Die Beta von Call of Duty: Modern Warfare 4 auf der Nintendo Switch 2 zeichnet ein klares Bild: Im zentralen Multiplayer steht offenbar die Reaktionsschnelligkeit an erster Stelle. Frühe Tests deuten auf ein Ziel von ungefähr 60 fps hin. In der Kampagne und in Warzone gelten dagegen 30-fps-Modi. Der Preis dafür sind eine deutlich niedrigere Auflösung sowie weniger Details bei Texturen, Gegner- und Waffenmodellen, Sichtweite und Effekten im Vergleich zur PS5.
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Damit wirkt die Switch-2-Fassung wie eine funktionale Current-Gen-Umsetzung – nicht wie eine grafisch gleichwertige Version für leistungsstärkere Hardware. Wichtig ist außerdem: Es handelt sich weiterhin um eine Beta. Bildqualität, Stabilität und Performance können sich bis zum Start im Oktober noch ändern.
Der wichtigste Unterschied: 60 fps im Multiplayer, 30 fps in den übrigen Modi
Die Switch-2-Version verwendet offenbar nicht für alle Spielbereiche dasselbe Bildratenziel. Frühe Eindrücke beschreiben den klassischen Multiplayer als Modus mit einem Ziel von 60 fps, das meistens erreicht wird. In besonders anspruchsvollen Szenen kann es jedoch zu Einbrüchen, Nachladerucklern oder sichtbarem Stottern kommen.
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In der Kampagne sieht die Lage anders aus. Vergleichstests berichten von 30 fps im Einzelspieler, und auch Warzone läuft derzeit mit 30 fps statt mit dem höheren Multiplayer-Ziel.
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Für kompetitive Spieler ist die Priorisierung des Multiplayer-Modus nachvollziehbar: Flüssigere Bewegungen und eine direktere Steuerung sind in schnellen Feuergefechten entscheidend. Wer häufig zwischen den Modi wechselt, wird den Unterschied aber bemerken. Eine stabile Kampagne mit 30 fps kann ruhiger wirken als ein schwankender 60-fps-Modus – sie fühlt sich dennoch weniger unmittelbar an als der Multiplayer.
Niedrige Auflösung als Preis für die Bildrate
Der zweite große Kompromiss betrifft die Bildqualität. Berichte sprechen von einer sehr niedrigen Auflösung im TV- beziehungsweise Dock-Modus. Hinzu kommen weniger Details in der Entfernung, schwächere Texturen und ein reduziertes Textur-Streaming. Auch Gegner- und Waffenmodelle, Zielfernrohre sowie visuelle Effekte sollen im Vergleich zur PS5 zurückgenommen sein.
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Auf einem Fernseher fallen diese Einschränkungen besonders auf, weil die niedrigere Ausgangsauflösung und Bildartefakte dort stärker sichtbar sind. Im Handheld-Modus können manche Schwächen durch den kleineren Bildschirm weniger ins Auge springen. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Darstellung technisch der PS5-Version entspricht.
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Unterm Strich folgt die Umsetzung einem bekannten Muster: Die Switch 2 opfert Bildschärfe und Szenendetails, um das direkte, schnelle Spielgefühl zu bewahren, das viele Spieler mit Call of Duty verbinden.
Das war in der Open Beta enthalten
Die Open Beta war für den Zeitraum vom 28. August um 10:00 Uhr PT bis zum 1. September um 10:00 Uhr PT auf Switch 2, PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC angesetzt.
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Auf der Switch 2 konnten Spieler folgende Inhalte ausprobieren:
- Multiplayer
- die Kampagnenmission „Entrenched“
- Call of Duty: Warzone-Resurgence-Inhalte
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Die Open Beta war für alle verfügbar. Eine Vorbestellung des vollständigen Spiels war daher nicht nötig. Für das Online-Spiel war ein Nintendo-Switch-Online-Abonnement erforderlich beziehungsweise konnte erforderlich sein; außerdem wurde eine Internetverbindung benötigt.
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Level-30-Limit und die Belohnung „Beta Forged“
Am zweiten Beta-Wochenende wurde das Spielerlevel-Limit auf 30 angehoben. Dadurch konnten alle acht Beta-Belohnungen freigeschaltet werden. Als letzte Belohnung wartete der Waffenbauplan „Beta Forged“, der bei berechtigten Spielern in das vollständige Spiel übernommen werden kann.
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Der normale Beta-Rang, Waffenfreischaltungen und andere Fortschritte werden dagegen nicht zum Verkaufsstart übertragen. Die Unterscheidung ist wichtig: Die spezielle Belohnung bleibt erhalten, die investierte Zeit für reguläre Level und Freischaltungen verschafft zum Launch aber keinen dauerhaften Vorsprung.
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Crossplay erhöht die Bedeutung der Bildklarheit
Die Switch-2-Version unterstützt Crossplay und Cross-Progression mit anderen Plattformen.
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34 Dadurch wird die Spielersuche größer – gleichzeitig tritt die Switch 2 gegen Konsolen und PCs an, die über deutlich mehr Grafikleistung verfügen.
Das Ziel von 60 fps im Multiplayer hilft dabei, die Steuerung konkurrenzfähig zu halten. Eine niedrigere Auflösung und weniger Details in der Entfernung könnten jedoch weiterhin beeinflussen, wie schnell Spieler Gegner erkennen oder Situationen auf der Karte erfassen. Die verfügbaren Beta-Berichte belegen die visuellen Unterschiede, beweisen aber nicht, dass Switch-2-Spieler in jedem Match systematisch im Nachteil sind. Das hängt unter anderem von Karte, Modus, Sichtbarkeit, Matchmaking und der Performance der finalen Version ab.
Warum diese Umsetzung für Nintendo wichtig ist
Modern Warfare 4 ist laut der vorliegenden Berichterstattung der erste moderne Hauptableger von Call of Duty auf Nintendo-Hardware. Die Switch-2-Beta bot damit erstmals die Gelegenheit, zu prüfen, wie ein großer, technisch anspruchsvoller Shooter auf einem Nintendo-Handheld umgesetzt werden kann.
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Der Test betrifft deshalb mehr als nur ein einzelnes Spiel. Wenn die Portierung eine akzeptable Multiplayer-Performance liefert und gleichzeitig den Funktionsumfang der Reihe bewahrt, könnte das anderen Publishern mehr Vertrauen in parallele Veröffentlichungen für die Switch 2 geben. Lehnen Spieler die niedrigere Auflösung und die modusspezifischen Abstriche ab, könnten Anbieter bei ähnlich ambitionierten Shootern vorsichtiger werden.
Was zum Start zu erwarten ist
Call of Duty: Modern Warfare 4 soll am 23. Oktober 2026 für Nintendo Switch 2, PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC erscheinen.
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Die Beta sollte daher als früher Performance-Schnappschuss und nicht als endgültige technische Spezifikation verstanden werden. Die Berichte zeichnen aber bereits ein konsistentes Gesamtbild: Der Switch-2-Multiplayer zielt auf Reaktionsschnelligkeit, während dafür die Bildqualität sinkt. Kampagne und Warzone liegen derzeit bei 30 fps. Ob Updates bis zum Launch Auflösung, Frame-Pacing oder die Bildratenziele einzelner Modi verbessern, ist noch offen.
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Für Switch-2-Besitzer fällt das vorläufige Urteil deshalb relativ eindeutig aus: Das ist offenbar die portable Möglichkeit, ein aktuelles Call of Duty zu spielen – nicht die Version für Bildqualität auf PS5-Niveau.