Das deutlichste Signal der WAIC 2026: Chinesische Anbieter definieren KI Hardware zunehmend als Superknoten und Komplettsystem – nicht mehr nur als einzelne Chips. Biren Technology stellte einen NPO Superknoten für bis zu 1.024 Karten vor.
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What did WAIC 2026 in Shanghai reveal about China’s shift from competing primarily on single-chip performance to competing on supernode-scal. Article summary: WAIC 2026 signaled a credible shift in China’s AI-compute competition: vendors were no longer presenting accelerators mainly as standalone peak-FLOPS products, but as parts of rack- to cluster-scale systems in which inte. Topic tags: general, general web, news, user generated, documentation. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, water
Die Weltkonferenz für künstliche Intelligenz WAIC 2026 in Shanghai hat ein Signal ausgesendet, das über die Frage nach dem schnellsten Einzelchip hinausgeht: Der Wettbewerb um KI-Rechenleistung verlagert sich zunehmend auf Superknoten und komplette Serversysteme. Gezeigt wurden nicht nur Beschleuniger, sondern auch Scale-up-Interconnects, Speicherzugriffe, Rack-Dichte, Flüssigkühlung, Netzwerkzuverlässigkeit und Software-Stacks. Das Ziel eines Superknotens besteht darin, Dutzende, Hunderte oder sogar Tausende Beschleuniger möglichst wie einen koordinierten Rechner arbeiten zu lassen – statt wie eine Ansammlung voneinander getrennter Server.7
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Die Formulierung, die WAIC 2026 sei der eindeutige Startpunkt dieses Wechsels, wäre allerdings zu weitgehend. Sie ist eine plausible Einordnung der gezeigten Produkte und Ankündigungen, aber keine durch unabhängige Tests bestätigte Branchenfeststellung.
Beim Training und bei der Inferenz großer Modelle tauschen Beschleuniger fortlaufend Parameter, Aktivierungen, Gradienten und Routing-Daten aus. Ist die Verbindung zu langsam, zu unzuverlässig oder überlastet, warten die Recheneinheiten – und die theoretische FLOPS-Zahl wird nicht in entsprechenden realen Durchsatz übersetzt.
Ein Superknoten soll daher mehrere Probleme gleichzeitig lösen:
Damit verschieben sich auch die Kennzahlen, die für Kunden tatsächlich zählen. Eingekauft wird letztlich die Fähigkeit, ein Training abzuschließen oder dauerhaft Inferenz-Tokens auszugeben – nicht die isolierte Spitzenleistung eines Beschleunigers. Auslastung, Kommunikationsaufwand, Stromverbrauch, Kühlung, Zuverlässigkeit, Kosten der Softwaremigration und die Komplexität des Betriebs bestimmen gemeinsam die realen Kosten pro nutzbarem Token.
Biren Technology stellte auf der WAIC 2026 eine Superknotenarchitektur mit Near-Package Optics (NPO) und verteilter, entkoppelter Struktur vor. Ein einzelner Superknoten soll bis zu 1.024 Karten im Scale-up-Verbund unterstützen.1
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Bei NPO werden optische Verbindungselemente näher an das Rechenpaket gebracht. Dadurch lassen sich Verbindungswege verkürzen; getrennte Rechen- und Netzwerkknoten können über Glasfaser verbunden werden. Die vorgestellte Architektur zielt laut den verfügbaren Berichten darauf, Reichweiten-, Energie- und Signalintegritätsprobleme traditioneller elektrischer Verbindungen bei sehr großen Verbünden zu umgehen.4
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BLink 2.0 beschreibt Biren nicht nur als eine weitere Link-Technologie, sondern als Interconnect-Protokoll für den Superknoten. Zu den vom Unternehmen genannten Funktionen gehören:
Das zeigt, dass Biren seinen Wettbewerbsvorteil nicht mehr allein über die Leistung einer Karte definiert, sondern über die Frage, wie viele Karten zuverlässig zusammenarbeiten. Die Angaben zum gemeinsamen Speicher, zur Ausfallsicherheit und zum effektiven Durchsatz sind in den vorliegenden Quellen jedoch vor allem vom Anbieter formulierte Architekturziele. Sie sind nicht mit unabhängig verifizierten Ergebnissen über verschiedene Modelle und Workloads gleichzusetzen.
