Beim ersten Gipfeltreffen von Xi Jinping und Donald Trump im Weißen Haus am 24. September 2026 verlangte Xi nach Angaben der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua, die USA sollten an der „richtigen Position“ festhalten, Taiwans Unabhängigkeit abzulehnen, und die Taiwan-Frage „mit Umsicht“ behandeln.
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27 Entscheidend ist, wer hier spricht: Das war Xis Forderung, keine nachgewiesene Zusage Washingtons.
„Nicht unterstützen“ ist nicht dasselbe wie „ablehnen“
Die bisherige US-Formulierung lautet, Washington unterstütze eine Unabhängigkeit Taiwans nicht.
31 Xi drängte dagegen auf eine ausdrückliche Ablehnung. Wer etwas nicht unterstützt, verweigert die eigene Zustimmung; wer es ablehnt, bezieht aktiv dagegen Stellung. Fachleute hatten bereits vor dem Gipfel darauf hingewiesen, dass Peking eine solche Änderung der offiziellen US-Wortwahl anstrebt.
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38 Selbst eine neue Formulierung würde allerdings für sich genommen noch nicht belegen, dass die USA ihre Waffenverkäufe oder sonstige Sicherheitszusammenarbeit mit Taiwan ändern.
Warum Pekings frühe Mitteilung auffiel
Chinesische Staatsmedien veröffentlichten Xis Äußerungen zu Taiwan, bevor sie ihren vollständigen Bericht über das Treffen vorlegten.
35 Zum Zeitpunkt der ersten Berichte lag keine eigene Darstellung der US-Seite zu diesem Teil des Gesprächs vor.
19 Die Reihenfolge zeigt, welchen Punkt Peking öffentlich hervorheben wollte. Sie sagt nicht, ob Trump der Forderung nachkam.
Die offene Frage der Waffenverkäufe
Unmittelbar vor dem Treffen war ein geplantes US-Waffenpaket für Taiwan im Wert von 14 Milliarden Dollar noch nicht genehmigt. Peking hatte wiederholt ein Ende amerikanischer Waffenverkäufe an Taiwan verlangt.
2 Trump selbst hatte das ausstehende Paket zuvor als „sehr gutes Verhandlungspfand“ gegenüber China bezeichnet.
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53 Das erklärt die Sorge von Verbündeten, Taiwan könnte Teil größerer Verhandlungen werden.
3 Aus den vorliegenden Berichten geht jedoch nicht hervor, dass Trump bei diesem Gipfel das Paket oder die bisherige US-Position aufgegeben hätte.
Auch die von beiden Regierungen nach einem früheren Treffen beschworene „konstruktive strategische Stabilität“ steht damit auf dem Prüfstand.
14 Für den Brookings-Experten Ryan Hass sollte eine Verringerung des Konfliktrisikos nicht bedeuten, Taiwan zum Tauschobjekt zu machen.
44 Während beim Gipfel auch Handel, Iran und künstliche Intelligenz auf der Tagesordnung standen, bleibt bei der Taiwan-Frage vorerst die wichtigste Unterscheidung: Pekings Wunsch ist noch keine Vereinbarung mit Washington.
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