Der Schlüssel ist nicht auf den Hauptfahrer beschränkt. Besitzer können ihn mit vertrauenswürdigen Personen teilen, bestimmte Berechtigungen vergeben und den Zugang später wieder entziehen. Das kann sich etwa für Familien mit mehreren Fahrern oder für eine zeitlich begrenzte Nutzung anbieten.
Samsung speichert die Digital Keys direkt auf dem Galaxy-Gerät und schützt sie nach eigenen Angaben mit Samsung Knox. Außerdem soll das System die Anforderungen der Zertifizierung EAL6+ erfüllen. Der Zugriff auf die Wallet setzt eine biometrische Prüfung oder eine PIN voraus.
Die UWB-Umsetzung orientiert sich laut Samsung an den Standards des Car Connectivity Consortium und soll das Risiko unbeabsichtigter Zugriffe verringern. Geht das Smartphone verloren oder wird es gestohlen, können Nutzer den digitalen Schlüssel über Samsung Find aus der Ferne verwalten oder entfernen.
Das Smartphone wird damit zu einem kontrollierbaren Ersatz für den physischen Schlüssel. Die Sicherheitsfunktionen ändern jedoch nichts daran, dass die Kompatibilität von Fahrzeug und Gerät vorab geprüft werden muss.
Die Funktion ist kein allgemeines Software-Update für alle Volkswagen-ID.-Fahrzeuge. Laut Samsung müssen Autos sämtliche folgenden Bedingungen erfüllen:
Ältere Fahrzeuge werden laut Ankündigung nicht unterstützt, weil ihnen die erforderliche Hardware fehlt.
Samsung spricht zwar von einem kompatiblen Samsung-Galaxy-Smartphone, nennt in den vorliegenden Angaben aber keine vollständige Liste der unterstützten Geräte. Deshalb lässt sich anhand der verfügbaren Belege nicht abschließend sagen, welches Galaxy-Modell für die Volkswagen-Funktion geeignet ist.
Der Rollout der Volkswagen-Integration begann am 18. August 2026 in Europa. Samsung beschreibt eine Ausweitung innerhalb Europas, bestätigt in der vorliegenden Ankündigung jedoch weder einen Starttermin in den USA noch, dass dieselbe Volkswagen-Integration dort bereits verfügbar ist.
Auch eine konkrete Angabe zur Verfügbarkeit in mehr als 30 Märkten lässt sich mit dem bereitgestellten Material nicht verifizieren. Die tatsächliche Nutzung kann je nach Land, Fahrzeugkonfiguration und Smartphone-Kompatibilität abweichen.
Die Volkswagen-Anbindung erweitert Samsungs bestehendes Digital-Key-Programm um einen weiteren Fahrzeugpartner. Über den genauen aktuellen Modellumfang oder den Status separater Integrationen für Toyota, Porsche und Mercedes-Benz liefern die vorliegenden Belege jedoch keine ausreichenden Informationen. Diese Partnerschaften sollten daher als eigenständige Integrationen betrachtet werden – mit möglicherweise abweichenden Voraussetzungen.
Für Volkswagen-Fahrer ist die praktische Bilanz klar: Ein kompatibles Galaxy-Smartphone kann bei sieben ID.-Elektroauto-Baureihen den physischen Schlüssel ersetzen. Dafür muss das Fahrzeug allerdings neu genug sein, ID. Software 6.0.1 oder neuer nutzen und über die passende Digital-Key-Vorbereitung verfügen. UWB ermöglicht den komfortabelsten Zugang ohne Griff zum Smartphone, während NFC den Zugang per Antippen sicherstellt.