Die Casino Secrets Unterlagen sollen Angaben zu rund 800 wirtschaftlich Berechtigten von nahezu 650 auf Curaçao lizenzierten Glücksspielunternehmen enthalten. Für Blaze nennen die Dokumente Vermögensangaben von 800 Millionen und 500 Millionen Euro; bei Stake weicht der in der Lizenzakte genannte Alleineigentümer von...
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What did the “Casino Secrets” leak of Curaçao Gaming Authority files—obtained by cybersecurity researcher Lilith Wittmann and reported by Fo. Article summary: The leak made an unusually opaque offshore-gambling ownership system visible: it exposed licensing, ownership and financial records for roughly 800 beneficial owners tied to nearly 650 Curaçao-licensed companies. It is e. Topic tags: general, general web, user generated. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with fa
Die Recherche Casino Secrets hat einen Bereich der Offshore-Glücksspielbranche sichtbar gemacht, der sonst weitgehend im Verborgenen bleibt: Wer hinter den einzelnen Online-Casino-Marken wirtschaftlich steht – und wie die Aufsicht diese Unternehmen geprüft hat. Nach den Berichten umfassen die Unterlagen Eigentums-, Lizenz-, Steuer- und Finanzdaten zu rund 800 wirtschaftlich Berechtigten und knapp 650 lizenzierten Unternehmen auf Curaçao. Das bedeutet nicht, dass alle genannten Personen oder Firmen rechtswidrig gehandelt hätten. Es zeigt jedoch, dass Unterlagen aus der regulatorischen Prüfung Eigentumsverhältnisse und offene Fragen offenlegen, die öffentlich kaum nachvollziehbar waren. 1
5
Die IT-Sicherheitsforscherin Lilith Wittmann erklärte, sie und Mitwirkende hätten neun Monate Zugriff auf Systeme der Curaçao Gaming Authority (CGA) gehabt. Die darauf basierende Berichterstattung beschreibt Lizenzanträge, Angaben zu Eigentümern, finanzielle Erklärungen sowie interne Bewertungen der Aufsicht für Hunderte Online-Glücksspielunternehmen. 1
3
Das ist besonders relevant, weil Curaçao-Lizenzen lange von Anbietern genutzt wurden, die Kunden über Ländergrenzen hinweg ansprachen. Die juristischen Gesellschaften und wirtschaftlich Berechtigten hinter einzelnen Marken waren dabei häufig schwer festzustellen.
In den Unterlagen werden Nick van Gorsel und Nicholas Bugg laut Berichten als die zwei Eigentümer von Prolific Trade N.V. geführt, der Curaçao-Gesellschaft hinter Blaze.com. In ihren Erklärungen gegenüber der Aufsicht für 2024 sollen sie Vermögen von 800 Millionen Euro beziehungsweise 500 Millionen Euro angegeben haben. 7
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Dabei handelt es sich um Selbstauskünfte in Lizenzunterlagen, nicht um unabhängig geprüfte Vermögensbewertungen. Gerade deshalb ist die Frage wichtig, wie die Aufsicht Herkunft und Plausibilität solcher Angaben überprüft hat.
Für Stake führen die geleakten Unterlagen nach Darstellung der Berichte den serbischen Staatsangehörigen Mladen Vuković als alleinigen Eigentümer von Medium Rare N.V., der mit dem Casino verbundenen Curaçao-Gesellschaft. Demnach gab er ein Vermögen von mehr als 1 Milliarde US-Dollar an. 7
22
Aufmerksamkeit erregte dies, weil Stake öffentlich mit den Gründern Ed Craven und Bijan Tehrani verbunden wird, die in dem zitierten Lizenzantrag offenbar nicht als Eigentümer auftauchten. Zudem sollen CGA-Mitarbeiter vor der Lizenzerteilung Fragen zur Eigentümerstruktur aufgeworfen haben. 5
23
Daraus folgt nicht, dass der eingetragene Eigentümer nur vorgeschoben war oder dass Beteiligte Fehlverhalten begangen hätten. Die Unterlagen verdeutlichen aber, warum eine Aufsicht sauber unterscheiden muss: zwischen dem formal benannten Eigentümer, der tatsächlichen Kontrolle über ein Unternehmen und demjenigen, der letztlich wirtschaftlich profitiert.
