Wandel bei Nintendo. Mit der neuen Konsole experimentiert das Unternehmen mit mehreren Preisstufen für First‑Party‑Spiele.
Aktuelle Beispiele zeigen ein breiteres Spektrum:
Ein frühes Beispiel für diese Aufteilung ist Yoshi and the Mysterious Book, das mit 59,99 Dollar digital und 69,99 Dollar physisch erschien.
In manchen Fällen gehen die Preise sogar noch weiter auseinander: Für bestimmte Switch‑2‑Titel können digitale Versionen bis zu 80 Dollar kosten, während physische Ausgaben in einigen Regionen noch teurer sind.
Vor diesem Hintergrund wäre ein Pokémon‑Spiel im Bereich von 80 Dollar zwar neu für die Reihe – aber nicht völlig ungewöhnlich innerhalb von Nintendos aktueller Strategie.
Trotz der Aufmerksamkeit gibt es mehrere Gründe, vorsichtig zu bleiben.
Erstens nennen die offiziellen Store‑Seiten von Nintendo für Pokémon Winds und Pokémon Waves lediglich ein weltweites Veröffentlichungsfenster im Jahr 2027 – ohne irgendeine Preisangabe.
Zweitens nutzen Händler bei sehr frühen Vorbestellungen häufig Platzhalterpreise. Diese erlauben es ihnen, Produktseiten anzulegen und Reservierungen anzunehmen, obwohl der endgültige Verkaufspreis noch gar nicht festgelegt wurde.
Da die neuen Pokémon‑Spiele noch mehrere Jahre entfernt sind, könnte sich der tatsächliche Preis bis zur Veröffentlichung problemlos ändern.
Die Debatte rund um Pokémon spiegelt einen breiteren Trend in der Spielebranche wider.
Viele Jahre lang lag der typische Startpreis großer Konsolenspiele bei 60 Dollar. In der aktuellen Konsolengeneration hat sich der Standard schrittweise auf etwa 70 Dollar verschoben.
Inzwischen testen einige Publisher – darunter Nintendo und Microsoft – sogar 80‑Dollar‑Titel für besonders große Veröffentlichungen.
Die Reaktionen der Spieler sind gemischt. Eine Branchenumfrage aus dem Jahr 2026 zeigt beispielsweise, dass 62 % besonders engagierter Gamer in den USA, Großbritannien und Australien keine Spiele mehr zum Vollpreis kaufen, während die Preise weiter steigen.
Das Amazon‑Listing liefert vor allem einen Hinweis auf mögliche Preisrichtungen, aber keine Bestätigung.
Es zeigt:
Bis Nintendo selbst einen offiziellen Preis nennt, bleibt der Betrag von €79,99 jedoch reine Spekulation. Da die Spiele erst 2027 erscheinen sollen, ist es gut möglich, dass sich der endgültige Preis noch mehrfach ändert.
Die Diskussion zeigt vor allem eines: Viele Spieler rechnen inzwischen damit, dass 80 Dollar zur neuen Obergrenze für große Konsolen‑Blockbuster werden könnten – und dass auch Pokémon irgendwann in diese Kategorie fallen könnte.
Comments
0 comments