Nach Gesprächen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping hat US‑Präsident Donald Trump erklärt, dass Peking offenbar unterschiedlich auf zwei international beachtete Haftfälle reagiert: den in China festgenommenen Pastor Jin Mingri und den in Hongkong inhaftierten Medienunternehmer Jimmy Lai.
Trump sagte, Xi habe signalisiert, dass Chinas Führung die Situation des Pastors „sehr ernsthaft prüft“, während er den Fall von Lai als „einen schwierigen Fall“ bezeichnet habe. Die unterschiedlichen Signale zeigen, wie sensibel beide Themen politisch für die chinesische Führung sind.
Trump erklärte gegenüber Reportern auf dem Rückflug von seiner China‑Reise, er habe beide Fälle direkt bei Xi angesprochen.
Zum Pastor sagte Trump: „Ich glaube, er zieht den Fall des Pastors sehr ernsthaft in Betracht“, und deutete damit an, dass Peking möglicherweise über eine Freilassung nachdenken könnte.
Anders sei die Reaktion beim Hongkonger Unternehmer Jimmy Lai gewesen. Xi habe ihm gesagt, dessen Fall sei „ein schwieriger Fall“, so Trump. Der US‑Präsident äußerte deshalb wenig Optimismus, dass Lai bald freikommen könnte.
Jin Mingri – auch bekannt als Ezra Jin – gründete in Peking die Zion Church, eine der bekanntesten protestantischen Gemeinden, die außerhalb der staatlich kontrollierten Kirchenstrukturen Chinas tätig sind. Solche Gemeinden werden häufig als „Hauskirchen“ bezeichnet.
Chinesische Behörden gehen seit Jahren verstärkt gegen religiöse Gruppen vor, die sich nicht staatlich registrieren lassen. Menschenrechtsorganisationen und mehrere Regierungen sehen darin eine Einschränkung der Religionsfreiheit.
Weil die Zion Church zu den größten unabhängigen christlichen Gemeinden des Landes gehört, gilt die Festnahme ihres Pastors international als wichtiger Testfall für die Religionspolitik der chinesischen Führung.
Der 78‑jährige Jimmy Lai ist Gründer der inzwischen geschlossenen pro‑demokratischen Zeitung Apple Daily und einer der bekanntesten Kritiker der chinesischen Regierung in Hongkong.
Im Februar wurde er zu 20 Jahren Haft verurteilt, unter anderem wegen Verschwörung zur Aufwiegelung und Zusammenarbeit mit ausländischen Kräften. Es ist eine der härtesten Strafen, die bislang unter Hongkongs nationalem Sicherheitsgesetz verhängt wurden.
Unterstützer sehen in dem Verfahren einen Angriff auf Pressefreiheit und politische Opposition. Die Behörden in Hongkong bestreiten das und betonen, es gehe ausschließlich um nationale Sicherheit. Menschenrechtsorganisationen warnen dagegen, der Fall symbolisiere den starken Druck auf Medien und Meinungsfreiheit seit Einführung des Sicherheitsgesetzes im Jahr 2020.
Die beiden Haftfälle stehen für unterschiedliche Konfliktfelder zwischen China und der internationalen Gemeinschaft.
Der Fall Jin Mingri betrifft vor allem Fragen der Religionsfreiheit auf dem chinesischen Festland. Der Fall Jimmy Lai berührt dagegen zentrale geopolitische Spannungen rund um Hongkongs Autonomie, politische Opposition und Medienfreiheit.
Trumps Aussagen nach seinem Treffen mit Xi deuten deshalb darauf hin, dass über den Pastor möglicherweise diplomisch verhandelt werden kann – während Lais Situation für Peking deutlich sensibler bleibt.
Studio Global AI
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Donald Trump erklärte nach seinem Treffen mit Xi Jinping, China prüfe „sehr ernsthaft“ die mögliche Freilassung des inhaftierten Hauskirchen‑Pastors Jin Mingri.
Donald Trump erklärte nach seinem Treffen mit Xi Jinping, China prüfe „sehr ernsthaft“ die mögliche Freilassung des inhaftierten Hauskirchen‑Pastors Jin Mingri. Beim Fall des Hongkonger Medienunternehmers Jimmy Lai habe Xi hingegen gesagt, eine Freilassung sei „ein schwieriger Fall“, so Trump.
Beide Fälle stehen international im Fokus: der Pastor wegen Religionsfreiheit in China, Lai wegen Pressefreiheit und politischer Repression in Hongkong.