Auch bei 1xBet sollen CGA-Prüfer die Eigentümerstruktur hinterfragt haben, während die Lizenz dennoch erteilt wurde. 5 Ein Bericht zu den Unterlagen nennt den ukrainischen Staatsangehörigen Igor Hnedash als Geschäftsführer und Eigentümer der mit 1xBet verbundenen Curaçao-Firma Caecus N.V. Zugleich geht aus den Dokumenten demnach nicht hervor, in welchem Verhältnis er zu den öffentlich berichteten Gründern von 1xBet steht.
23
Genau diese Einschränkung ist entscheidend: Das Leak wirft die Frage auf, ob die Lizenzakten das vollständige Bild der Eigentumsverhältnisse abbildeten. Die vorliegenden Quellen reichen aber nicht aus, um die letztendliche Eigentümerschaft von 1xBet abschließend und unabhängig zu belegen – oder einzelnen Personen Rechtsverstöße vorzuwerfen.
Laut der Berichterstattung zeigen interne Dateien Fälle, in denen Beschäftigte der Aufsicht Bedenken zu Eigentümerstrukturen oder zur Herkunft des Vermögens von Antragstellern hatten, Lizenzen aber dennoch erteilt wurden. Außerdem soll die Behörde detailliert gewusst haben, in welchen Ländern einige Lizenznehmer ohne erforderliche Genehmigung tätig waren. 1
5
Eine belastbare Glücksspielaufsicht muss vor allem drei Fragen beantworten können:
Bleiben solche Prüfungen unvollständig oder offene Punkte ungeklärt, können verschachtelte Firmenstrukturen Verantwortlichkeiten verdecken. Das ist ein Hinweis auf regulatorisches Risiko – kein Beleg dafür, dass ein bestimmter Betreiber Geld wäscht oder von organisierter Kriminalität kontrolliert wird.
Die CGA bestätigte am 17. September einen unbefugten Zugriff auf ihr Online-Glücksspielportal. Die Behörde erklärte, der Zugriff sei eingedämmt worden. Umfang, konkret betroffene Informationen und mögliche Folgen seien jedoch noch nicht abschließend ermittelt. 19
20
Damit hat die Aufsicht nicht jede Behauptung über die geleakten Materialien oder deren vollständigen Umfang öffentlich bestätigt. Zwei Ebenen sollten getrennt betrachtet werden: Die Recherche beschreibt Inhalt und Einordnung der Dateien; die Mitteilung der CGA bestätigt einen Sicherheitsvorfall und eine noch laufende Untersuchung.
Am 24. Dezember 2024 trat auf Curaçao die Glücksspielverordnung LOK (National Ordinance on Games of Chance) in Kraft. Sie ersetzte das frühere Modell aus Masterlizenzen und Unterlizenzen durch eine direkte Lizenzvergabe der CGA. Die Behörde lizenziert und beaufsichtigt nun die relevanten Betreiber und Zulieferer selbst. 30
32
Im alten System konnten wenige Inhaber von Masterlizenzen Unterlizenzen an zahlreiche Betreiber vergeben. Die direkte Lizenzierung soll sicherstellen, dass nicht private Zwischenstellen, sondern die staatliche Aufsicht für die Prüfung jedes Lizenznehmers verantwortlich ist. 29
30
Das ist eine wesentliche strukturelle Änderung. Sie beantwortet aber nicht automatisch die historischen Fragen aus Casino Secrets: Waren Eigentumsangaben vollständig? Wurden Zweifel an der Vermögensherkunft ausreichend geklärt? Und wurden bestehende Anbieter während des Übergangs angemessen überprüft?