Yixin Intelligent präsentierte einen nach eigenen Angaben branchenweit ersten RISC-V-KI-Superknoten. Das System basiert auf dem Cloud-KI-Beschleuniger Epoch und kombiniert ihn mit der Hochgeschwindigkeitsverbindung ELink, einer orthogonalen Architektur ohne Backplane, Flüssigkühlung und einem vollständigen Software-Stack.19
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Epoch nutzt die offene RISC-V-Befehlssatzarchitektur und unterstützt blockquantisiertes FP8. Für die nächste Generation kündigte das Unternehmen zudem Unterstützung für niedrigere Präzisionsformate wie EXFP4 und MXFP4 sowie höhere Rechenleistung, größere Speicherkapazität und mehr Speicherbandbreite an.22
23 Solche Formate können bei geeigneten Trainings- und Inferenzaufgaben die Rechen- und Speichereffizienz verbessern. Der konkrete Nutzen hängt jedoch vom Modell, den Operatoren und der Softwareimplementierung ab; aus dem Namen eines Präzisionsformats lässt sich kein allgemeiner Leistungsgewinn ableiten.
Auf Systemebene hebt Yixin das orthogonale Design ohne Backplane hervor. In den verfügbaren Unterlagen wird als Anbieterangabe genannt, dass dadurch die Kosten der Interconnect-Hardware um 80 Prozent sinken und die Latenz im Bereich von einigen hundert Nanosekunden liegen könne.13
31 Diese beiden Werte sind als Designversprechen des Unternehmens zu verstehen, nicht als unabhängig ermittelter Branchenbenchmark für unterschiedliche Größenordnungen und Workloads.
Im Vergleich zu Birens optisch ausgerichteter Scale-up-Strategie betont Yixin stärker eine durchgängige Kette aus RISC-V-Beschleuniger, Interconnect, Flüssigkühlung und Software. Beide Unternehmen vermarkten Systemleistung, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte: Biren stellt optische Verbindungen und eine groß angelegte gemeinsame Speichersemantik heraus, Yixin die offene Befehlssatzarchitektur, das Zusammenspiel von Chip und Gesamtsystem sowie die Weiterentwicklung niedriger Präzision.
Kunlunxin zeigte im Umfeld der Konferenz Superknoten mit 32 oder 64 Beschleunigerkarten in einem Rack. Die verwendete, selbst entwickelte Architektur für besonders hohe Integrationsdichte soll laut den vorliegenden Berichten auf bis zu 512 Karten skalieren.7
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Der Schwerpunkt liegt hier weniger auf einer optischen Verbindung als auf einem kompakten, einsetzbaren und auslieferbaren Rack-System. Medienberichte bezeichneten das Produkt als eines der früheren in China entwickelten Superknoten-Systeme, die in die Serienproduktion und Auslieferung gelangt seien.11
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Das verweist auf eine oft unterschätzte Seite des Wettbewerbs: Mehr Chips technisch miteinander zu verbinden bedeutet noch nicht, dass Kunden sie im großen Maßstab betreiben können. Rack-Dichte, Stromversorgung, Kühlung, Fertigungskonstanz, Softwareanpassung und Lieferfähigkeit entscheiden ebenfalls darüber, ob ein System vom Messestand ins Rechenzentrum gelangt.
Die bereitgestellten Materialien nennen außerdem Iluvatar CoreX, SingularMOL und Infinigence beziehungsweise Wuwen Xinqun sowie unterschiedliche Systemansätze – darunter Trainingschips, eine dritte Architektur-Generation, Chiplet-Verbindungen und Software für virtuelle Supercluster.
