Ein möglicher Xbox-Kauf im Wert von 100 bis 150 Milliarden US-Dollar ist offenbar nicht über erste Überlegungen hinausgekommen: Mehrere Private-Equity-Firmen sollen einen gemeinsamen Erwerb von Microsofts Spielegeschäft geprüft haben. Zu formellen Verhandlungen mit Microsoft kam es laut den Berichten nicht. Das spricht für Interesse auf Investorenseite – nicht dafür, dass Microsoft einen Käufer suchte oder einem Verkauf zugestimmt hätte.
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Was über die Sondierungen bekannt ist
Zusammenfassungen der Recherche von The Information zufolge loteten mehrere Private-Equity-Firmen in den vergangenen Monaten einen möglichen Kauf von Xbox aus. Die genannte Bewertungsspanne von 100 bis 150 Milliarden US-Dollar war kein bestätigter Angebotspreis und kein vereinbarter Kaufpreis.
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Wer die interessierten Firmen waren, ist in den verfügbaren Berichten nicht genannt. Auch genaue Zeitpunkte und die Dauer der Gespräche bleiben unklar. Ebenso gibt es keine gesicherten Angaben dazu, wie ein gemeinsamer Kauf hätte finanziert oder strukturiert werden können.
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Entscheidend ist die Abgrenzung: Dass potenzielle Käufer einen Erwerb erwägen, belegt weder, dass Microsoft auf sie zuging, noch, dass das Unternehmen Gebote einholte oder Verkaufsverhandlungen aufnahm. Den Berichten zufolge kam es mit Microsoft nicht zu formellen Verhandlungen.
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Microsofts Antwort: „Xbox steht nicht zum Verkauf“
Xbox-Chefin Asha Sharma sagte der New York Times: „Xbox steht nicht zum Verkauf.“ Zugleich erklärte sie, Microsoft werde geeignete Partnerschaften und ein passendes Betriebsmodell prüfen, um das Geschäft erfolgreich aufzustellen.
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Das passt zur zentralen Unterscheidung in der Berichterstattung: Investoren mögen einen Kauf erwogen haben – ein Einverständnis von Microsoft mit einem Verkauf ist damit nicht belegt.
Umbau bei Xbox ist kein Beleg für einen geplanten Verkauf
Der Bericht über das Investoreninteresse erschien inmitten eines tiefgreifenden Umbaus bei Xbox. Die Berichterstattung belegt jedoch nicht, dass die Neuaufstellung der Vorbereitung eines Verkaufs dient.
Laut Fortune sah Sharmas Plan vor, die Belegschaft um 3.200 Stellen zu verkleinern. Zum Zeitpunkt des Berichts waren 1.868 Stellen abgebaut. Weitere Entlassungsrunden waren demnach für Oktober, November und Januar vorgesehen; die Pläne könnten sich allerdings noch ändern.
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Fortune berichtete außerdem von Unsicherheit bei aktuellen und früheren Beschäftigten: Manche fragten sich, ob die Veränderungen Xbox wieder auf Kurs bringen oder das Geschäft auf eine Zukunft außerhalb von Microsoft vorbereiten sollen. Diese Spekulation ist kein Nachweis für einen Verkaufsplan. Auch Überlegungen zu einer Tochtergesellschaft, einem Gemeinschaftsunternehmen oder einer Abspaltung sind von den gemeldeten Sondierungen der Private-Equity-Firmen zu unterscheiden.
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Die belastbare Aussage bleibt daher begrenzt: Investoren sollen einen hoch bewerteten Xbox-Kauf geprüft haben, doch formelle Verhandlungen mit Microsoft folgten nicht. Die interessierten Firmen sind nicht bekannt – und Sharma hat öffentlich erklärt, Xbox stehe nicht zum Verkauf.
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