Das Curaçao-System steht seit Langem international in der Kritik, unter anderem weil Lizenznehmer auf Sperr- oder Schwarze-Listen anderer Länder auftauchten. Ein Vixio-Bericht aus dem Jahr 2023 nannte für 1xBet nahezu 1.800 gelistete beziehungsweise gesperrte Websites. Das verdeutlicht: Eine Lizenz aus Curaçao ist keine allgemeine Erlaubnis, in jedem Land Glücksspiel anzubieten. 13
Intransparente Eigentümerstrukturen, grenzüberschreitende Online-Angebote und schwache Prüfverfahren können es Behörden erschweren, die tatsächliche Kontrolle über ein Unternehmen zu ermitteln, Zahlungsströme nachzuvollziehen und Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen. Solche Umstände erhöhen das Risiko von Betrug und Geldwäsche. Die CGA selbst zählt die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu ihrem Aufsichtsauftrag. 40
Risikofaktoren sind allerdings kein Schuldspruch. Die tragfähige Schlussfolgerung aus Casino Secrets ist enger – und gewichtiger: Aufsichtsbehörden brauchen überprüfbare Register wirtschaftlich Berechtigter, glaubhafte Prüfungen der Vermögensherkunft und eine konsequente Durchsetzung, wenn Anbieter Märkte ohne Zulassung bedienen. Die veröffentlichten Dokumente erhöhen den Druck auf Curaçaos neues Direktlizenzsystem, diese Standards auch praktisch einzulösen.
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Die Casino Secrets Unterlagen sollen Angaben zu rund 800 wirtschaftlich Berechtigten von nahezu 650 auf Curaçao lizenzierten Glücksspielunternehmen enthalten.
Die Casino Secrets Unterlagen sollen Angaben zu rund 800 wirtschaftlich Berechtigten von nahezu 650 auf Curaçao lizenzierten Glücksspielunternehmen enthalten. Für Blaze nennen die Dokumente Vermögensangaben von 800 Millionen und 500 Millionen Euro; bei Stake weicht der in der Lizenzakte genannte Alleineigentümer von den öffentlich bekannten Gründern ab.
Curaçao hat sein altes Masterlizenz und Unterlizenzmodell Ende 2024 durch direkte Lizenzen der Aufsicht CGA ersetzt.
Die Casino Secrets Unterlagen sollen Angaben zu rund 800 wirtschaftlich Berechtigten von nahezu 650 auf Curaçao lizenzierten Glücksspielunternehmen enthalten. Für Blaze nennen die Dokumente Vermögensangaben von 800 Millionen und 500 Millionen Euro; bei Stake weicht der in der Lizenzakte genannte Alleineigentümer von...
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Forschungsantwort

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Die Recherche Casino Secrets hat einen Bereich der Offshore-Glücksspielbranche sichtbar gemacht, der sonst weitgehend im Verborgenen bleibt: Wer hinter den einzelnen Online-Casino-Marken wirtschaftlich steht – und wie die Aufsicht diese Unternehmen geprüft hat. Nach den Berichten umfassen die Unterlagen Eigentums-, Lizenz-, Steuer- und Finanzdaten zu rund 800 wirtschaftlich Berechtigten und knapp 650 lizenzierten Unternehmen auf Curaçao. Das bedeutet nicht, dass alle genannten Personen oder Firmen rechtswidrig gehandelt hätten. Es zeigt jedoch, dass Unterlagen aus der regulatorischen Prüfung Eigentumsverhältnisse und offene Fragen offenlegen, die öffentlich kaum nachvollziehbar waren. 1
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Die IT-Sicherheitsforscherin Lilith Wittmann erklärte, sie und Mitwirkende hätten neun Monate Zugriff auf Systeme der Curaçao Gaming Authority (CGA) gehabt. Die darauf basierende Berichterstattung beschreibt Lizenzanträge, Angaben zu Eigentümern, finanzielle Erklärungen sowie interne Bewertungen der Aufsicht für Hunderte Online-Glücksspielunternehmen. 1
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Das ist besonders relevant, weil Curaçao-Lizenzen lange von Anbietern genutzt wurden, die Kunden über Ländergrenzen hinweg ansprachen. Die juristischen Gesellschaften und wirtschaftlich Berechtigten hinter einzelnen Marken waren dabei häufig schwer festzustellen.
