Xiaomi hat in China das Xiaomi 18 Fold vorgestellt. Das neue Spitzenmodell ist ein Foldable im breiten Buchformat: Aufgeklappt soll es stärker wie ein kleines Tablet wirken als die früher verbreiteten, schmaleren Falt-Smartphones. Zu den wichtigsten Merkmalen zählen Xiaomis eigener XRING-O3-Prozessor, ein mit Leica entwickeltes Dreifach-Kamerasystem und ein Akku mit 6.000 mAh. Der Verkauf in China beginnt am 10. September um 10:00 Uhr Ortszeit; die Preise starten bei 10.999 Yuan. Zu einem Start in Deutschland oder anderen internationalen Märkten hat Xiaomi bislang nichts angekündigt.
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Breites Format statt schmalem Falt-Handy
Das 18 Fold besitzt ein 5,38-Zoll-Außendisplay sowie ein faltbares 7,58-Zoll-Innendisplay. Beide Panels arbeiten mit LTPO-Technik und bis zu 120 Hz Bildwiederholrate; die beworbene Spitzenhelligkeit liegt bei bis zu 4.000 Nits.
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Entscheidend ist dabei das Seitenverhältnis: Xiaomi setzt auf ein breiteres Innenformat, das sich eher für parallele Apps, Videos und produktive Aufgaben eignen soll. Ob dieses Konzept im Alltag überzeugt, hängt allerdings nicht nur von der Hardware ab, sondern ebenso von Software-Anpassungen und der langfristigen Unterstützung für große Displays.
Eigener Chip, Leica-Kameras und großer Akku
Im Xiaomi 18 Fold arbeitet der in 3 nm gefertigte XRING O3, ein von Xiaomi selbst entwickelter Chip. Angeboten werden Varianten mit 12 oder 16 GB Arbeitsspeicher und 256 GB, 512 GB oder 1 TB Speicher. Die Topausstattung kombiniert LPDDR6-Arbeitsspeicher mit UFS-4.1-Speicher.
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Auf der Rückseite sitzt ein dreiteiliges, gemeinsam mit Leica entwickeltes Kamerasystem: eine 200-Megapixel-Hauptkamera, ein 50-Megapixel-Periskop-Teleobjektiv und eine 50-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera. Der 6.000-mAh-Akku unterstützt Laden mit bis zu 67 Watt per Kabel und 50 Watt kabellos.
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Preise: von 10.999 bis 15.999 Yuan
In China kostet die Version mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher 10.999 Yuan. Die reguläre Baureihe reicht bis zu 16 GB RAM und 1 TB Speicher für 14.999 Yuan. Zusätzlich verkauft Xiaomi eine Ceramic Special Edition mit 16 GB und 1 TB für 15.999 Yuan; sie ist auf 1.500 Stück begrenzt.
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Wichtig für Interessierte außerhalb Chinas: Xiaomi hat weder internationale Preise noch einen weltweiten Verkaufsstart bestätigt. Das 18 Fold ist damit zunächst ein China-Modell und keine direkt verfügbare Konkurrenz zu Foldables, die in Europa regulär angeboten werden.
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Start am selben Tag wie Huaweis neues Tri-Fold
Xiaomi präsentierte das 18 Fold am 7. September – am gleichen Tag, an dem Huawei in China das Mate XT 2 vorstellte. Die Präsentationen fanden zwei Tage vor Apples erwarteter Veranstaltung am 9. September statt.
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Huaweis Mate XT 2 verfolgt ein anderes Konzept: Das Gerät faltet sich zweimal und erreicht aufgeklappt 10,2 Zoll. Es nutzt den Kirin 9050 Pro und startet in China bei 19.999 Yuan.
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58 Die zeitgleichen Vorstellungen zeigen zwei unterschiedliche Ansätze im chinesischen Premiumsegment: Xiaomi setzt auf ein breites Buch-Foldable, Huawei auf ein noch größeres Tri-Fold.
Apples erstes faltbares iPhone war zu diesem Zeitpunkt noch nicht offiziell angekündigt. Vorabberichte nannten ein Buchformat mit ungefähr 7,8-Zoll-Innendisplay, zwei rückseitigen Kameras und einem Einstiegspreis von mehr als 2.000 US-Dollar. Diese Angaben waren Berichte und keine von Apple bestätigten Spezifikationen.
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Was der XRING O3 strategisch bedeutet
Mit dem XRING O3 nutzt Xiaomi ein Flaggschiff-Foldable als Bühne für einen eigenen Prozessor. Huawei verfolgt mit seiner Kirin-Plattform eine ähnliche Strategie. Das verdeutlicht die wachsenden Chipdesign-Ambitionen chinesischer Hersteller.
Daraus folgt jedoch nicht automatisch vollständige Unabhängigkeit in der Halbleiterindustrie. Chipentwicklung, Fertigung, Produktionsanlagen und die Versorgung mit weiteren Komponenten sind unterschiedliche Bereiche. Die Geräte allein erlauben deshalb keinen belastbaren Schluss über eine vollständige technologische Eigenständigkeit.
Foldables wachsen – das breite Buchformat gewinnt an Gewicht
Der Markt für faltbare Smartphones ist im Vergleich zum Gesamtmarkt weiterhin klein, soll aber deutlich wachsen. Omdia beziffert die weltweiten Foldable-Auslieferungen für 2025 auf 18,2 Millionen Geräte und erwartet bis 2028 jährliches Wachstum von mehr als 20 Prozent auf 36 Millionen Einheiten. Als Treiber nennt das Marktforschungsunternehmen auch das aufkommende breite Format.
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China lieferte bereits zuvor starke Impulse: Im ersten Halbjahr 2025 stiegen die Foldable-Auslieferungen dort laut Omdia im Jahresvergleich um 32,8 Prozent, vor allem getragen von Huaweis Mate- und Pura-X-Modellen.
19 Counterpoint erwartet, dass die kumulierten weltweiten Auslieferungen bis Ende 2026 die Marke von 100 Millionen Geräten überschreiten. Für 2027 prognostiziert das Unternehmen 37 Prozent Wachstum und verweist dabei auf zusätzlichen Wettbewerb durch Samsung und Apple.
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Das Xiaomi 18 Fold verdrängt damit nicht automatisch die globalen Marktführer – schon weil es bislang nur für China angekündigt wurde. Es zeigt aber, wohin sich der Wettbewerb bewegt: zu besser nutzbaren breiten Displays, größeren Akkus, leistungsfähigeren Kameras und stärker differenzierten Chips – nicht bloß zu Smartphones, die sich falten lassen.