Für belastbare Aussagen zu den konkreten Superknoten-Topologien, dem Umfang gemeinsamer Speicherbereiche, der Art der Verbindungen, Bandbreite, Präzisionsunterstützung oder tatsächlichen Auslieferung dieser Anbieter reichen die vorliegenden Quellen jedoch nicht aus. Deshalb lassen sich derzeit insbesondere folgende Punkte nicht sicher bestätigen:
Konzeptpräsentationen, Sekundärberichte oder Beschreibungen ohne technische Detailangaben sollten daher nicht als Beleg für Serienproduktion, einheitlichen Speicher oder bestimmte Leistungswerte ausgegeben werden.
Wenn Kunden nicht mehr nur Beschleuniger einer Marke kaufen, sondern chinesische Chips je nach Verfügbarkeit, Preis und Risiko kombinieren, gewinnt die Softwareebene an strategischer Bedeutung. Compiler, Operatorbibliotheken, Kommunikationsbibliotheken, Laufzeitumgebungen, Cluster-Scheduler, Monitoring und Fehlerbehandlung müssen die Unterschiede zwischen den Hardwareplattformen möglichst gut verbergen.
Ein brauchbarer Superknoten bedeutet deshalb mehr, als einfach weitere Karten in ein Rack einzubauen. Er muss auch praktische Betriebsfragen beantworten: Lässt sich ein Modell effizient aufteilen? Kann die Kommunikation geplant werden? Unterbricht ein Fehler den gesamten Job? Sind Ressourcen und Engpässe sichtbar? Und wie viel Code müssen Entwickler für unterschiedliche Beschleuniger neu schreiben?
Physische Superknoten und softwaredefinierte Ressourcenpools ergänzen sich dabei. Der physische Verbund lässt Beschleuniger innerhalb eines Hardwarebereichs enger zusammenarbeiten. Die Softwareebene kann dagegen unterschiedliche Cluster und Beschleunigertypen für den Betreiber leichter gemeinsam nutzbar machen. Für konkrete Aussagen über Kompatibilität und Leistung einzelner Plattformen wie Infinigence fehlen weiterhin ausreichende Belege.
Die WAIC 2026 hat nicht bewiesen, dass chinesische KI-Systeme bei Leistung, Software-Reife oder Ökosystem bereits durchgängig zu den weltweit führenden Plattformen aufgeschlossen haben. Sie hat aber deutlich gemacht, dass sich der Maßstab für den Wettbewerb verändert.
Die Spitzenleistung eines einzelnen Chips bleibt wichtig. Sie erklärt jedoch immer weniger, wie gut ein großes Modell in einem realen Rechenzentrum trainiert oder betrieben werden kann. Birens NPO-Lösung für bis zu 1.024 Karten, BLink 2.0 und die angekündigte gemeinsame Speichersemantik stehen für den Versuch, den Scale-up-Bereich mit optischen Verbindungen deutlich zu vergrößern. Yixins Epoch-, RISC-V- und ELink-Ansatz steht für eine integrierte Route von der Architektur über Präzision und Kühlung bis zur Software. Kunlunxin rückt dagegen die hohe Rack-Dichte und die Lieferfähigkeit in den Mittelpunkt.4
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Die präzisere Schlussfolgerung lautet deshalb nicht, dass chinesische Anbieter auf der WAIC 2026 den Einzelchip-Wettbewerb endgültig beendet hätten. Vielmehr definieren sie ihr Produkt zunehmend als Gesamtsystem: Beschleuniger, Interconnect, Speicher, Kühlung, Netzwerk und Software bestimmen gemeinsam den Wert. Für Einkäufer werden damit effektiver Durchsatz, Verfügbarkeit, Skalierungskosten und der Aufwand für die Softwaremigration wichtiger als die theoretische Rechenleistung allein.
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Das deutlichste Signal der WAIC 2026: Chinesische Anbieter definieren KI Hardware zunehmend als Superknoten und Komplettsystem – nicht mehr nur als einzelne Chips. Biren Technology stellte einen NPO Superknoten für bis zu 1.024 Karten vor. BLink 2.0 soll Speichersemantik, In Network Computing, Überlastungssteuerung und Fehlerbehebung verbinden; Yixin Intelligent zeigte einen RIS...
Kunlunxin setzt auf hochdichte Racks mit 32 oder 64 Beschleunigerkarten und eine Skalierung auf bis zu 512 Karten.