In den Unterlagen werden Nick van Gorsel und Nicholas Bugg laut Berichten als die zwei Eigentümer von Prolific Trade N.V. geführt, der Curaçao-Gesellschaft hinter Blaze.com. In ihren Erklärungen gegenüber der Aufsicht für 2024 sollen sie Vermögen von 800 Millionen Euro beziehungsweise 500 Millionen Euro angegeben haben. 7
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Dabei handelt es sich um Selbstauskünfte in Lizenzunterlagen, nicht um unabhängig geprüfte Vermögensbewertungen. Gerade deshalb ist die Frage wichtig, wie die Aufsicht Herkunft und Plausibilität solcher Angaben überprüft hat.
Für Stake führen die geleakten Unterlagen nach Darstellung der Berichte den serbischen Staatsangehörigen Mladen Vuković als alleinigen Eigentümer von Medium Rare N.V., der mit dem Casino verbundenen Curaçao-Gesellschaft. Demnach gab er ein Vermögen von mehr als 1 Milliarde US-Dollar an. 7
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Aufmerksamkeit erregte dies, weil Stake öffentlich mit den Gründern Ed Craven und Bijan Tehrani verbunden wird, die in dem zitierten Lizenzantrag offenbar nicht als Eigentümer auftauchten. Zudem sollen CGA-Mitarbeiter vor der Lizenzerteilung Fragen zur Eigentümerstruktur aufgeworfen haben. 5
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Daraus folgt nicht, dass der eingetragene Eigentümer nur vorgeschoben war oder dass Beteiligte Fehlverhalten begangen hätten. Die Unterlagen verdeutlichen aber, warum eine Aufsicht sauber unterscheiden muss: zwischen dem formal benannten Eigentümer, der tatsächlichen Kontrolle über ein Unternehmen und demjenigen, der letztlich wirtschaftlich profitiert.
Auch bei 1xBet sollen CGA-Prüfer die Eigentümerstruktur hinterfragt haben, während die Lizenz dennoch erteilt wurde. 5 Ein Bericht zu den Unterlagen nennt den ukrainischen Staatsangehörigen Igor Hnedash als Geschäftsführer und Eigentümer der mit 1xBet verbundenen Curaçao-Firma Caecus N.V. Zugleich geht aus den Dokumenten demnach nicht hervor, in welchem Verhältnis er zu den öffentlich berichteten Gründern von 1xBet steht.
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Genau diese Einschränkung ist entscheidend: Das Leak wirft die Frage auf, ob die Lizenzakten das vollständige Bild der Eigentumsverhältnisse abbildeten. Die vorliegenden Quellen reichen aber nicht aus, um die letztendliche Eigentümerschaft von 1xBet abschließend und unabhängig zu belegen – oder einzelnen Personen Rechtsverstöße vorzuwerfen.
Laut der Berichterstattung zeigen interne Dateien Fälle, in denen Beschäftigte der Aufsicht Bedenken zu Eigentümerstrukturen oder zur Herkunft des Vermögens von Antragstellern hatten, Lizenzen aber dennoch erteilt wurden. Außerdem soll die Behörde detailliert gewusst haben, in welchen Ländern einige Lizenznehmer ohne erforderliche Genehmigung tätig waren. 1
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Eine belastbare Glücksspielaufsicht muss vor allem drei Fragen beantworten können:
Bleiben solche Prüfungen unvollständig oder offene Punkte ungeklärt, können verschachtelte Firmenstrukturen Verantwortlichkeiten verdecken. Das ist ein Hinweis auf regulatorisches Risiko – kein Beleg dafür, dass ein bestimmter Betreiber Geld wäscht oder von organisierter Kriminalität kontrolliert wird.
