Der ukrainische Überwachungskanal „Strategic Aviation" veröffentlichte am 15. August Satellitenaufnahmen, die die letzte Phase eines raschen Bauprojekts am Drohnenstützpunkt Zymbulowa dokumentieren. Die wichtigsten Erkenntnisse:
Der Infrastrukturausbau in Zymbulowa geht einher mit einer massiven Produktionssteigerung in einer Fabrik in Jelabuga, die sich in der Sonderwirtschaftszone Alabuga in Tatarstan befindet . Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR berichtete Mitte August 2026:
Russlands Düsen-Drohnen-Offensive hat einen klaren Engpass: die Triebwerke. Mehreren ukrainischen Geheimdienstberichten zufolge kann Russland die benötigten Turbojet-Triebwerke nicht im Inland herstellen und ist vollständig auf Lieferungen aus China angewiesen .
Die Umrüstung auf Düsentriebwerke beschränkt sich nicht auf die Geran-Familie. Russland stattet nun auch die BM-35 mit Düsentriebwerken aus, eine preisgünstige Mittelstrecken-Kampfdrohne, die zuvor von einem Zweitakt-Benzinmotor angetrieben wurde .
Russland vollzieht einen gezielten, raschen Wandel von langsamen, propellergetriebenen Drohnen hin zu einer Familie düsengetriebener UAVs. Die Logik ist klar: Ukrainische Abwehrmittel – sowohl elektronische Störsender als auch kinetische FPV-Drohnen – waren gegen die rund 180 km/h schnelle Geran-2 äußerst effektiv geworden. Die düsengetriebenen Geran-4 (500 km/h) und Geran-5 (noch schneller, von einigen Quellen als „Marschflugkörper-Drohne" beschrieben) sind weitaus schwieriger abzufangen .
Der Ausbau des Stützpunkts Zymbulowa ermöglicht groß angelegte Startoperationen nahe der ukrainischen Grenze, während das Werk in Jelabuga die Serienproduktion hochfährt, um die neuen monatlichen Ziele zu erreichen. Das gesamte Vorhaben ruht jedoch auf einem fragilen Fundament. Jede Düsen-Drohne dieser neuen Flotte ist auf die chinesischen Telefly-Turbojets angewiesen, die Russland noch nicht selbst herstellen kann . Ohne diese Triebwerke wären die Produktionslinien und Startrampen in Zymbulowa nutzlos.