Das reguläre iPhone 18, das iPhone 18e und das iPhone Air 2 sollen dagegen erst im Frühjahr 2027 erscheinen . Für Apple wäre das eine deutliche Abkehr vom bisherigen Muster, bei dem die neue iPhone-Generation weitgehend gleichzeitig im Herbst startet. Die Pro-Modelle bekämen dadurch zunächst ein klareres Premium-Fenster, ohne direkt mit den günstigeren Varianten der eigenen Produktfamilie zu konkurrieren.
Im Inneren der Pro-Modelle soll der A20 Pro arbeiten, der bei TSMC im 2-nm-Verfahren (N2) gefertigt wird. Es wäre Apples erster Smartphone-Chip auf dieser Fertigungsbasis. Erwartet werden rund 15 Prozent mehr CPU-Leistung und eine um bis zu 30 Prozent bessere Energieeffizienz gegenüber der A19-Generation .
Der Chip soll außerdem eine sogenannte Wafer-Level Multi-Chip Module (WMCM)-Verpackung nutzen . Vereinfacht gesagt können dabei mehrere Chipbereiche besonders kompakt miteinander verbunden werden.
Die Effizienzgewinne wären vor allem für anspruchsvollere KI-Funktionen direkt auf dem Gerät relevant. Auch eine neue, mit Gemini-Unterstützung arbeitende Siri soll von der zusätzlichen Rechenleistung profitieren. Gleichzeitig könnte der effizientere Chip helfen, den erwarteten größeren Akku sinnvoll zu nutzen, ohne die Akkulaufzeit durch neue Funktionen wieder vollständig aufzubrauchen .
Die wohl auffälligste Kamera-Neuerung betrifft die Hauptkamera. Sowohl das iPhone 18 Pro als auch das Pro Max sollen erstmals in der iPhone-Geschichte eine mechanische variable Blende für die 48-Megapixel-Fusion-Kamera erhalten .
Statt einer feststehenden Blende von f/1.78 könnte sich die Öffnung den Berichten zufolge zwischen etwa f/1.4 und f/4.0 verstellen lassen . Dadurch hätten Nutzer mehr Einfluss darauf, wie viel Licht auf den Sensor fällt, wie stark der Hintergrund verschwimmt und wie die Belichtung ausfällt.
Damit würde Apple den Schwerpunkt bei der Kamera teilweise von reiner Software- und KI-Verarbeitung zurück auf optische Hardware verlagern. Die Produktion entsprechender Komponenten bei Zulieferern soll bereits angelaufen sein . Zusätzlich wird über einen dreilagigen, gestapelten Samsung-Bildsensor spekuliert, der den bisherigen Sony-Sensor für die Hauptkamera ersetzen könnte .
Beide Pro-Modelle sollen auf 12 GB Arbeitsspeicher aufrüsten – nach 8 GB beim iPhone 17 Pro . Als Hauptgrund gilt der wachsende Bedarf an KI-Anwendungen, die direkt auf dem Smartphone ausgeführt werden.
Auch die Akkukapazität soll deutlich steigen. Für das iPhone 18 Pro Max nennen einzelne Leaks einen Akku mit ungefähr 5.000 mAh. Zum Vergleich: Beim iPhone 17 Pro Max werden rund 4.685 mAh genannt . Die tatsächliche Laufzeit hängt allerdings nicht nur von der Kapazität ab, sondern auch von Display, Chip, Software und Modem.
Die Dynamic Island könnte schrumpfen, weil Apple Komponenten von Face ID teilweise unter dem Display unterbringen soll . Vollständig unsichtbare Face-ID-Hardware ist damit nicht zwingend gemeint – die Aussparung würde aber offenbar weniger Raum einnehmen.
Weitere erwartete Neuerungen:
Für viele Kaufinteressierte dürfte der Preis die entscheidende Nachricht sein. Apple-CEO Tim Cook soll gegenüber dem Wall Street Journal erklärt haben, Preiserhöhungen seien wegen des weltweiten Mangels an Speicherchips „unvermeidbar“ .
Die bisherigen Prognosen unterscheiden sich deutlich:
In der Summe könnte der US-Startpreis des iPhone 18 Pro damit bei etwa 1.299 bis 1.399 US-Dollar liegen. Das Pro Max dürfte noch teurer werden . Die genannten US-Preise lassen sich nicht direkt in deutsche Verkaufspreise umrechnen, da Steuern, Währung, Speicheroptionen und Apples regionale Preisgestaltung eine Rolle spielen.
Hinter den erwarteten Preissteigerungen steht vor allem ein globaler Engpass bei DRAM und NAND-Flash. Rechenzentren für generative KI sollen schätzungsweise rund 70 Prozent des weltweiten DRAM-Angebots verbrauchen. Die Preise für Speicherchips seien dadurch im Jahresvergleich um etwa 63 bis 75 Prozent gestiegen .
Hersteller wie Samsung und Micron konzentrieren einen größeren Teil ihrer Produktion auf leistungsfähige Speicherbausteine für KI-Server. Das verknappt das Angebot für klassische Unterhaltungselektronik – darunter Smartphones .
Besonders drastisch fällt eine Schätzung zu den 12 GB DRAM im iPhone 18 Pro aus: Die Kosten könnten von ungefähr 39 US-Dollar beim iPhone 17 Pro auf bis zu 145 US-Dollar steigen. Das entspräche einem Anstieg von 272 Prozent . Auch NAND-Flash für den internen Speicher wird voraussichtlich deutlich teurer .
Die bisherigen Hinweise zeichnen das Bild eines wichtigen iPhone-Updates. Der A20 Pro wäre Apples erster 2-nm-Smartphone-Chip, die variable Blende eine echte optische Premiere, und der geteilte Start würde Apples Produktstrategie verändern.
Der Haken: Ein Teil dieser Innovationen könnte direkt auf den Kaufpreis durchschlagen. Ausgerechnet der KI-Boom, der mehr lokale Rechenleistung und 12 GB RAM auf dem iPhone nötig macht, verschärft zugleich den weltweiten Wettbewerb um Speicherchips. Ob das iPhone 18 Pro am Ende tatsächlich 1.399 US-Dollar kostet, wird sich allerdings erst bei Apples offizieller Vorstellung zeigen.