Michael Saylor sieht den Bitcoin-Bärenmarkt als beendet an. In einem Bloomberg-Interview bei der DC Fintech Week am 13. Oktober 2026 sagte der Strategy-Mitgründer, ein neuer Bullenmarkt beginne. Er rechnet damit, dass Bitcoin wieder über 100.000 US-Dollar steigt. Als Gründe nannte er ein günstigeres regulatorisches Umfeld in den USA und die zunehmende Beteiligung von Banken.
1
2
Das ist Saylors Einschätzung – kein Beleg dafür, dass Bitcoin bereits in einen dauerhaften Aufwärtstrend eingetreten ist.
Saylors Prognose: zurück in den sechsstelligen Bereich
Saylor sagte, Bitcoin habe knapp unter 60.000 Dollar seinen Tiefpunkt erreicht und sich davon erholt. Berichte beschrieben den Kurs danach wieder im Bereich von 80.000 Dollar.
4
8 Ein weiterer Bericht bezifferte die Erholung am 13. Oktober auf mehr als 83.000 Dollar. Bei einem beweglichen Markt hängen solche Angaben allerdings vom jeweiligen Zeitpunkt und Handelsplatz ab.
22
Neben dem erneuten Sprung über 100.000 Dollar schrieb Bloomberg Saylor auch eine Prognose von 20 bis 30 Prozent jährlichem Wachstum zu. Die Berichte unterscheiden sich jedoch beim Zeithorizont: Ein Bloomberg-Podcast nennt die kommenden zwei Jahrzehnte, während TokenPost von mehreren Jahren spricht.
12
17 Solche Projektionen bleiben Prognosen und sind keine Zusage für die tatsächliche Kursentwicklung.
Wie andere Kursziele einzuordnen sind
Auch weitere Analystenprognosen sehen Bitcoin über der Marke von 100.000 Dollar – allerdings mit unterschiedlichen Zeiträumen. Citi-Analyst Alex Saunders erhöhte sein Basisziel laut Berichten auf 113.000 Dollar bis Oktober 2027.
53 TD Cowen soll seine Prognose für Ende 2026 nach einem stärker als modellierten dritten Quartal von 97.500 auf rund 109.000 Dollar angehoben haben.
45
51
Analystenziele sind keine Bestätigung dafür, wo der Kurs tatsächlich landen wird. Mitte Oktober wurde Bitcoin in Berichten grob im Bereich von 80.000 Dollar verortet. Zugleich lag der Kurs demnach rund 30 Prozent unter seinem Rekord von etwa 126.000 Dollar aus dem Oktober des Vorjahres. Das sind gerundete Momentaufnahmen eines schwankenden Markts, keine festen Vergleichswerte.
4
Strategy kaufte Bitcoin – und kaufte zugleich Vorzugsaktien zurück
Strategy, das von Saylor mitgegründete Unternehmen, meldete für den Zeitraum vom 5. bis 11. Oktober den Kauf von 250 Bitcoin für 21,5 Millionen Dollar. Damit stieg der Bestand zum 11. Oktober auf 848.250 BTC. Der durchschnittliche Kaufpreis für diese Tranche lag laut Meldung bei 86.194 Dollar je Bitcoin.
36
Im selben Zeitraum verkaufte das Unternehmen 125.183 Stammaktien für rund 21 Millionen Dollar und kaufte eigene STRC-Vorzugsaktien im Wert von etwa 192,4 Millionen Dollar zurück.
30 Die gemeldeten Transaktionen umfassten also sowohl Bitcoin-Käufe als auch einen deutlich größeren Rückkauf von Vorzugsaktien – nicht nur eine Ausweitung der Bitcoin-Käufe.
Saylor beschreibt Strategys übergeordnetes Geschäftsmodell mit dem Begriff „Digital Credit“ und stellt Bitcoin als Teil der Finanzstrategie des Unternehmens dar.
8
13 Das ist seine Darstellung des Geschäftsmodells, aber kein Nachweis dafür, dass es eine bestimmte Rendite erzielen wird.
Die mögliche MSCI-Entscheidung ist ein separates Risiko
In einem Bloomberg-Interview bezeichnete Saylor die Haltung von MSCI als „enttäuschend“. Laut der Berichterstattung könnte MSCI Strategy aus seinen Indizes entfernen.
18 Der verfügbare Quellenausschnitt bestätigt weder die Einzelheiten noch den Ausgang der Prüfung. Mögliche Folgen für die Aktie oder die Finanzierung von Strategy würden davon abhängen, wie MSCI entscheidet und wie Anleger darauf reagieren.
Saylors Botschaft ist eindeutig: Er glaubt, Bitcoin habe seinen Tiefpunkt hinter sich, und erwartet einen Anstieg über 100.000 Dollar – unterstützt durch freundlichere Regulierung und eine stärkere Beteiligung von Banken.
1
4 Strategys jüngste Meldung zeigt, dass das Unternehmen weiter Bitcoin kaufte und gleichzeitig seine Kapitalstruktur verwaltete.
30
36 Sowohl die Kursprognose als auch Strategys Strategie sind mit Unsicherheit verbunden; keine von beiden beweist, dass Saylors Vorhersage eintreffen wird.