Die CGA bestätigte am 17. September einen unbefugten Zugriff auf ihr Online-Glücksspielportal. Die Behörde erklärte, der Zugriff sei eingedämmt worden. Umfang, konkret betroffene Informationen und mögliche Folgen seien jedoch noch nicht abschließend ermittelt. 19
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Damit hat die Aufsicht nicht jede Behauptung über die geleakten Materialien oder deren vollständigen Umfang öffentlich bestätigt. Zwei Ebenen sollten getrennt betrachtet werden: Die Recherche beschreibt Inhalt und Einordnung der Dateien; die Mitteilung der CGA bestätigt einen Sicherheitsvorfall und eine noch laufende Untersuchung.
Am 24. Dezember 2024 trat auf Curaçao die Glücksspielverordnung LOK (National Ordinance on Games of Chance) in Kraft. Sie ersetzte das frühere Modell aus Masterlizenzen und Unterlizenzen durch eine direkte Lizenzvergabe der CGA. Die Behörde lizenziert und beaufsichtigt nun die relevanten Betreiber und Zulieferer selbst. 30
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Im alten System konnten wenige Inhaber von Masterlizenzen Unterlizenzen an zahlreiche Betreiber vergeben. Die direkte Lizenzierung soll sicherstellen, dass nicht private Zwischenstellen, sondern die staatliche Aufsicht für die Prüfung jedes Lizenznehmers verantwortlich ist. 29
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Das ist eine wesentliche strukturelle Änderung. Sie beantwortet aber nicht automatisch die historischen Fragen aus Casino Secrets: Waren Eigentumsangaben vollständig? Wurden Zweifel an der Vermögensherkunft ausreichend geklärt? Und wurden bestehende Anbieter während des Übergangs angemessen überprüft?
Das Curaçao-System steht seit Langem international in der Kritik, unter anderem weil Lizenznehmer auf Sperr- oder Schwarze-Listen anderer Länder auftauchten. Ein Vixio-Bericht aus dem Jahr 2023 nannte für 1xBet nahezu 1.800 gelistete beziehungsweise gesperrte Websites. Das verdeutlicht: Eine Lizenz aus Curaçao ist keine allgemeine Erlaubnis, in jedem Land Glücksspiel anzubieten. 13
Intransparente Eigentümerstrukturen, grenzüberschreitende Online-Angebote und schwache Prüfverfahren können es Behörden erschweren, die tatsächliche Kontrolle über ein Unternehmen zu ermitteln, Zahlungsströme nachzuvollziehen und Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen. Solche Umstände erhöhen das Risiko von Betrug und Geldwäsche. Die CGA selbst zählt die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu ihrem Aufsichtsauftrag. 40
Risikofaktoren sind allerdings kein Schuldspruch. Die tragfähige Schlussfolgerung aus Casino Secrets ist enger – und gewichtiger: Aufsichtsbehörden brauchen überprüfbare Register wirtschaftlich Berechtigter, glaubhafte Prüfungen der Vermögensherkunft und eine konsequente Durchsetzung, wenn Anbieter Märkte ohne Zulassung bedienen. Die veröffentlichten Dokumente erhöhen den Druck auf Curaçaos neues Direktlizenzsystem, diese Standards auch praktisch einzulösen.
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Die Casino Secrets Unterlagen sollen Angaben zu rund 800 wirtschaftlich Berechtigten von nahezu 650 auf Curaçao lizenzierten Glücksspielunternehmen enthalten.
Die Casino Secrets Unterlagen sollen Angaben zu rund 800 wirtschaftlich Berechtigten von nahezu 650 auf Curaçao lizenzierten Glücksspielunternehmen enthalten. Für Blaze nennen die Dokumente Vermögensangaben von 800 Millionen und 500 Millionen Euro; bei Stake weicht der in der Lizenzakte genannte Alleineigentümer von den öffentlich bekannten Gründern ab.
Curaçao hat sein altes Masterlizenz und Unterlizenzmodell Ende 2024 durch direkte Lizenzen der Aufsicht CGA ersetzt.