Forschende der KTH Stockholm und der University of Southampton haben eine flache optische Glasfaser (HARFF) entwickelt – ein bandartiges Siliziumdioxid Profil. Die Druckempfindlichkeit der HARFF ist bis zu 1.000 mal höher als die herkömmlicher runder Glasfasern.
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What did researchers at KTH Royal Institute of Technology and the University of Southampton develop in a study published in Nature Communica. Article summary: The initial search results show two different papers. Let me look more closely at the relevant one — the "high aspect-ratio quadrilateral flexible silica optical fibers" paper from Southampton (with KTH collaboration) an. Topic tags: general, government, education, academic, general web. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermark
Optische Fasern gelten seit Langem als unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen, leicht und in rauen Umgebungen einsetzbar. Doch in einem entscheidenden Punkt hinkten sie elektronischen Sensoren hinterher: der rohen Empfindlichkeit. Ein neues Design von Forschenden des KTH Royal Institute of Technology in Stockholm und der University of Southampton durchbricht diese Grenze nun grundlegend.
Veröffentlicht in Nature Communications (doi: 10.1038/s41467-026-72416-6), stellen die Autoren eine High Aspect-Ratio Flat Fiber (HARFF) vor – eine bandartige, optische Siliziumdioxid-Faser, die als hochempfindlicher Mehrparametr-Sensor fungiert .
Das auffälligste Ergebnis der Studie ist die Druckempfindlichkeit der HARFF. In Labordemonstrationen erwies sich die Faser als 1.000-mal empfindlicher als herkömmliche runde optische Fasern .
Wie kommt diese dramatische Verbesserung zustande? Die flache Geometrie erzeugt unter hydrostatischer Belastung eine um Größenordnungen höhere spannungsinduzierte Doppelbrechung als konventionelle runde Fasern – ein Befund, der durch Finite-Elemente-Modellierungen bestätigt wurde . Der rechteckige Querschnitt verhindert zudem von Natur aus das Knicken und Verdrillen, das bei runden Fasern unter mechanischer Belastung auftritt
.
Statt eine runde Faser nach dem Ziehen abzuflachen – eine übliche, aber ungenaue Methode – entwickelte das Team ein eigens dafür konzipiertes Herstellungsverfahren. Sie stapelten Siliziumdioxidplatten zu einer flachen Vorform und versiegelten die Seiten mittels Laser-Glasverschweißung, um innere Mikrostrukturen wie Luftkanäle zu schaffen .
Diese Vorform wurde dann auf einem herkömmlichen Faserzieh-Turm mit kontrollierter Druckbeaufschlagung der Mikrostrukturen gezogen, um Form und Wandstärke zu erhalten . Abschließend wurden mit Femtosekunden-Laser-Schreiben (λ=515 nm, 200 fs Pulse) Faser-Bragg-Gitter und rechteckige Wellenleiter direkt in die flache Faser eingebracht
.
Dieser vorformbasierte Ansatz bewahrt die innere Geometrie mit weitaus größerer Genauigkeit als das nachträgliche Abflachen und ermöglicht so die reproduzierbare Herstellung des Profils mit hohem Aspektverhältnis.
Die HARFF-Plattform ist grundsätzlich mit der Faser-Bragg-Gitter (FBG)-Sensorik für Dehnungs-, Temperatur- und Druckmessungen kompatibel . Das Team demonstrierte jedoch eine besonders clevere Verbesserung der Temperaturempfindlichkeit: Sie füllten einen Teil der inneren Mikrostruktur mit einem Zinn-basierten Metall (Sn-Legierung). Dieses Multimaterial-Design steigerte die Temperaturempfindlichkeit der Faser deutlich
.
Zusammen machen die Druck- und Temperaturmessfähigkeiten die HARFF zu einem echten Mehrparametr-Sensor in einem einzigen, kompakten Glasband.
Da optische Fasern unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen, leicht und in rauen Umgebungen einsetzbar sind, bietet die HARFF-Plattform eine vielseitige Verbesserung gegenüber herkömmlichen runden Glasfasern und elektronischen Sensoren . Die Forscher nennen Anwendungsbereiche in sechs Feldern
:
Die HARFF ist eine grundlegende Neudefinition dessen, was eine optische Faser sein kann. Indem die Forscher den runden Querschnitt aufgaben, der die Glasfaseroptik jahrzehntelang definierte, erreichten sie eine 1.000-fache Verbesserung der Druckempfindlichkeit und eine Mehrparametr-Fähigkeit – und das mit herkömmlichen Ziehtürmen und gut verstandenen Siliziumdioxid-Materialien. Das Ergebnis ist eine Sensorplattform, die für den realen Einsatz bereit ist – von Brücken bis hin zu Batterien.
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Forschende der KTH Stockholm und der University of Southampton haben eine flache optische Glasfaser (HARFF) entwickelt – ein bandartiges Siliziumdioxid Profil.
Forschende der KTH Stockholm und der University of Southampton haben eine flache optische Glasfaser (HARFF) entwickelt – ein bandartiges Siliziumdioxid Profil. Die Druckempfindlichkeit der HARFF ist bis zu 1.000 mal höher als die herkömmlicher runder Glasfasern.
Statt einer Nachbearbeitung nutzt das Team eine spezielle Vorform Herstellung mit Laser Glasverschweißung und Femtosekunden Laser Beschriftung.